Final Fantasy VII Revelation: Director Hamaguchi äußert sich zu Streaming-Kultur, Serienende und DLC-Möglichkeiten

Final Fantasy VII Revelation wurde für Nintendo Switch 2 angekündigt und erscheint als Simultan-Release auf allen Plattformen im Frühjahr 2027. Im zweiten Teil eines ausführlichen Interviews mit Automaton äußerte sich Serien-Director Naoki Hamaguchi ausführlich zu Streaming-Kultur, dem Ende der Trilogie sowie möglichen DLC-Inhalten.

Zur Streaming-Kultur und Spielerbindung

Hamaguchi ging zunächst auf eine frühere, viel diskutierte Aussage gegenüber 4Gamer ein, wonach RPG-Entwickler das Risiko im Blick behalten müssten, dass sich Spieler allein mit dem Zuschauen bei Livestreams zufriedengeben könnten. Er stellte klar, damit nicht das Ende des Genres prophezeit zu haben. Vielmehr gehe es darum, dass sich Entwickler wandelnden Gewohnheiten anpassen müssten, ohne den ursprünglichen Reiz ihrer Werke zu verlieren. Genau deshalb habe man in Revelation zahlreiche Nebeninhalte eingebaut, bei denen sich Erzählstränge und Strategien je nach Spielerentscheidungen verändern.

Zur Charaktergestaltung erklärte Hamaguchi:

Ich möchte, dass mein Vincent diese Herausforderung mit dieser Einstellung angeht, oder dass mein Cloud jene Herausforderung mit jener Einstellung angeht.

Angesichts der vielen ikonischen Charaktere, zu denen Spieler höchst unterschiedliche emotionale Bindungen aufgebaut haben, habe man bewusst auf ein Design gesetzt, das diese individuellen Gefühle über Spielerentscheidungen widerspiegelt.

Zum Ende der Geschichte

Zur vieldiskutierten Frage nach dem Ende wiederholte Hamaguchi seine bisherige Haltung: Er habe nie öffentlich verraten, wie das Ende von Revelation konkret aussehen werde, auch wenn frühere Aussagen oft fehlinterpretiert worden seien. Sein Ziel sei ein Spiel, bei dem Fans am Ende der gesamten Trilogie das Gefühl haben, froh darüber zu sein, die Reise mitgemacht zu haben. Dazu sagte er:

Das Ende könnte vollständig originalgetreu sein, oder es könnte etwas völlig anderes werden.

„Vielleicht gehe es sogar in eine Richtung, die niemand erwartet hätte – das solle jeder selbst erleben“, so Hamaguchi.

Zur oft zitierten früheren Aussage, wonach das definitive Ende der Serie mit Final Fantasy VII: Advent Children verknüpft sein könnte, erläuterte Hamaguchi, dass diese Aussage aus einem älteren, übersetzten Interview stamme und die genaue Nuance dabei möglicherweise verloren gegangen sei. Das Konzept der Remake-Serie bestehe darin, ein neues, übergeordnetes Universum zu schaffen, das die Lore sämtlicher bisheriger Spin-offs einbeziehe – nicht nur Advent Children, sondern auch Dirge of Cerberus und Crisis Core. Die Möglichkeit einer Verbindung zu Advent Children werde also nicht ausgeschlossen, vielmehr sei besagtes Werk bereits Teil dieses größeren Remake-Universums. Ob das Ende konkret darauf hinführe, ließ er weiterhin offen.

Präzisierend fügte er hinzu, es sei nicht ganz zutreffend zu behaupten, das Entwicklerteam habe explizit eine Verbindung zwischen dem Ende der Remake-Serie und Advent Children bestätigt – korrekt sei vielmehr, dass keines der bisherigen Enden im FFVII-Universum als nicht-kanonisch verworfen werde.

Zum Thema DLC

Bei der Frage nach möglichen zusätzlichen Inhalten zeigte sich Hamaguchi offener:

Ich spüre immense Erwartungen an die FFVII-Franchise – Fans wollen offenbar noch nicht, dass sie endet.

Konkrete Pläne gebe es jedoch noch nicht. Sollte es entsprechende Unterstützung und echte Nachfrage seitens der Fans geben, wäre man aber durchaus bereit, DLC-Inhalte in Erwägung zu ziehen.

Auf die direkte Nachfrage, ob die Hauptgeschichte möglicherweise mit einem Cliffhanger ende, um den Abschluss in ein DLC zu verlagern, stellte Hamaguchi klar: Die Geschichte werde vollständig im Basisspiel abgeschlossen, das Team verfolge dieses Ziel ernsthaft. Sollte tatsächlich ein DLC entstehen, stellte sich Hamaguchi eine Art Spin-off vor, das sich auf die bislang unerzählte Geschichte eines bestimmten Charakters konzentriert – ähnlich dem Ansatz mit Yuffie in FF7R Episode INTERmission. Er sehe durchaus Nachfrage nach einem solchen Format unter den Fans.

Zur Zukunft der Franchise

Angesprochen auf die kürzlich angekündigte Einstellung von Final Fantasy VII: Ever Crisis und die Sorge, dass die Franchise nach Revelation enden könnte, erklärte Hamaguchi, man konzentriere sich aktuell voll auf den Abschluss der Entwicklung von Revelation. Über die Zeit danach habe man noch nicht nachgedacht – man werde jedoch die Reaktionen der Fans nach Release beobachten und bei entsprechender Nachfrage sowie einer überzeugenden kreativen Idee durchaus über weitere Projekte nachdenken. Zu weit vorauszudenken sei für die Qualität von Revelation selbst jedoch nicht förderlich, weshalb man sich derzeit bewusst ausschließlich auf den Abschluss der laufenden Entwicklung fokussiere.

Zum aktuellen Entwicklungsstand kündigte Hamaguchi an, dass in den kommenden Monaten weitere Informationen rund um bestimmte Events folgen werden, bei denen Spieler und Presse das Spiel selbst anspielen können.

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