Animal Crossing zählt heute zu den größten Erfolgen von Nintendo – allein New Horizons verkaufte sich über 45 Millionen Mal weltweit und wurde gerade während der COVID-19-Pandemie zu einem tröstenden Begleiter für Millionen Spieler.
Doch beinahe hätte die Reihe einen völlig anderen Namen bekommen. In einem Interview mit Time Extension sprach die ehemalige Nintendo-Lokalisierungsmanagerin Leslie Swan über die schwierige Übersetzung des japanischen Originaltitels Dōbutsu no Mori für den westlichen Markt.
Von „Animal Acres“ zu „Animal Crossing“
Swan verriet, dass die gesamte Lokalisierung zwischen sechs Monaten und einem Jahr dauerte. Einer der damals diskutierten Titel war Animal Acres – eine Anspielung auf das rasterförmige Layout der Stadt. In den Vereinigten Staaten wird die Größe von Grundstücken bei Land- und Grundvermessungen allein mit den beiden Flächeneinheiten Acre und Square Foot angegeben. Nintendo entschied sich jedoch dagegen und legte schließlich den heute bekannten Namen Animal Crossing fest.
Iwata reagierte mit Gelächter
Auch der legendäre Satoru Iwata, damals Leiter von Nintendos Unternehmensplanung, wurde auf das Projekt aufmerksam. Als Swan in einem Meeting erklärte, dass sie am englischen Script für Animal Forest / Wald der Tiere (dem japanischen Originaltitel) arbeite, habe Iwata nur gelacht:
Er brach einfach in Gelächter aus und sagte: ‘Ich weiß nicht, wie ihr das schaffen wollt.’ Und es stimmt, alles in diesem Spiel war so spezifisch für Japan.
Eine Mammutaufgabe für die Lokalisierung
Produzent Takashi Tezuka warnte das Team bereits früh, dass die Arbeit enorm anspruchsvoll werden würde. Neben tausenden Textzeilen mussten Figuren umbenannt, neue Sprüche entworfen und zahlreiche japanspezifische Inhalte für den Westen angepasst werden.