Fire Emblem: Fortune’s Weave im Test für Nintendo Switch 2

Fire Emblem: Fortune’s Weave verspricht einen der ambitioniertesten Teile der Reihe zu sein. Ob das Spiel diesen Anspruch über die komplette Spielzeit halten kann, klären wir in dieser Review.

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Es ist fast genau ein Jahr her, seit Fire Emblem: Fortune’s Weave angekündigt worden ist. Gerade nach Fire Emblem Engage, das mir persönlich nicht ganz so sehr gefallen hat, habe ich mich nach einem neuen Titel verzehrt. Mit jeder neuen Info bin ich noch heißer auf den neuesten Ableger geworden. Deswegen lasst uns ohne weitere Umschweife mit der Review loslegen.

Fire Emblem: Fortune’s Weave stammt erneut von Intelligent Systems und erscheint am 17. September 2026 exklusiv für Nintendo Switch 2. Der Titel ist digital für 69,99 € sowie als physisches Modul für 79,99 € im Nintendo Store erhältlich. Die Altersfreigabe liegt bei USK 12.

Die Handlung beginnt im Jahr 1454, das Kaiserreich Dagda steht vor seiner Auslöschung durch die Armeen der Toten. Diese streifen durchs Land, seit der Dämonengott Balor wieder auferstanden ist. Wie es dazu gekommen ist, ist noch unklar, aber die Schicksalsgöttin Fortuna greift nun ein, um den Aufmarsch der Toten zu stoppen. Gemeinsam mit Überlebenden vom Volk des weißen Eies wird ein Körper für eine Seele erschaffen, die von der Schöpfungsgöttin Sothis persönlich ausgewählt worden ist. Dieser Körper wird der eures Charakters: Eshmel.

Nach Fertigstellung des Körpers brecht ihr nach Dagsion, die Hauptstadt von Dagda, auf. Hier befindet sich das Gewölbe der Obelisken, ein Ort, der sich außerhalb der Kausalität der Zeit befindet. In diesem Gewölbe stehen insgesamt vier Obelisken, die je einem der Flammenfürsten von Dagda gewidmet sind. Von hier aus könnt ihr fünf Jahre in die Vergangenheit reisen und jene Flammenfürsten beobachten und bei Bedarf in die Geschehnisse eingreifen, die ihnen während der Heroenspiele widerfahren.

Die Heroenspiele wurden vom göttlichen Souverän Solel ausgerufen, um Dagda den Großen zu ehren. Wer auch immer die Heroenspiele gewinnt, bekommt einen Wunsch erfüllt. Solch ein großer Preis sorgt natürlich dafür, dass allerlei Personen an den Spielen teilnehmen, die ganz eigene Motivationen haben.

  • Cai ist ein energetischer und tierlieber Junge mit reinem Herzen. Gemeinsam mit seinen Freunden Peter und Tialla nimmt er an den Heroenspielen teil, um zu verhindern, dass sein Vater für etwas hingerichtet wird, das in dessen Vergangenheit liegt.
  • Dietrich ist ein mächtiger Schwertkämpfer, der zum Vergnügen kämpft. Er stammt vom entfernten Kontinent Fódlan und ist als Schiffbrüchiger in Dagda gelandet, nachdem das Schiff, mit dem er unterwegs war, von einem Seeungeheuer versenkt worden ist. Durch die Teilnahme an den Heroenspielen möchte er zum einen seinen Hunger auf Kämpfe stillen, aber auch die Möglichkeit erhalten, sich erneut dem Seeungeheuer zu stellen.
  • Königin Theodora von Saramis kämpft für ihr Volk und dessen Geschichte. Die Saramiser ehren die Göttin Yu Phas, welche vom Rest von Dagda verachtet wird. Mit einem Sieg in den Heroenspielen möchte sie Gebiete in Dagda ihrem Königreich zuteilwerden lassen, auf denen sich der Tempel von Yu Phas befand.
  • Nachdem Ledas Vater, Vizekönig von Cydonia, bei einer Belagerung getötet worden ist, ist sie auf Rache aus. Ihr Ziel ist es, jene zu töten, die für das Massaker von Cydonia verantwortlich sind. Gewinnt sie die Heroenspiele, wünscht sie sich, den Mann zu töten, der ihren Vater umgebracht hat.

