Nintendo Switch (OLED-Modell) Hands-on-Erfahrungsbericht

Wir hatten die Gelegenheit Metroid Dread in den neuen Büroräumen von Nintendo in Frankfurt anzuspielen. Uns wurde für zwei Stunden ein OLED-Modell der Nintendo Switch zur Verfügung gestellt, um das dort installierte Metroid Dread im Handheld-Modus anspielen zu können. Entsprechend möchten wir euch mit auf eine Reise durch die ersten Stunden von Metroid Dread nehmen und ein paar Worte zum OLED-Modell der Nintendo Switch verlieren. Zum Anspiel-Bericht von Metroid Dread geht es hier entlang.

Da das Hauptaugenmerk für uns auf dem einen Spiel lag, und wir auch nur dieses vor Ort gespielt haben, lassen sich kaum direkte Vergleiche zu einer “alten” Nintendo Switch ziehen und auch können wir euch nichts über die (vermutlich) tolle Farbbrillanz erzählen, welche die Regenbogen-Strecke aus Mario Kart 8 Deluxe auf den Bildschirm zeichnet. Dennoch ist uns gleich beim ersten in die Hand nehmen das hochwertigere Gehäuse des Gerätes aufgefallen. Und damit meinen wir nicht die Joy-Con, denn diese sind gefühlt unverändert, wie wir sie seit der Veröffentlichung vom März 2017 kennen.

Das OLED-Modell der Hybrid-Konsole wurde von Nintendo im Juli angekündigt und erscheint, ebenso wie Metroid Dread, am 8. Oktober 2021. Sie kombiniert die Vielfältigkeit der Nintendo Switch mit einem farbintensiven 7-Zoll-OLED-Bildschirm, einem breiten verstellbaren Standfuß und mehr.

Das neue Modell ist in etwa so breit und so hoch wie die aktuelle Nintendo Switch-Konsole, besitzt aber einen größeren 7-Zoll-OLED-Bildschirm mit intensiver Farbdarstellung und hohem Kontrast. Das OLED-Display überzeugte mit einem sehr klaren Bild und guter Helligkeit. 6,2-Zoll-LCD zu 7-Zoll-OLED machen sich sofort bemerkbar. Aber ohne, dass die weiterhin vorhandene 720p-Auflösung im Handheld nun pixeliger wirkte, oder das Display der regulären Nintendo Switch später auf der Zugfahrt nach Hause nun schärfer. Anders als beim Nintendo 3DS XL, bei dem die Pixel einfach nur aufgeblasen wurden, wodurch Spiele immer etwas unscharf wirkten.

Die Funktion “Helligkeit automatisch anpassen” im Home-Button-Menü der OLED-Switch bewirkte nichts, was sicherlich der hellen Büroräume geschuldet war. Unsere Videoredaktion ist gespannt darauf, wie sich dunklere Spiele wie etwa Metro 2033 nun auf dem OLED-Bildschirm schlagen werden, ob sie von selber hell genug sein könnten und wie dunkel die wirklich dunklen Bereiche nun sind. Zur Erinnerung: dort ist die – wie damals in unserem Spieletest erwähnt – Abmischung im Handheld-Modus der Nintendo Switch so düster, dass die aktivierte Funktion der automatischen Helligkeits eher dem Spielerlebnis schadete und auch nie seitens der Entwickler nachgebessert wurde.

Leider konnten wir nicht im Freien oder mal gegen das Sonnenlicht spielen, weshalb wir euch aktuell noch nichts zum OLED-Display im Garteneinsatz oder auf Bus- und Bahn-Fahrten sagen können. Nintendo wollte uns die Konsole nämlich leider nicht mit nach Hause nehmen lassen – da half blöderweise auch kein “Angeleckt – meins!” etwas.

Das Nintendo Switch (OLED-Modell) hat zudem einen breiten, verstellbaren Aufsteller zur Verwendung im Tisch-Modus, eine neue Station mit LAN-Anschluss für eine stabile Internetverbindung und 64 GB internen Speicher. Der neue Standfuß wirkt sehr wertig und stabil, aber auch hierzu ließ sich vor Ort eher keine Meinung bilden, die einem Alltagseinsatz gleich käme. Hinzu kommen außerdem integrierte Lautsprecher, die laut Trailer und der damaligen Pressemitteilung “für hochwertige Tonqualität beim Spielen im Handheld- oder Tisch-Modus sorgen”. Wir konnten uns davon einen Eindruck verschaffen und beim Probehören gelinde gesagt keinen sehr großen Sprung ausmachen. Dennoch sind diese gefühlt besser auf den Spielenden ausgerichtet und klingen somit deutlicher.

