Obwohl Nintendo weiterhin die zentrale Rolle bei der Entwicklung der The Legend of Zelda-Reihe einnimmt, erhält das Unternehmen inzwischen verstärkt Unterstützung durch Partnerstudios. Dazu zählt auch Monolith Soft, das bereits seit Jahren an der Serie mitarbeitet und bei Tears of the Kingdom stärker eingebunden war als je zuvor.
In einem neuen Interview gewährt Monolith Soft Einblicke in die Arbeit von drei Entwicklern, die an Links Abenteuer beteiligt waren, und beleuchtet verschiedene Aspekte der Entwicklung.
Tiefergehende Beteiligung an Kernsystemen
Laut Monolith Soft war das Studio bei Tears of the Kingdom unter anderem an grundlegenden Systemen beteiligt:
- Entwicklung zentraler Spielmechaniken wie physikalischer Gesetze und grafischer Darstellung
- Anpassung dieser Systeme zur Umsetzung des Gameplays
- Größeres Team als noch bei The Legend of Zelda: Breath of the Wild
Strukturierter Entwicklungsprozess
Während der Entwicklung setzte das Team auf regelmäßige Abstimmungen:
- Meetings mit allen Programmierern zu jedem Meilenstein
- Austausch über kleinere Unsicherheiten und unklare Situationen im Entwicklungsprozess
Herausforderungen bei Tulin
Ein konkretes Beispiel aus der Entwicklung betrifft den Charakter Tulin:
- Entwickler überlegten, ihn freier fliegen zu lassen, um ihn vogelähnlicher wirken zu lassen
- Dies hätte jedoch dazu geführt, dass er dem Spieler in kritischen Momenten nicht schnell genug helfen kann
- Eine Alternative, ihn dauerhaft an Link zu binden, wurde ebenfalls verworfen, da dies zu unnatürlichen, „robotischen“ Bewegungen geführt hätte
Gemeinsam mit Nintendo wurde daher ein ausgewogenes Verhalten entwickelt, das verschiedene Spielsituationen berücksichtigt, darunter:
- Höhlen und Dungeons
- Bosskämpfe
- Interaktionen mit anderen Weisen
Balance zwischen Freiheit und Führung
Auch beim „Ultra Ball Haul“-Minispiel arbeitete das Team daran, die richtige Balance zu finden:
- Möglichst große spielerische Freiheit für kreative Lösungen
- Gleichzeitig klare Leitplanken, um die Spielerfahrung zu strukturieren
Iterativer Entwicklungsansatz
Monolith Soft betont, dass sämtliche Elemente des Spiels durch wiederholtes Testen und Anpassen entstanden sind:
- Umfangreiche Trial-and-Error-Phasen
- Kontinuierliche Anpassungen, auch bei Bosskämpfen
Die neuen Einblicke zeigen, wie intensiv Monolith Soft an der Entwicklung von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom beteiligt war. Besonders die Arbeit an grundlegenden Systemen und die enge Abstimmung mit Nintendo verdeutlichen die wachsende Bedeutung externer Studios für die Weiterentwicklung der Zelda-Reihe.