Die Geschichte von jedem dieser vier Pfade zu erzählen, würde den Rahmen dieser Review sprengen, deshalb hier die extrem zusammengekürzte Kurzfassung: Jeder der vier Charaktere schafft es, mit eurer Hilfe seine Ziele zu erreichen und bekommt einen Wunsch erfüllt. Obwohl sich gewisse Teile der Heroenspiele überschneiden, habe ich diese „Wiederholungen“ nicht als langweilig empfunden, da man nach dem Kampf meist einen anderen Blickwinkel auf die Schlacht erhält. Zwischen den Kämpfen der Heroenspiele gehen die Gruppen um die vier Helden unterschiedliche Wege, in denen sie ganz eigene Abenteuer erleben, an denen sie wachsen.

Fire Emblem: Fortune’s Weave unterstützt Joy-Con 2 Maus-Steuerung

Nachdem man einen der vier Obelisken abgeschlossen hat, taucht ein weiterer Obelisk auf, der die Geschichte erzählt, wie es zur Wiederauferstehung von Balor gekommen ist. Dreh- und Angelpunkt hierbei ist Königin Theodora, da dem Königreich von Saramis der Krieg erklärt worden ist. Kurz nach der Kriegserklärung lässt sie nach fähigen Krieger:innen suchen, um ihr beizustehen. An diesem Obelisken könnt ihr nur Helden auswählen, deren Geschichte ihr bereits abgeschlossen habt. Die gewählten Helden sind jedoch nur Stichwortgeber für Theodora und die anderen Charaktere, mit denen sie spricht, sodass es kaum eine Rolle spielt, mit welchem Charakter ihr beginnt. Sollten euch die Ereignisse aus diesem Krieg nicht interessieren, gibt es die Möglichkeit, diesen komplett zu überspringen. Allerdings erhalten eure Einheiten dann keine Erfahrungspunkte, wodurch sie in den darauf folgenden Abschnitten weniger nützlich sind.

Nachdem ihr erfahren habt, wie Balor wieder auferstanden ist, ist es an der Zeit, sich ihm entgegenzustellen. Wobei ihr aber auch direkt nach dem Prolog den letzten Abschnitt der Geschichte starten könntet, was die folgenden Kämpfe dann aber erheblich erschwert hätte. Nachdem ihr Dagda von den Untoten befreit habt, macht ihr die Hauptstadt des Kaiserreiches zu eurer Basis und nach und nach kehren immer mehr Menschen hierher zurück. Einheiten, die ihr in den bisherigen Pfaden rekrutiert habt, stehen euch jetzt erneut zur Rekrutierung zur Verfügung. Nach diesem Zeitsprung haben sich die meisten Charaktere optisch sehr verändert. Hat sich ein Charakter in mehreren Handlungssträngen angeschlossen, könnt ihr auswählen, welche Version des Charakters sich euch anschließen soll.

Mit der Rückkehr des Dämonengottes sind auch neun Dämonentore in Dagda aufgetaucht, aus denen immer wieder Untote strömen, um die Lebenden zu töten. Nach und nach manifestieren sich diese Tore, sodass ihr diese zerstören könnt. Jedoch nicht, ohne vorher den Torwächter besiegt zu haben. In den Schlachten um diese Tore werdet ihr immer wieder auf Charaktere treffen, die ihr bisher nur aus Erzählungen von Dagdas Vergangenheit kennt oder Figuren, denen ihr im bisherigen Verlauf der Geschichte begegnet seid.

Da zum Teil mehrere Tore gleichzeitig aktiv werden, müsst ihr eure Armee aufteilen. Bis zu fünf Gruppen mit bis zu acht Einheiten könnt ihr über die Weltkarte schicken, um Untote zu bekämpfen oder die Tore zu zerstören. Kommt es zu einem Kampf, wird sich Eshmel jedes Mal zur entsprechenden Gruppe teleportieren, um dieser im Kampf beizustehen. Stehen Gruppen nah beieinander, können diese auch gemeinsam an den Kämpfen teilnehmen.

Im dritten und letzten Abschnitt des Spiels gibt es eher wenig Storyinhalte, die erzählt werden. Wie schon im zweiten Teil sind die Flammenfürsten zu Nebencharakteren verkommen. Besonders unter dem Aspekt, dass diese zuvor als notwendig für den Sieg gegen Balor bezeichnet wurden, kann ich das nicht so ganz verstehen. Unterm Strich waren die Flammenfürsten nur Mittel zum Zweck, eine größere Armee fürs Finale aufzustellen.