Besonders sind uns der Kühlergrill und die oberen Knöpfe, also Power-Knopf und Lautstärke-Regler, aufgefallen. Die Knöpfe lagen mehr dem Gehäuse an, weswegen wir mit Konzentration auf das Spiel tatsächlich mehrmals drüber hinweggestrichen haben. Der Power-Knopf selber liegt nun auch tiefer im Gehäuse in einer Aussparung und der Kühlergrill wirkt wie aus einem Guss mit der Rückseite der Konsole.

Wer sich überlegt eine Nintendo Switch (OLED-Modell) zuzulegen, um sein älteres Modell der Hybrid-Konsole damit auszutauschen, sollte gegebenenfalls abwägen, ob einem diese Änderungen es auch Wert sind. Wer aber eh nur sporadisch im Handheld-Modus spielt und eher am TV zockt, wird eher weniger vom neuen Modell profitieren.

Das Nintendo Switch (OLED-Modell) erscheint am 8. Oktober 2021 – am selben Tag wie Metroid Dread, die Fortsetzung von Metroid Fusion und gleichzeitig dem aktuellsten Neuzugang der 2D-Metroid-Reihe, die mit dem originalen Metroid für NES begann.

  • TV-Modus: Das Nintendo Switch (OLED-Modell) wird in der Station platziert, um Nintendo Switch-Software auf dem Fernsehbildschirm spielen zu können. Durch die Verwendung des integrierten LAN-Anschlusses können Spieler:innen im TV-Modus eine weitere Verbindungsmöglichkeit zum Internet nutzen.
  • Tisch-Modus: Der breite, verstellbare Aufsteller auf der Rückseite der Konsole bietet herausgeklappt einen festen und sicheren Stand. Er ermöglicht es Spieler:innen, den Betrachtungswinkel wie gewünscht einzustellen und erlaubt so einen guten Blick auf das Spielgeschehen – egal, ob man alleine spielt oder ob man die Joy-Con der Konsole teilt und gemeinsam spielt.
  • Handheld-Modus: Im Handheld-Modus können die Nutzer:innen ihre Konsole überall mit hinnehmen und lokal oder online Multiplayer-Partien mit ihren Freundinnen und Freunden erleben. Der 7-Zoll-OLED-Bildschirm verfügt über eine intensive Farbdarstellung und einen hohen Kontrast.

Zur Veröffentlichung stehen zwei Farboptionen zur Auswahl: 

  • Nintendo Switch (OLED-Modell) – Weiß: Diese Version beinhaltet weiße Joy-Con, eine schwarze Konsole und eine weiße Station.
  • Nintendo Switch (OLED-Modell) – Neon-Rot/Neon-Blau: Diese Version beinhaltet einen neonroten und einen neonblauen Joy-Con, eine schwarze Konsole und eine schwarze Station.

Eine Sache die Nintendo leider auch verpennt hat: Seit dem Firmware-Update auf Version 13.0.0 gibt es Bluetooth-Support für Kopfhörer. Mit unserem externen Adapter von Genki haben wir Bluetooth 5.0 – Die Nintendo Switch sowie das OLED-Modell aber nur 4.3. Meine Kopfhörer weisen über Nintendos Lösungsansatz leider eine Latenz auf. Es wurde hier also die Chance verpasst, dass die OLED-Variante nicht auf Bluetooth 5.0 aufgerüstet hat, was in der Produktion sicherlich nicht allzu teuer gewesen wäre. Schade!

Alles in allem machte die Konsole aber einen wertigen und sehr guten Eindruck. Wir sind gespannt, wie sie sich im Alltag macht und werden euch darüber berichten, sobald wie sie ab dem 8. Oktober 2021 (erneut) in den Händen halten können.

One comment
  1. Nur damit es hier nicht so leer aussieht und Ihr wisst, daß Omi es gelesen hat ^^
    Die OLED ist bei mir Vorbestellt, obwohl ich seinerzeit nicht wußte, ob ich sie auch wirklich letztendlich kaufen werde. Aber ich werde sie wohl in der Tat nehmen. Ich spiele viel und gern in meinem Bettchen per Handheld, ist einfach für meinen Rücken besser als die ganze Zeit auf dem Schreibtischstuhl zu sitzen.
    Die Bluetooth Audio Geschichte ist eh nur von Nintendo halbherzig gelöst, da man für Unterwegs trotzdem noch gezwungen ist, einen Adapter zu verwenden

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Trustpilot