Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park im Test

Das beste 2D-Mario aller Zeiten? Jetzt mit 4K-Upgrade und neuen Inhalten auf Nintendo Switch 2.

Ist Super Mario Bros. Wonder das beste 2D-Mario aller Zeiten – oder muss es sich hinter Klassikern wie Super Mario Bros. 3 und Super Mario World einreihen? Mit der neuen Switch-2-Edition inklusive „Gemeinsam im Bellabel-Park“-Erweiterung gehen wir dieser Frage erneut auf den Grund.

TL;DR:

Super Mario Bros. Wonder bleibt für mich eines der besten 2D-Marios. Die Nintendo Switch 2 Edition liefert ein schönes Upgrade auf 4K und neue Inhalte, die vor allem im Multiplayer Spaß machen – aber nicht zwingend benötigt sind.

  • Neue Spielinhalte: Minispiele, Herausforderungen, Items zum Sammeln und Bosskämpfe
  • Neuer spielbarer Charakter: Rosalina
  • Kooperative Mehrspieler-Spiele mit Assistent-Luma
  • Verbesserte Auflösung von bis zu 4K im TV-Modus
  • GameShare-Unterstützung
  • Maus-Modus-Unterstützung im Mehrspieler-Ko-op

Der nachfolgende Text basiert auf unserem ursprünglichen Test aus dem Jahr 2023, wurde jedoch um die Inhalte der Nintendo Switch 2 Edition samt Erweiterung ergänzt.

Wundervolles Beiwerk

Mario-Spiele und Story. <stille – zirpen> Ja, die haben meist nicht mal einen ganzen Bierdeckel mit Schriftgröße 6 gefüllt. Aber hier die Fassung in Schriftgröße 10:

Die Held:innen des Pilzkönigreichs, namentlich Mario, Luigi, Peach sowie Toadette, ein blauer und ein gelber Toad, sind vom Blumenkönigreich eingeladen worden. Prinz Florian hat geladen, um eine Feier abzuhalten.

Aber auch Daisy, vier unterschiedlich gefärbte Yoshis und Mopsie sind anwesend! Sprechen wir kurz über den Elefanten im Raum. Ganz neu in Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park dabei: Rosalina und Assistent-Luma.

Die Wächterin der Sternwarte des Kometen ist im Blumenkönigreich angekommen! Nun könnt ihr auch in ihre Rolle schlüpfen, um Schloss-Bowser zu besiegen, den Koopalingen hinterherzujagen oder euch mit den Attraktionen und Herausforderungen des Bellabel-Parks zu vergnügen. Ein weiterer Spieler kann sich euch als Assistent-Luma anschließen.

Fliege mithilfe von Knopfsteuerung oder im Maus-Modus umher, um Münzen zu sammeln und Gegner zu besiegen, ohne Schaden zu nehmen.

Mario und seine Freunde wurden also von Prinz Florian ins Blumenkönigreich eingeladen, doch Bowser – der König der Koopas – hatte andere Pläne. Diesmal wird nicht Prinzessin Peach entführt. Stattdessen berührt er kurzerhand eine Wunderblume und verschmilzt anschließend mit dem Schloss von Prinz Florian. Dabei hatte dieser es doch eben erst noch feucht durchgewischt, um seinem Besuch ein sauberes Schloss zu präsentieren – ärgerlich.

Nun will Schloss-Bowser noch mehr Macht, und seine Truppen übernehmen das Blumenkönigreich. Dabei werden die Häuser der Bewohner, in denen sogenannte Wundersamen bewacht werden, in kleine Gefängnisse umgebaut. Natürlich lassen sich die Besucher aus dem Pilzkönigreich nicht lange bitten und stehen Prinz Florian zur Seite, um sein Königreich zurückzuerobern.

Wunderschönes Spielerlebnis

Stilsicher, erfrischend anders und doch liebevoll animiert – das fasst so ziemlich alles zusammen, was man oberflächlich über Super Mario Bros. Wonder sagen kann.

Viele verspielte Animationen zaubern ein Lächeln auf die Lippen.