Mit dem Finale bin ich äußerst unzufrieden und ich hoffe, dass ich einfach nur an irgendeiner Stelle eine „falsche“ Entscheidung getroffen habe. Es gibt auch einige andere Charaktere, die vor dem Zeitsprung nicht gerade unbedeutend waren, danach jedoch kaum oder keine Relevanz mehr haben. Im Verlauf der Geschichte gab es auch immer wieder Hinweise auf die Vergangenheit der Spielwelt, die auf der einen Seite Fragen aus Three Houses beantwortet, aber einige weitere offen gelassen haben.

Die Flammenfürsten und ihre Spezialitäten

Jeder der vier Flammenfürsten hat seine ganz eigenen Spezialitäten, wobei Leda meiner Meinung nach das kleinste Stück vom Kuchen abbekommen hat:

Aufgrund ihrer Ausbildung kann Leda in den Städten Dagdas auftreten, um im Gasthaus von Dagsion besondere Getränke bestellen zu können, die in Kämpfen verwendet werden können. Außerdem erhält sie nach einer bestimmten Zahl an Auftritten Zugang zur Tänzerklasse und kann ihre Brandtechniken verstärken, um Verbündete in Kämpfen besser zu unterstützen. Setzt Leda eine Brandtechnik ein, spielt sie auf ihrer Vihuela, ein gitarrenähnliches Zupfinstrument, um Verbündete für eine Runde zu stärken.

Cai kann auf der Weltkarte Felder bestellen, um den Vorrat an Gemüse und Früchten zu erhöhen. Diese Vorratsobjekte kann man zum Handeln mit einer Handelsgesellschaft, zum Kochen oder Zähmen von Tieren verwenden. Eine weitere Spezialität von Cai ist es, dass er auf der Weltkarte Tiere zähmen kann. Hierzu muss man einen Köder auslegen und ein paar Züge abwarten. Taucht ein Tier auf, wird es garantiert gezähmt. Gezähmte Tiere können berittenen Einheiten wie Kavalieren oder Pegasusreitern zugewiesen werden. Wurde einer Einheit ein Tier zugewiesen, kann man diesem einen Namen geben und die Beziehung zwischen Tier und Reiter steigern. Mit den Brandtechniken von Cai kann man mehreren gegnerischen Einheiten auf dem Feld gleichzeitig Schaden zufügen.

Besucht Theodora eine Ortschaft auf der Weltkarte, kann sie Bataillone rekrutieren, die man Einheiten zuweisen kann, die nicht beritten sind. Bataillone können aber auch auf einigen Feldern der Weltkarte zurückgelassen werden, damit diese Ressourcen sammeln. Später ist es sogar möglich, Motivationsreden zu halten, um die Chancen auf bessere Bataillone zu erhöhen. Nicht mehr benötigte Bataillone können außerdem weggeschickt werden, um Handbücher zu erhalten, die den Autoritätswert eines Charakters steigern können. Mit ihren Brandtechniken kann Theodora Felsen über das Schlachtfeld werfen, um auch weit entfernte Einheiten anzugreifen.

Mit seinem Schwert Antworter, einem Heroenrelikt Fódlans, kann Dietrich Gegner auf der Weltkarte hervorlocken, um diese herauszufordern. Besiegt man Gegner, die so aufgetaucht sind, erhält man magische Echosplitter. Mit diesen Splittern kann man seine Kampftechniken verstärken oder sogar spezielle Kampftechniken lernen. Diese speziellen Techniken muss Dietrich sich aber erst von besonderen Gegnern verdienen, die in Verliesen auf ihn warten, bis er sie herausfordert. Mit seinen Brandtechniken kann sich Dietrich über das Schlachtfeld teleportieren und direkt im Anschluss angreifen.

Die weltkartenspezifischen Spezialitäten der einzelnen Helden und ggf. daraus resultierenden Vorteile stehen zunächst nur dem entsprechenden Helden zur Verfügung. So kann man zum Beispiel nur von Cai rekrutierten Charakteren ein Reittier zuweisen – berittene Einheiten haben ansonsten nur ein gewöhnliches Tier, zu dem keine Bindung aufgebaut werden kann. Erst im letzten Abschnitt können alle Charaktere auf die Boni durch die anderen Helden zugreifen.

