Mitte September erscheint Fire Emblem: Fortune’s Weave endlich für Nintendo Switch 2. Wir durften schon reinspielen und können euch verraten, ob der Titel den bisherigen Erwartungen gerecht wird.

Vier Helden, ein Schicksal
Schauplatz der Handlung ist das Kaiserreich Dagda, das von Göttern beherrscht wird. Im Jahr 1449 des Kaiserlichen Kalenders werden die Heroenspiele in der Hauptstadt Dagsion ausgetragen, deren Sieger einen Wunsch erfüllt bekommt. Im Zentrum der Heroenspiele stehen vier Charaktere, deren Wünsche nicht unterschiedlicher sein könnten:
- Cai: Er macht sich mit seinen Kindheitsfreunden auf, um die Heroenspiele zu gewinnen und so seinen eingekerkerten Vater zu retten.
- Dietrich: Nach der Attacke eines gewaltigen Monsters auf hoher See wird er ans Ufer Dagdas gespült und beschließt, mit neuen Verbündeten an seiner Seite bei den Heroenspielen anzutreten.
- Theodora: Theodora stammt aus dem Königreich Saramis und führt ihre kampferprobten Getreuen in die Schlacht, um die Ehre ihrer Göttin – der von vielen verabscheuten Bewahrerin des Todes und der Nacht – wiederherzustellen und den Frieden in ihrem Reich zu bewahren.
- Leda: Sie ist eine musikalisch talentierte junge Frau aus einer angesehenen Familie, die alles aufgibt, um den Mord an ihrem Vater zu rächen. In Begleitung ihrer Gefährten meldet sie sich für die Heroenspiele an, nachdem sie erfahren hat, dass auch der Mörder ihres Vaters plant, an diesen teilzunehmen.

Obwohl man immer nur einen Helden zur gleichen Zeit führen kann, ist es dennoch möglich, jederzeit zu den anderen zu wechseln, um deren Geschichte zu erleben. Es liegt also bei euch, ob ihr jeden Handlungsstrang am Stück spielt oder doch jeden der Helden kapitelweise begleitet.
Eshmel und die Macht der Zeit
Trotz der vier Helden, die euch zur Auswahl stehen, gibt es einen anderen Charakter, der der Protagonist der Geschichte von Fire Emblem: Fortune’s Weave ist. Euer Spielcharakter ist Eshmel, eine von der Göttin Sothis erwählte Seele, um den Dämonengott Balor aufzuhalten. Aussehen und Namen eures Avatars dürft ihr euch, wie in anderen Fire-Emblem-Spielen, selbst aussuchen.
Fünf Jahre nach den Heroenspielen steht das Kaiserreich Dagda kurz vor seiner totalen Vernichtung durch Balor und seine Armeen von Untoten. Um die Katastrophe abzuwenden, greift Eshmel mit der Göttin Fortuna, die die Fähigkeit besitzt, durch die Zeit zu reisen, den Helden der Vergangenheit unter die Arme, um deren Schicksal zu verändern und sie in die finale Schlacht der Zukunft zu führen. Da auch die Macht von Fortuna begrenzt ist, kann Eshmel nur in besonders kritischen Momenten in seiner menschlichen Form in das Geschehen eingreifen. In Form des Fahlen Raben können sich die Helden aber Hinweise auf ihre bevorstehenden Kämpfe geben lassen.
Rundenbasierte Kämpfe wie gewohnt
Am Gameplay-Kern hat sich bei Fortune’s Weave nicht viel verändert. In rundenbasierten Kämpfen befehligt ihr eure Einheiten über das Schlachtfeld, um die Kämpfe für euch zu entscheiden. Welche Waffen ihr einsetzt, aber auch die Positionierung im Gelände spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle über Sieg und Niederlage. Anders als in bisherigen Fire-Emblem-Titeln nutzen sich eure Waffen aber nicht mehr durch einfachen Gebrauch ab, sodass diese kaputt gehen.