Es sind die kleinen Details, die im Eifer des Gefechts nicht sofort ins Auge springen und oft erst auffallen, wenn man jemand anderem über die Schulter schaut. Ganz liebevoll ist es, wenn Mario in eine Röhre huscht und noch einmal nach seiner verloren gegangenen Mütze greift. Oder pausbäckige Elefanten, die über den Boden robben. Selbst die Koopas scheinen Spaß zu haben, wenn sie beim Zusammenstoß beinahe freundschaftlich ihre Panzer aneinanderstoßen. Nintendo hat hier sichtbar mehr Aufwand in die Animationen gesteckt – und das sieht man vom Beginn des Abenteuers bis zum Abspann.

Die Bewegungen aller Figuren und Objekte sind „on point“. Man gibt selten bis nie dem Spiel die Schuld, wenn etwas nicht funktioniert. Dabei ist Super Mario Bros. Wonder anfangs nie wirklich schwer, sondern verzeiht auch den einen oder anderen Fehler. Spielen wir online zusammen mit dem Rest der Welt, helfen wir mit Aufstellern anderen Spieler:innen, schwierigere Stellen zu meistern oder Hinweise zu versteckten Geheimnissen zu geben.

Prinzipiell sind diese Aufsteller dafür gedacht, euch vor dem Verlust eines Lebens zu bewahren, wenn ihr mal den Bildschirmtod erleidet und für wenige Sekunden als Geist umherschwirrt. Durch Berührung mit einem Aufsteller oder anderen Spieler:innen kehrt ihr ins Level zurück. Gleichzeitig lassen sich damit Fundorte von Münzen markieren – ein simples, aber effektives System.

Neben dem Pilz und der Feuerblume gibt es einige neue Power-ups, etwa die Pusteblume. Damit lassen sich Blasen erzeugen, die Gegner besiegen und gleichzeitig als Plattform dienen können. Der Bohrerpilz erlaubt es euch, durch Boden und Decke zu reisen und so neue Wege zu entdecken.

Und dann wäre da noch die Elefantenfrucht im Raum, die eure Spielfigur in ein großes Rüsseltier verwandelt. Trotz der zusätzlichen Masse bleibt ihr erstaunlich beweglich, könnt größere Lücken überbrücken und Gegner mit dem Rüssel aus dem Weg räumen. Außerdem lässt sich Wasser speichern, das ihr gezielt einsetzen könnt – etwa, um trockene Pflanzen zum Blühen zu bringen oder Gegner nass zu machen.

Wichtig: Nicht alle Charaktere profitieren von diesen Fähigkeiten. Die Yoshis und Mopsie nehmen keinen klassischen Schaden durch Gegnerkontakt, was sie besonders einsteigerfreundlich macht. Dafür können sie weiterhin in Lava oder Abgründen das Zeitliche segnen. Yoshi behält zudem seine bekannten Fähigkeiten wie den Flattersprung oder das Verschlucken von Gegnern.

Man hätte optional überlegen können, allen Charakteren einen solchen Einsteiger-Modus zu geben – gerade für jüngere Mitspieler:innen. Auf der anderen Seite stellt sich dann natürlich die Frage: Wie hätte wohl ein Elefanten-Yoshi ausgesehen? ICH WILL ES WISSEN!

Wunderbar bekloppt

Prinz Florian ist übrigens stets an eurer Seite und verleiht euch über Abzeichen zusätzliche Fähigkeiten. Diese reichen von verbesserten Sprüngen bis hin zu komplett neuen Bewegungsoptionen. Allerdings kann immer nur ein Abzeichen gleichzeitig ausgerüstet werden, was für kleine taktische Entscheidungen sorgt.

In jedem Level gibt es mindestens einen Wundersamen, die zum Freischalten weiterer Bereiche benötigt werden. Oft lassen sich zusätzliche Samen durch versteckte Wege oder besondere Ereignisse verdienen. Sobald jedoch eine Wunderblume ins Spiel kommt, wird es… sagen wir: ungewöhnlich.

