Überraschende Änderung für einen der gemütlichsten Nintendo-Titel der letzten Jahre: Animal Crossing: New Horizons wurde von der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) neu bewertet – und ist ab sofort nicht mehr ab 0, sondern erst ab 6 Jahren freigegeben.
Neue USK-Bewertung zum 4. Juli 2025
Das Spiel enthält Mechanismen, die dazu verleiten können, übermäßig lange zu spielen, und/oder Druck ausüben ins Spiel zurückzukehren. Berücksichtigt werden beispielsweise Push-Nachrichten, Season Passes und/oder bestimmte Belohnungsprinzipien wie Comeback Gifts oder Mechanismen, die das Nicht-Spielen sanktionieren, z. B. durch den Verlust von Spielfortschritten oder einer Spielfigur.
Laut USK-Datenbank wurde das Spiel am 4. Juli 2025 neu eingestuft. Bisher galt für New Horizons, wie für vorherige Serienteile, eine Altersfreigabe ab 0 Jahren – typisch für die kinderfreundliche Lebenssimulation rund um Tom Nook, Inselgestaltung und tierische Nachbarn. Doch das hat sich nun geändert.
Die neue Altersfreigabe ab 6 Jahren begründet die USK vor allem mit einem „Druck zum Vielspielen“. Gemeint ist damit, dass Spielmechaniken Spieler:innen dazu verleiten könnten, übermäßig viel Zeit im Spiel zu verbringen oder täglich zurückzukehren, um keine Fortschritte oder Boni zu verpassen.
Das Spiel enthält Mechanismen, die dazu verleiten können, übermäßig lange zu spielen, und/oder Druck ausüben ins Spiel zurückzukehren. Berücksichtigt werden beispielsweise Push-Nachrichten, Season Passes und/oder bestimmte Belohnungsprinzipien wie Comeback Gifts oder Mechanismen, die das Nicht-Spielen sanktionieren, z. B. durch den Verlust von Spielfortschritten oder einer Spielfigur.
Ebenfalls einflussreich auf die neue Bewertung war die im Spiel enthaltene Chat-Funktion, mit der sich Spieler:innen über das Internet austauschen können – ein Feature, das gerade bei jüngeren Nutzer:innen genauer geprüft wird.
Das Spiel bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Mitspielenden im Spiel individuell auszutauschen und Inhalte zu teilen. Die Möglichkeiten mit weiteren Spielenden zu kommunizieren, sind vielfältig: integrierte (Voice-)Chats, Direktnachrichten, Gruppenchats. Nicht gemeint sind fest vorgegebene Antwortmöglichkeiten oder Reaktionen, die von den Spieleanbieter fest im Spiel integriert sind, wie „Emotes“, „Dances“ oder „Smileys“. Tipp: Kommunikation in Spielen können insbesondere für Kinder und Jugendliche auch Risiken bergen. Seien Sie sich bewusst, dass ihr Kind durch Kommunikation in Spielen auch in Kontakt mit nicht vertrauten Personen kommen kann. Auf vielen Plattformen, Spielen oder Konsolen lassen sich Chat-Funktionen beschränken oder ganz deaktivieren, um unerwünschte Kontaktaufnahmen zu unterbinden. Weitere Informationen zum richtigen Umgang mit Online-Kommunikation sowie passende Spieleinstellungen finden Sie auf unserer Ratgeber-Seite.
Neue Kriterien seit Anfang 2025 in Kraft
Die Änderung der Altersfreigabe steht im Zusammenhang mit den neuen Leitkriterien für Alterskennzeichen, die seit dem 1. Januar 2025 gelten. Bereits 2023 hatte die USK begonnen, Nutzungsrisiken wie In-Game-Käufe, Lootboxen oder eben Spielzeitdruck systematisch in ihre Altersbewertungen einzubeziehen.
Im Dezember 2024 wurde beschlossen, diese Erkenntnisse fest in die USK-Leitkriterien zu integrieren. Seitdem zeigt sich laut USK, dass etwa ein Drittel der Spiele mit entsprechenden Mechaniken eine höhere Altersfreigabe erhält als zuvor.
Animal Crossing: New Horizons bleibt weiterhin ein familienfreundliches Spiel – doch laut aktueller USK-Einschätzung bringt es Spielmechanismen mit sich, die jüngere Kinder potenziell überfordern oder zum exzessiven Spielen verleiten könnten. Die neue Altersfreigabe ab 6 Jahren spiegelt damit nicht etwa gewaltvolle Inhalte wider, sondern eine zunehmende Sensibilisierung für digitale Spielgewohnheiten.