Nintendo Switch-Hacker Gary Bowser muss für 40 Monate ins Gefängnis

Nintendo verklagte Bowser und Mitglieder von Team Xecuter wurden in Gewahrsam genommen. Die US-Regierung wollte, dass der Nintendo Switch-Hacker Gary Bowser für fünf Jahre ins Gefängnis muss. Derweil hatte Bowser bereits seine Schuld eingestanden und eine Strafe in Höhe von 4,5 Millionen Dollar akzeptiert. Er selbst hat dafür plädiert, dass er für 19 Monate ins Gefängnis muss. Jetzt wurden daraus allerdings drei Jahre.

Heute verhängte das US-Bezirksgericht für den westlichen Bezirk von Washington eine 40-monatige Haftstrafe gegen Gary W. Bowser, einen der Anführer von Team Xecuter, die Nintendo Switch-Hacking-Soft- und Hardware verkauft haben, mit denen die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens umgangen wurden, sodass Käufer raubkopierte Nintendo Switch-Spiele ausführen konnten.

Nintendo schätzt die harte Arbeit und den unermüdlichen Einsatz von Staatsanwälten und Strafverfolgungsbehörden, um illegale Aktivitäten auf globaler Ebene einzudämmen, die Nintendo und der Videospielindustrie ernsthaften Schaden zufügen. Insbesondere möchte Nintendo dem Federal Bureau of Investigation (FBI), Homeland Security Investigations (HSI) des Department of Homeland Security, dem US Attorney’s Office for the Western District of Washington, dem US Department of Justice’s Computer Crime & Intellectual Property Section und dem Office of International Affairs des Justizministeriums für ihren bedeutenden Beitrag und ihre Unterstützung danken.

In einer Stellungnahme des Justizministeriums heißt es, Team Xecuter habe “mehr als 65 Millionen Dollar” Schaden für Videospielunternehmen verursacht. Der eigentliche Schaden gehe aber über diese Summen hinaus, da man so “den Entwicklern von Videospielen und den kleinen, kreativen Studios schade, deren Produkte und harte Arbeit im Wesentlichen gestohlen werden, wenn Spiele raubkopiert werden.”

Bowser befand sich bereits seit September 2020 in Bundesgewahrsam. Zwei weitere bekannte Mitglieder der Gruppe, der 49-jährige Max Louarn aus Frankreich und der 36-jährige Yuanning Chen aus China, sind ebenfalls angeklagt, konnten aber bisher nicht in Gewahrsam genommen werden.

Zuvor bezeichnete Nintendo das Hacken und die Piraterie von Nintendo Switch-Systemen als “ernstes, sich verschlechterndes internationales Problem”. Bleibt zu hoffen, dass andere Täter nun etwas abgeschreckt werden und vor allem auch die Kunden, die auf solche Produkte zurückgreifen. Letztlich schadet man zwar auch den großen Unternehmen, aber am meisten leiden die kleinen Indie-Entwickler darunter, die auf das Geld angewiesen sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Trustpilot