Schnellkämpfe und Weltkarte

Auf der Weltkarte befinden sich einige Verliese, in denen man Gegner nicht mit dem klassischen Kampfsystem bekämpft, sondern in sogenannten Schnellkämpfen. In diesen Begegnungen stellen sich fünf eurer Einheiten einer Gegnergruppe in einem rundenbasierten Kampf. In jeder Runde greift aber immer nur eine eurer Einheiten und eine des Gegners an. Zumindest solange die Beziehungsstufe eurer Truppen gering ist. Ist die Stufe hoch genug, können zwei Einheiten mit einem Verbindungsangriff gemeinsam angreifen. Verbindungsangriffe kosten jedoch Verbindungspunkte, von denen ihr nur 100 pro Verlies habt.

Zwischen den Hauptquests habt ihr in der Regel einige Tage Zeit. Hierbei ist es euch überlassen, ob ihr die Weltkarte aufdeckt oder euch komplett eurem Training widmet. Wichtig ist, dass ihr innerhalb des zeitlichen Limits mindestens einmal an dem Ort wart, an dem die Hauptquest stattfindet. Schafft ihr es innerhalb des Zeitlimits nicht zum Zielort, heißt es Game Over und ihr müsst im blödesten Fall das Kapitel von vorn beginnen. Die Zeit, die euch hierfür zur Verfügung steht, wird in Zügen angegeben. Vier Züge sind ein Tag. Zumindest für mich war es nie ein Problem, rechtzeitig am Ziel angekommen zu sein. Im Gegenteil, teilweise wusste ich nichts mehr mit meiner freien Zeit anzufangen und habe die Zeit mit automatischem Training totgeschlagen.

Einmal pro Woche könnt ihr in den Tempeln der Götter von Dagdas Pantheon Dienst leisten, um euch den Segen der entsprechenden Gottheit zu sichern. Jeder Gott bietet seine eigenen Vorteile und je häufiger ihr in den Tempeln Dienst leistet, desto höher steigt auch die Stufe und es kommen weitere Boni dazu. Neben Fortunas Segen, mit dem ihr in Kämpfen die Zeit zurückdrehen könnt, könnt ihr den Segen von bis zu drei weiteren Göttern „mitnehmen“. Auf dem normalen Schwierigkeitsgrad ist das Zurückspulen der Zeit kostenlos, während ihr für den Segen eines anderen Gottes mit göttlichem Sand bezahlen müsst. Göttlicher Sand ist eine begrenzte Ressource, die nur vor und nach Hauptquests aufgefüllt wird.

Kampfsystem

Am grundlegenden Kampfsystem des Franchises hat sich nicht viel geändert. Soweit mir das aufgefallen ist, ist das bekannte Waffendreieck weiterhin vorhanden. Allerdings nur in abgeschwächter Form, sodass die Auswirkungen hiervon nicht mehr ganz so gravierend wie bisher ausfallen. Reguläre Angriffe mit euren Waffen nutzen diese nicht mehr ab. Durch Kampftechniken können sich eure Waffen aber trotzdem abnutzen und kaputt gehen. Eine kaputte Waffe kann zwar noch im Kampf eingesetzt werden, hat dann jedoch deutlich schlechtere Werte. Wenn ihr keinen Dauerauftrag beim Schmied haben wollt, solltet ihr euch also vielleicht nicht zu sehr auf die Kampftechniken verlassen. Zusätzlich zum Schwierigkeitsgrad könnt ihr auch wählen, ob ihr eine besiegte Einheit dauerhaft oder nur bis zum Ende einer laufenden Schlacht verliert.

Beziehungen und Rekrutierung

In der Zeit der Heroenspiele könnt ihr zu anderen Einheiten eine Beziehung aufbauen, um diese irgendwann rekrutieren zu können. Die Beziehungsstufe könnt ihr steigern, indem ihr den Charakteren Geschenke macht, zum Essen einlädt oder gemeinsam das Theater besucht. Während es noch vergleichsweise schnell geht, die Beziehung auf Stufe zwei zu bringen, zieht es sich unglaublich in die Länge, bis man Stufe drei erreicht hat, die in den meisten Fällen für die Rekrutierung benötigt wird. Neben der Beziehungsstufe wird auch eine bestimmte Reputationsstufe gefordert, die ihr durch das Voranschreiten in der Geschichte oder Nebenaufgaben steigern könnt.

