Ersteindruck zu Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin für Nintendo Switch

Zwei Wochen vor der Veröffentlichung von Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin hat Capcom den Spieler:innen auf Nintendo Switch eine kostenlose Demo im Nintendo eShop spendiert. Das ist eine prima Gelegenheit, einmal reinzuschauen, was uns erwarten wird.

In der Welt von Monster Hunter gab es eine Zeit lang ausschließlich jene, die Monster jagen. Doch dann wurden im Jahr 2016 mit Monster Hunter Stories für Nintendo 3DS die Rider vorgestellt, welche sich im Gegensatz zu den Jägern mit Monstern anfreunden und Seite an Seite leben und kämpfen. In diesem Universum “Monstie” genannt.

Überall auf der Welt verschwinden die Rathalos. Die letzte Hoffnung für ihre Spezies liegt in den Händen eines Wyverianer-Mädchens, das euch eines Tages bittet, ein geheimnisvolles Ei zu beschützen. Aus dem Ei schlüpft ein flugunfähiger Rathalos mit kleinen Flügeln, aber Legenden warnen davor, dass eine solche Kreatur das Potenzial hat, die Welt zu zerstören. Könnte dieser neugeborene Rathalos dieses legendäre, gefährliche Monster sein?

Ihr seid ein Nachkomme eines legendären Riders. Das Aussehen und Geschlecht könnt ihr dabei zu Beginn von Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin selbst festlegen und, solltet ihr die Demoversion spielen, euren Spielstand auch in die Vollversion übertragen. Die Erstellung des Charakters geht gut von der Hand und es gibt zahlreiche Optionen, aus denen wir wählen können. Auch lassen sich die Augenfarben getrennt voneinander bestimmen. Als Brillenträger stößt man allerdings auf ein eher unschönes Problem. So war Kevin gezwungen einen bestimmten Haarschnitt in Kauf zu nehmen, da dieser untrennbar mit dem Nasenfahrrad verbunden ist – wieso ist die Brille kein separates Accessoire?

Nach der Charaktererstellung dürft ihr einer Feier eines kleinen Dorfes beiwohnen. Ein ganzes Stück abseits davon beobachtet man eine junge Frau, welche sich einem Rathalos nähert. Trotz seiner Größe und der Tatsache, dass es sich hierbei um einen gefährlichen Flugwyvern handelt, wirkt die Szene sehr harmlos. Der Rathalos übergibt der Frau ein Ei und kurz darauf breitet sich ein bedrohlich wirkendes, rotes Licht aus. Ein paar Jäger, die die Situation beobachtet haben, zücken darauf ihre Waffen, wodurch sie die Aggression des Monsters auf sich ziehen. Nach dieser Konfrontation fliegt der Rathalos davon, genau wie viele andere seiner Artgenossen. Später erfährt man, dass es sich hierbei um den Wächter-Ratha gehandelt hat, der die Bewohner des Dorfes Mahana beschützt. Abgesehen von ein paar kleineren Andeutungen und mindestens einem wiederkehrenden Charakter scheint es so, als müsste man den Vorgänger nicht gespielt haben. Falls ihr Monster Hunter Stories für Nintendo 3DS, iOS oder Android nicht besitzt, könnt ihr das Spiel dennoch genießen.

‎Monster Hunter Stories
‎Monster Hunter Stories
Entwickler: CAPCOM
Preis: 19,99 €
Monster Hunter Stories
Monster Hunter Stories
Entwickler: CAPCOM CO., LTD.
Preis: 21,99 €

Kurz nach diesen Ereignissen darf man selbst die Steuerung seines Riders übernehmen. Kayna wird euch als Lehrerin für den Einsatz als Rider an die Seite gestellt. Und erklärt euch die Grundlagen des Lebens als Rider und begleitet euch auf ein paar Quests. In diesen Quests müsst ihr euch unter anderem in Monsternester begeben und Eier stibitzen. Diese kann man dann im Dorf ausbrüten, um sich mit den Schlüpflingen anzufreunden und sie ins Team aufzunehmen. Monster, die man selbst ausgebrütet und sich mit ihnen angefreundet hat, werden von Ridern als Monsties bezeichnet.

Im Großen und Ganzen ist das Kampfsystem beim Alten geblieben – also dem aus Monster Hunter Stories für die oben genannten mobilen Plattformen. Anders als bei Monster Hunter Rise beispielsweise, meine Review dazu könnt ihr hier nachlesen, laufen die Kämpfe hier rundenbasiert ab und Angriffe werden nach kraftvollen, technischen sowie schnellen Manövern unterschieden und können sich nach dem Schere, Stein, Papier System gegenseitig aufheben oder ein „unentschieden“ erreichen. Aber auch nur dann, wenn sich zwei Angreifer gegenseitig Angreifen, was man als Konfrontation bezeichnet.