Level verändern sich plötzlich komplett, Röhren beginnen zu wandern, Gegnerverhalten wird auf den Kopf gestellt und Mario findet sich mitunter in völlig absurden Situationen wieder. Und ganz ehrlich: Den noch viel verrückteren Kram wollen wir euch gar nicht vorab verraten – aber es wird wild.

Koop, Online und Klangkulisse

Bis zu vier Spieler:innen können sich lokal ins Abenteuer stürzen. Anders als in früheren Teilen gibt es keine Kollisionsabfrage mehr – niemand wird also mehr aus Versehen (oder absichtlich) aus dem Bild geschubst. Dennoch bleibt Teamwork entscheidend, da sich die Kamera weiterhin an Spieler 1 orientiert.

Auch online funktioniert das Zusammenspiel überraschend gut. Andere Spieler:innen erscheinen als Schatten im Level, mit denen ihr über Emotes und Aufsteller interagieren könnt. Stirbt man, bleibt noch ein kurzer Moment, um sich durch Kontakt mit anderen wiederzubeleben.

Akustisch überzeugt das Spiel ebenfalls. Die bekannten Ohrwürmer sind wieder mit dabei, ergänzt durch charmante Sprachausgabe. Besonders die sprechenden Blumen im Blumenkönigreich sorgen für humorvolle Kommentare. Wer möchte, kann sie stumm schalten – verpasst dann jedoch einen Teil des Charmes.

Auch die neue Stimme von Mario und Luigi, gesprochen von Kevin Afghani, fügt sich gut ein. Gerade Luigi wirkt nahezu nahtlos, während Mario noch etwas Zeit braucht, um sich vollständig zu etablieren.

Wunderbares Gesamtpaket

Ist Super Mario Bros. Wonder nun das beste 2D-Mario aller Zeiten? Natürlich würde man gerne sagen: Ja. Aber am Ende muss das jeder für sich selbst entscheiden. Selbst innerhalb der Redaktion wird gerne darüber diskutiert, ob Super Mario Bros. 3 oder Super Mario World die Nase vorn hat.

Dennoch gilt: Sowohl langjährige Fans als auch Neueinsteiger werden hier auf ihre Kosten kommen.

Die wunderschön animierten Figuren, die kreativen Ideen und die abwechslungsreichen Level sorgen für viele Stunden Spielspaß.

Wundervolles 4K

Man kann darüber streiten, ob man es braucht – aber das 4K-Upgrade der Nintendo Switch 2 Edition macht durchaus etwas her. Gerade im Hintergrund fallen kleine Details stärker auf, etwa wenn Rosalina ihr Raumschiff kurzerhand irgendwo abstellt, wo eigentlich Parkverbot herrscht.

Subtiler wirkt der Handheld-Modus, der nun 1080p unterstützt. Allerdings sah das Spiel dank seines Artstyles schon auf der ursprünglichen Nintendo Switch hervorragend aus – das Upgrade ist eher Feinschliff als Revolution.

Wundervolle Koopalinge

Ähnlich wie bei Kirby und das vergessene Land in seiner erweiterten Fassung bietet auch die Switch-2-Version von Super Mario Bros. Wonder eine zusätzliche Nebenhandlung. In jeder großen Welt wartet ein neuer Level, in dem der Toad-Trupp versucht, die Koopalinge zur Rückgabe der gestohlenen Bellabel-Blumen zu bewegen.

Dabei nutzen die Koopalinge Bowsers Wunderkraft und sorgen für kreative Bosskämpfe – auch wenn einige davon etwas zu einfach ausfallen. Besonders der Kampf gegen Larry Koopa bleibt positiv im Gedächtnis.

Morton-Marionette

Die neuen Level bringen außerdem den Superblumentopf ins Spiel, mit dem sich – ähnlich wie bei der Elefantenform – Wasser speichern und nach oben einsetzen lässt. Zusätzlich stoßen Rosalina und ein spielbarer Luma zur Besetzung. Letzterer ist allerdings klar auf den Koop-Modus ausgelegt und kann nur im Mehrspieler eingesetzt werden, wo er sich frei durch die Level bewegt und sogar über die Maussteuerung der Switch 2 kontrolliert werden kann.