Durch den Einsatz von sogenannten Kampftechniken können sich eure Waffen aber trotzdem abnutzen und schließlich kaputt gehen. Daher solltet ihr von übermäßigem Gebrauch dieser Techniken absehen, wenn ihr nicht nach jeder Schlacht den Schmied besuchen wollt, um diese wieder zu reparieren. Neben den zuvor genannten Kampftechniken gibt es für bestimmte Charaktere Brandtechniken, die beim Einsatz einen Teil der Lebensenergie kosten, aber umso nützlicher sind, was das Risiko wieder ausgleicht. So kann sich Dietrich über das Schlachtfeld teleportieren oder Cai einen Flächenbrand auslösen.
Schwierigkeitsgrade und Spielmodi
Zu Beginn des Spiels darf man sich für einen von zwei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Der normale Schwierigkeitsgrad dürfte auch für Neulinge nicht zu schwer sein, zumindest bin ich als erfahrener Fire-Emblem-Spieler nur dann in Bedrängnis geraten, wenn ich mich freiwillig auf Gegner eingelassen habe, die deutlich über dem Durchschnittslevel meiner Einheiten waren. Schwer habe ich zwar nicht ausprobiert, würde aber aus meiner Erfahrung mit anderen Spielen der Reihe sagen, dass hier durchaus eine gewisse Herausforderung für jene liegt, die diese suchen. Für welchen Schwierigkeitsgrad ihr euch entscheidet, spielt für die Geschichte, die ihr erlebt, übrigens keine Rolle.
Zusätzlich zum Schwierigkeitsgrad dürft ihr auch den Spielmodus wählen. Wird eine eurer Einheiten im klassischen Spielmodus besiegt, bleibt diese auch für den Rest des Spiels außer Gefecht („Permadeath“). Im Anfänger-Spielmodus fallen besiegte Einheiten nur für den jeweiligen Kampf aus.

Wenn eine meiner Einheiten im klassischen Modus besiegt worden ist, hat sich der Dialog in den meisten Fällen jedoch eher so gelesen, dass sich der Charakter nur zurückzieht, nicht aber stirbt. Vielleicht liegt das nur an den Heroenspielen oder daran, dass diese Charaktere für Zwischensequenzen wichtig und dort noch vorhanden sind.
Da ich aber auf keine meiner Einheiten verzichten wollte, wenn mir ein Fehler unterlaufen ist, habe ich mithilfe von Fortunas Segen die Zeit zurückgedreht und meine Entscheidungen für die entsprechende Runde noch einmal überdacht.
Klassen und Schnellkämpfe
Die neuen Schnellkämpfe bieten auch rundenbasierte Kämpfe, jedoch darf immer nur ein Charakter der entsprechenden Gruppierung angreifen. Die zur Verfügung stehenden Lebenspunkte richten sich nach der Summe aller teilnehmenden Einheiten einer Seite, sodass ihr euch keine Sorgen um eure schwächeren Einheiten machen müsst.

Unter den Klassen, die euren Einheiten zur Verfügung stehen, gibt es neben den altbekannten Klassen wie Soldat, Kavalerie oder Kleriker auch brandneue Klassen wie den Ornitusreiter oder den Streitwagenlenker. Jede Klasse verfügt über ihre eigenen Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt. Außerdem stehen den Klassen unterschiedliche Waffen zur Verfügung: Während ein Kleriker Zugriff auf Schwarz- und Weißmagie hat, werden diese einem Soldaten verwehrt, auch wenn dieser vorher die Laufbahn eines Klerikers eingeschlagen hat.
Freizeit auf der Weltkarte
Zwischen den Kämpfen habt ihr immer wieder etwas freie Zeit, die ihr selbst gestalten könnt. Es liegt also bei euch, ob ihr lieber Ressourcen auf der Weltkarte sammelt oder euch mit wilden Tieren oder Banditen misst, um stärker zu werden. Außerdem hat jeder der vier Helden seine eigenen Aktionen auf der Weltkarte. So kann Dietrich mit seinem Heroenrelikt Antworter Gegner hervorlocken, während Cai wilde Tiere anlocken und zähmen kann, um diese dann einer berittenen Einheit zuzuweisen.

Erster Eindruck zu Fire Emblem: Fortune’s Weave
Bislang macht Fire Emblem: Fortune’s Weave einen sehr guten Eindruck und gefällt mir. Mein neues liebstes Fire Emblem – falls im späteren Spielverlauf nichts mehr schiefläuft. Über kleinere Schwächen wie den immer gleich aufgebauten Start der Handlung der einzelnen Helden kann ich leicht hinwegsehen. Fire Emblem: Fortune’s Weave erscheint am 17. September 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2.
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