Als Phoenix Wright: Ace Attorney erstmals im Westen erscheinen sollte, hatte Capcom offenbar wenig Vertrauen in den Erfolg der Visual-Novel-Reihe. Das verriet nun Steve Anderson, ein Lokalisierer, der an der englischen Umsetzung beteiligt war, im Gespräch mit Time Extension.
Demnach habe Capcom die Veröffentlichung eher als „throwaway game“, also als Wegwerf-Titel, betrachtet. Entsprechend zurückhaltend war auch die Erstauflage – die Stückzahl der produzierten Module und Discs wurde von Anfang an streng begrenzt.
Ich erinnere mich daran, dass Phoenix Wright mir als eine Art Wegwerf-Spiel beschrieben wurde, weil Capcom ziemlich sicher war, dass es im Westen nicht gut laufen würde. Sie haben für die erste Auflage nur eine begrenzte Menge produziert.
Steve Anderson
Trotz dieser Skepsis entwickelte sich die Serie über die Jahre zu einem Kult-Hit. Zwar konnte Ace Attorney nie mit den Verkaufszahlen von Capcoms Mega-Hits wie Monster Hunter mithalten, doch die Reihe baute sich eine treue Fangemeinde auf. Neben Phoenix Wright selbst erhielten auch andere Charaktere wie Miles Edgeworth und Ryunosuke Naruhodo eigene Abenteuer.
Heute gilt die Ace Attorney-Serie als ein wichtiger Teil von Capcoms Portfolio und ist besonders durch Neuauflagen und Collections auf modernen Plattformen weiterhin präsent.
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