Wie Mopsie ist Luma unverwundbar und damit ideal für weniger erfahrene Spieler:innen.

Einziger Wermutstropfen: Die neuen Level sind insgesamt recht kurz und für erfahrene Spieler:innen selten wirklich herausfordernd.

Wundervoller Bellabel-Park

Der Bellabel-Park dient vor allem als Spielwiese für den Multiplayer. Verschiedene Minispiele und Modi sorgen für kurzweilige Unterhaltung – egal ob kooperativ oder gegeneinander.

Ob man sich nun Bob-ombs im Stil von „Heiße Kartoffel“ zuwirft oder in einer Phanto-Jagd gegeneinander antritt: Für kurze wie längere Sessions ist genug Abwechslung geboten. Auch die Attraktionen-Tour, die mehrere zufällige Spiele hintereinander auswählt, erinnert an bekannte Strukturen aus Mario Kart und nimmt einem die Qual der Wahl ab.

Schade ist jedoch, dass es keine offene Online-Lobby gibt. Stattdessen müssen sich Spieler:innen gezielt in selbst erstellten Räumen verbinden, um gemeinsam im Bellabel-Park zu spielen.

Wundervolles Update?

Auch wenn die neuen Inhalte Spaß machen und die Koopaling-Kämpfe überzeugen, bleibt die Frage, ob sich das rund 20 Euro teure Upgrade lohnt.

Das 4K-Update sorgt definitiv dafür, dass man alte Level gerne noch einmal besucht – selbst jene, die man zuvor verflucht hat. ICH MEINE DICH, „Wölkchen-Spezial: Nächtliche Rhythmen“!

Wer regelmäßig im Multiplayer unterwegs ist, wird aus dem Paket mehr herausholen. Wer Super Mario Bros. Wonder noch nicht besitzt und eine Nintendo Switch 2 sein Eigen nennt, macht mit dem Gesamtpaket definitiv nichts falsch.

Wundersame Spaßgranate

Super Mario Bros. Wonder – Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park
98 100 0 1
Spieler:innen, die eine Herausforderung suchen, kommen auch auf ihre Kosten. Entweder durch Abzeichen, die das Spiel herausfordernder machen oder sobald der Schwierigkeitsgrad im späteren Verlauf kräftig anzieht. Letzteres fühlt sich aber dann doch etwas wie eine Wand an. Während man eben noch im ersten Versuch durch ein vier Sterne Level geflitzt ist, verbraucht man gerne in einem fünf Sterne Level alleine 20 Leben um zum Checkpoint zu kommen. Und da gibt es auch Level, wo absichtlich keine Aufsteller von Spieler:innen aufgestellt werden können, selbst wenn sie es wollten.
Spieler:innen, die eine Herausforderung suchen, kommen auch auf ihre Kosten. Entweder durch Abzeichen, die das Spiel herausfordernder machen oder sobald der Schwierigkeitsgrad im späteren Verlauf kräftig anzieht. Letzteres fühlt sich aber dann doch etwas wie eine Wand an. Während man eben noch im ersten Versuch durch ein vier Sterne Level geflitzt ist, verbraucht man gerne in einem fünf Sterne Level alleine 20 Leben um zum Checkpoint zu kommen. Und da gibt es auch Level, wo absichtlich keine Aufsteller von Spieler:innen aufgestellt werden können, selbst wenn sie es wollten.
98/100
Total Score

Pro

  • Zuckersüße Animationen
  • Einzigartige Wunderblumeneffekte in jedem Level...
  • Kompromissloser Jump'n'Run-Spaß
  • Gute und nahtlose Online-Funktionen
  • Sprachausgabe (die Plauderblumen)
  • Auf Nintendo Switch 2 jetzt noch hübscher
  • Die neuen Inhalte fügen sich gut in das Gesamtkonzept ein!

Contra

  • Wird erst spät wirklich schwer, aber dann richtig (Abzeichen können Abhilfe schaffen)
  • ...die sich in wenigen wiederholen (und dennoch einen eigenen Twist haben)
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