Während ihr selbst euer Ziel aktiv auswählen könnt, sieht man allerdings nicht, für welches Ziel sich das Monstie entscheidet. Was ihr aber sehen könnt ist die Art des Angriffs. Greift ihr das gleiche Ziel an während es zu einer Konfrontation kommt, könnt ihr einen kraftvollen Doppelangriff ausführen. Jeder erfolgreiche Angriff füllt euren Bindungsbalken auf, mit dessen Energie ihr verschiedene Techniken einsetzen könnt oder auf euer Monstie aufsitzen könnt, um besonders starke Treffer zu verteilen. Mit jeder während des Reitens gewonnenen Konfrontation steigt eure Bindung. Je stärker die Bindung, desto stärker die Bindungsfähigkeit – ein besonders verheerender Angriff mit einer besonderen Animation.

Aus den bekannten Waffenarten des Monster Hunter Universums sind nun zwei weitere dazu gekommen: Die Gewehrlanze und der Bogen. Mit diesen beiden Waffen wurde den Kämpfen eine neue Komponente hinzugefügt: Physiologie und Angriffstyp-Effizienz. Greift ihr ein Monster oder ein bestimmtes Körperteil mit der richtigen Waffenart bzw. Angriffstyp an, könnt ihr zusätzlichen Schaden verursachen. Damit man während eines laufenden Kampfes auch davon Gebrauch machen kann, gibt es die Möglichkeit zwischen bis zu drei zuvor angelegten Waffen zu wechseln. Doch die größte Neuerung ist aber, dass ein weiterer Rider und dessen Monstie an eurer Seite kämpfen darf, was in der Vollversion sogar andere Spieler:innen sein können. Werden eure Partner:innen von der CPU gesteuert, könnt ihr diesen wie euren Monsties keine Befehle geben. Sitzt ihr und auch eure Begleitung auf euren Monsties könnt ihr eine noch stärkere kombinierte Bindungsfähigkeit einsetzen.

Der generelle Look des Spiels ist sehr stimmig und ich frage mich, wie wohl ein vollwertiges Monster Hunter in diesem oder einen ähnlichen Look ankommen würde. Ein paar Kamerafahrten und Charakteranimationen waren gelegentlich etwas ruckelig, wobei ich hoffe, dass dies in der Vollversion nicht mehr der Fall sein wird. Der Soundtrack klingt schon Mal sehr vielversprechend und ich kann es kaum erwarten, noch mehr davon zu hören.

Die kostenlose Demoversion zu Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin hat uns großen Spaß bereitet und die Wartezeit bis zum Release etwas erträglicher gemacht. Für einen Durchgang der Demo könnt ihr etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Mit dem Spielvergnügen muss aber nicht Schluss sein, da ihr nach Herzenslust weiterhin Monsties sammeln und aufleveln könnt, indem ihr nach der letzten Begegnung nicht speichert und stattdessen die automatisch gespeicherte Datei ladet.

https://twitter.com/monsterhunter/status/1408475712751910912

Wer gerne JRPGs spielt oder das Franchise mag, sollte auf jeden Fall reinschauen, denn wer die Demo gespielt hat, darf den Spielstand in die Vollversion übernehmen. Am 09. Juli 2021 erscheint Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin für Nintendo Switch und den PC.

5 comments
  1. War die Performance der Demo auf der Switch auch so mäßig wie bei mir? Ich hoffe das wird in der Vollversion besser da das Spiel ansich super ist:)

    1. Ja, ist ein allgemeines “Problem” und tritt bei allen auf. Denke, dass das auch bei der Vollversion von Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin auftreten wird. Ich hatte aber großen Spaß und mich stören solche Performance-Geschichten wirklich nie. Bin auch jemand, der mit 30 FPS gar keine Probleme hat. 😀

      1. MHS 2 läuft nicht mal mit 30 FPS sondern teils unter 20. Im Handheldmodus merkt man das nicht so sehr aber im Dock Modus ist das schon nervig.

        1. Daher kommen ja die Ruckler. Dennoch: Mich stört sowas wirklich absolut nie, außer das Spiel friert mal komplett ein. ^^”

          1. Ach ich bin da bisschen anders also 30 FPS sollte es schaffen. Gerade Witcher 3 gezockt und das läuft grandios. Spielerisch gefällt es mir aber richtig gut so das ich ich wohl die Switch Version hole. Ich mag Rundenbasiert eher auf der Switch als am PC 🙂

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