Aliens: Fireteam Elite – Cloud-Version für Nintendo Switch endgültig abgeschaltet

Aliens attack in a fiery battle scene, showcasing intense action and suspense from the game Fireteam Elite.

Die Switch-Version von Aliens: Fireteam Elite wurde dauerhaft abgeschaltet und ist für Käufer nicht mehr spielbar.

Nur als Cloud-Version verfügbar

Das Action-Spiel von Cold Iron Studios erschien ursprünglich im August 2021 für PlayStation 5, XBOX Series X|S, PlayStation 4, XBOX One und PC, ein Nintendo Switch-Port folgte im April 2023. Da die Switch-Hardware als nicht leistungsfähig genug galt, um das Spiel nativ auszuführen, erschien es dort ausschließlich als Cloud-Version – zum Preis von 29,99 Euro für die Standardedition beziehungsweise 59,99 Euro für die Ultimate Edition mit Basisspiel und DLC.

Server-Abschaltung bereits im März angekündigt

Bereits Anfang des Jahres wurde das Spiel aus dem eShop entfernt. Spieler erhielten damals eine Mitteilung, wonach die Cloud-Server des Spiels am 5. August abgeschaltet werden sollten. Dies ist nun kürzlich geschehen: Das komplette Spiel, das auf anderen Plattformen weiterhin in den digitalen Stores gelistet und dort auch offline vollständig spielbar ist, lässt sich auf der Nintendo Switch überhaupt nicht mehr spielen, da es dort ausschließlich per Cloud-Streaming verfügbar war.

Cloud-Streaming bleibt Sorge für Spielearchivierung

Die Abschaltung des Spiels wird von Beobachtern als weiteres Beispiel für die zunehmende Vergänglichkeit von Videospielen angeführt, insbesondere da manche Experten von einem wachsenden Stellenwert des Cloud-basierten Spiele-Streamings als Alternative zu immer teurerer Hardware ausgehen.

Sowohl XBOX als auch PlayStation bieten Cloud-Streaming als Option für Abonnenten von Game Pass beziehungsweise PlayStation Plus an, als Alternative zum Herunterladen und nativen Spielen. XBOX testet zudem bereits die Möglichkeit, Spiele kostenlos zu streamen, wobei Werbung zu Beginn der Sitzung die Kosten decken soll.

Dienste wie Amazon Luna und Netflix bieten darüber hinaus exklusive Spiele an, die ausschließlich per Cloud-Streaming spielbar sind – wodurch diese Titel theoretisch jederzeit entfernt werden und zu nicht mehr erhaltbaren „verlorenen Medien“ werden können. Ein Beispiel für Lost Media war die Entfernung von Netflix‘ interaktiven Specials, darunter die Black-Mirror-Folge Bandersnatch, die Zuschauern erlaubte, die Geschichte über Verzweigungsentscheidungen zu „spielen“. Diese Inhalte sind mittlerweile vollständig entfernt und nicht mehr zugänglich.

Take-Two-CEO: Streaming könnte installierte Basis verzehnfachen

Vergangene Woche äußerte sich Take-Two-CEO Strauss Zelnick im Rahmen einer Q&A-Runde nach der Quartalsbilanz des Unternehmens zu dem Thema. Die steigenden Hardwarekosten seien „keine gute Sache“, so Zelnick, gleichzeitig stehe eine breite Einführung von Streaming-Technologie kurz bevor:

Ich denke, wir werden in drei Jahren im kommerziellen Streaming-Modus sein, und mit kommerziell meine ich niedrige Latenz. Das könnte die effektive installierte Basis verzehnfachen.

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