Es ist leider nicht möglich, jede Einheit in euer Team zu holen. So sind beispielsweise Bonaventure und Tobias ausschließlich Theodora vorbehalten. Charaktere wie Talimun, Orchel oder Anatolia sind so speziell, dass sie sich erst im letzten Teil des Spiels anschließen werden, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt worden sind.

New-Game-Plus und Wiederspielbarkeit

Aktuell bietet das Spiel nur einen einzigen Spielstand und es gibt kein New-Game-Plus. Im Gewölbe der Obelisken kann man zwar die Geschichte der Charaktere von neuem erleben, jedoch gibt es hier und da ein paar Faktoren, die mir nicht gefallen: Die Segensstufe, die ihr bei den Göttern durch den Dienst im Tempel erlangt habt, wird auf die Durchläufe der anderen Obelisken übertragen.

Wenn ihr also mit der Geschichte von Leda beginnt, abschließt und dann die Geschichte von Cai startet, kann Cai schon auf den Fortschritt von Leda zurückgreifen. Mehr als zwei Helden sollte man eigentlich nicht brauchen, um die Segensstufe zu maximieren. Wenn ihr dann aber beispielsweise die Geschichte von Leda von vorne beginnt oder einen Fehler in Kapitel 5 neu startet, dann wird der Fortschritt beim gesammelten Segen auf den Wert zurückgesetzt, den Leda in ihrem Durchlauf im entsprechenden Kapitel hatte.

Die Beziehungsstufen wiederum werden dauerhaft unabhängig vom Charakter oder Kapitel festgehalten, sodass ihr die Beziehungsstufe steigern könntet, indem ihr ein Kapitel immer wieder neu startet und Items verschenkt, bis die Stufe hoch genug ist. Konsequent fühlt sich das nicht an, auch wenn die Beziehungen aufgrund der Unterstützungsgespräche vermutlich spielintern anders festgehalten werden müssen.

Grafik und Sound

Grundsätzlich ist Fortune’s Weave ein optisch ansprechender Titel. Man kann aber erkennen, dass die Entwicklung möglicherweise als Switch-Spiel begonnen haben könnte. Hier und da sind ein paar Texturen etwas matschig, aber im Großen und Ganzen kann ich mich nicht beklagen. Es sieht zumindest besser aus als das neun Jahre alte Three Houses. Auch der generelle Artstyle spricht mich eher an als der von Fire Emblem Engage.

Der Soundtrack des Spiels ist einfach umwerfend. In der Nintendo Music App gibt es eine Vorschau mit einer Auswahl an Musikstücken. Mein Favorit ist „A Life of Glory“, welches offensichtlich von „Together, We Ride!“ aus Fire Emblem: The Blazing Blade inspiriert ist.

Fazit

Von den knapp 170 Spielstunden, die ich mir allen Facetten von Fire Emblem: Fortune’s Weave verbracht habe, habe ich jede einzelne genossen. Die vielen Male, in denen ich geschimpft habe, dass meine Gegner mit einer 10-%-Chance treffen, während ich mit 99 % daneben haue, gehören bei Fire Emblem einfach dazu. Der Teil während der Heroenspiele war in meinen Augen der stärkste Abschnitt. Danach hat die Qualität der Geschichte meiner Meinung nach stark abgenommen.

Und trotzdem habe ich Lust, noch viel mehr über die Vergangenheit der Welt von Fortune’s Weave zu erfahren. Über das Fehlen eines NG+ und den einen Spielstand, den man zur Verfügung hat, kann ich hinwegsehen. Aufmerksame Fans haben schon bemerkt, dass es im eShop einen Hinweis auf In-Game-Käufe gibt, während noch nichts dergleichen angekündigt wurde. Wir dürfen also gespannt sein, was die Zukunft von Fortune’s Weave bereithält.

95/100
Total Score

Pro

  • Spannender Storyauftakt
  • Interessante Charaktere
  • Taktischer Tiefgang durch Brandtechniken
  • Packende Details zur Lore

Contra

  • Schwaches Ende der Story
  • Leichte grafische Schwächen
  • Nur ein Spielstand
  • Kein NG+
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