Kirby Fighters 2 – Super Smash Bros.-Alternative im Dream Land?

We are fighting Dream(land)ers!

Wie die Zahl im Namen des Spiels unschwer erkennen lässt, handelt es sich bei Kirby Fighters 2 um einen Nachfolger eines bereits bestehenden Kirby-Spinoff-Titels. Der erste Teil, Kirby Fighters Deluxe für Nintendo 3DS, stellte ein Standalone-Spiel dar, welches wiederum auf dem Minispiel “Kirbys Recken” aus Kirby: Triple Deluxe basierte. Wie in Kirby Fighters Deluxe dreht sich auch in Kirby Fighters 2 wieder alles ausschließlich um den Kampf mit Kirbys etlichen unterschiedlichen Fähigkeiten. Statt diese erst von anderen Gegnern kopieren zu müssen, wählt ihr hier direkt zu Beginn jedes Spiels die Fähigkeit eurer Wahl aus und behaltet diese dann auch bis zum Ende eurer Spielsession. Anfangs stehen euch nur einige wenige Fähigkeiten zur Auswahl, doch nach und nach könnt ihr durch das Sammeln von Kämpferpunkten, die ihr nach dem Spielen jeden Spielmodus erhaltet, neue Fähigkeiten und Kämpfer freischalten. Dabei warten neben einigen bekannten Fähigkeiten auch brandneue, wie die Wrestling- oder die Künstler-Fähigkeit, darauf von euch entdeckt zu werden.

Super Kirby Bros. Lite

Aber genug der Theorie! Werfen wir doch einmal einen Blick auf die verschiedenen Spielmodi, denn gerade hier wurde quantitativ einiges gegenüber dem Erstling getan. Zunächst wäre da der Kampf-Modus, welcher den ein oder anderen stark an den Kampf-Modus aus den Super Smash Bros. erinnern dürfte. Bis zu vier menschliche Spieler kloppen sich hier an einem Bildschirm mit ihrem ausgewählten Kämpfer aus dem Kirby-Universum auf einer von 20 Plattform-Stages um den Sieg – wahlweise alleine oder im Team.

Ähnlich wie im eben erwähnten Vorbild, besitzt jede Stage besondere Eigenheiten, wie Lavaströme oder herausspringende Greifzangen-Klatsch-Hände, die euch und dem Gegner zusätzlich zusetzen. Daneben warten auch noch die zufällig auf der Stage landenden obligatorischen Items darauf von euch eingesammelt zu werden. Anders als bei Super Smash Bros. gilt es aber hier nur den Energiebalken eurer Gegner auf Null zu senken. Bei den Einstellungsmöglichkeiten zieht Kirby Fighters 2 außerdem deutlich den Kürzeren. So könnt ihr zwar die Stage-Gefahren abschalten und das Auftauchen der Items auf bestimmte Funktionsweisen einschränken, ganz abschalten oder nur auf ganz bestimmte Arten beschränken lassen sich die Items jedoch leider nicht. Wahlweise kann der Kampf-Modus auch lokal über Drahtlos-Verbindung mit einer Konsole pro Spieler oder online gegen Freunde und Fremde weltweit gespielt werden. Ersterer Modus benötigt jedoch neben einer eigenen Konsole auch eine eigene Spielversion pro Spieler. Letzterer krankt an einem unzufriedenstellenden Matchmaking – meistens läuft die Zeit ab bevor überhaupt eine Runde aus vier Spielern gefunden wurde – und gnadenlosen Lags in den Matches, die kaum Spielspaß aufkommen lassen. Wir hoffen schwer, dass hier durch ein Update noch einiges ausgebessert wird und/oder mehr Spieler sich Kirby Fighters 2 zulegen.

Die Rache der ewigen Rivalen

Etwas mehr Spieltiefe besitzt da schon der Story-Modus „Die ewigen Rivalen“. Nach Auswahl einer Fähigkeit und eines Partners – dieser kann sowohl von der CPU als auch von einem menschlichen zweiten Spieler gesteuert werden – tretet ihr nacheinander in Kämpfen gegen verschiedene Gegner an und bahnt euch so euren Weg nach oben durch den Rivalenturm, um herauszufinden was es mit der mysteriösen Herausforderung von Kirbys Erzrivalen König Dedede und Meta Knight auf sich hat. Die Story ist dabei unterteilt in einzelne Kapitel, an deren Ende jeweils immer ein kniffliger Bosskampf wartet. Wirklich viel Handlung solltet ihr jedoch nicht erwarten, denn diese beschränkt sich auf sehr wenige Textzeilen während eines Kapitels.

Beim Kämpfen empfiehlt sich eine taktische Herangehensweise, denn in einem Kampf verlorene Energie, kann zwar durch Items wieder hergestellt werden, bleibt jedoch auch nach dem Kampf auf demselben Stand. Und apropos Taktik: Nach jedem Kampf stehen euch eine von drei Medaillen zur Auswahl, die beispielsweise eure Maximalenergie, eure Angriffskraft oder Resistenz gegen bestimmte Attacken erhöhen. Je mehr der eingangs erwähnten Kämpferpunkte ihr sammelt, desto bessere Medaillen könnt ihr später nach Kämpfen erhalten. Auch hier will die richtige Medaille weise gewählt sein; jedoch auch nicht ZU weise, denn leider verliert ihr nach Ende eines Kapitels alle erworbenen Zusatzboni wieder. Rekordjäger können mit diesem Modus theoretisch etwas länger ihre Freude haben, denn die Punktzahl wird für jede Kämpfer-Fähigkeit und für jedes Kapitel separat gespeichert, sodass ein Wiederspielwert gegeben ist.

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