Lumo 2 erschien am 17. Oktober im Nintendo eShop und ist der Nachfolger des 2016 erschienenen Lumo, welches damals bereits die Arcade-Zeit der 80er-Jahre als Thema hatte. Wer Lumo bereits genossen hat, der sollte sein Augenmerk auf Lumo 2 richten. Denn auch diesmal wieder ist die Hommage an die 80er- und 90er-Spiele gut umgesetzt worden.
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Erlebe ein brandneues Abenteuer mit wechselnden Dimensionen und neuen Perspektiven sowie Gameplay, das nie aufhört sich zu entwickeln.

Wer ein modernes Abenteuer-Spiel erwartet, der wird hier enttäuscht. Uns erwartet ein Spiel mit Anlehnung an alte Commodore-Spiele wie zum Beispiel, aber nicht nur, Dennis Caswells’ Impossible Mission aus 1984.
Das Gameplay fühlt sich rauer an, als von modernen Spielen gewohnt, während wir uns in Gestalt einer Person mit Stab und Hut Raum um Raum voranrätseln.
Wir bewegen uns durch verschiedene Welten mit verbundenen Räumen, während wir Gegenstände sammeln müssen, um im Spiel vorankommen zu können.
Das Sammeln von Kassetten ist bereits je nach Rätsel herausfordernd. Wenn man jedoch die Enten zusätzlich noch sammeln will, dann muss man die Steuerung schon gemeistert haben. Hier kann man schnell vor eine Wand laufen. Das ist jedoch ebenfalls typisch für Retro-Spiele, ebenso wie die Steuerung, welche nicht so rund läuft wie neue Abenteuer- oder Rollenspiele für die Switch.
Auch wenn wir einige Punkte im Spiel, welche für viele negativ klingen, relativieren, müssen wir hier auch sagen: Aufgrund der sehr nahen und genauen Hommage an die alten Spiele kann es sein, dass Spieler frustriert werden können während des Spielens. Dies liegt daran, dass nicht nur die Steuerung sich hakelig anfühlt – auch, wie von alten Spielen gewohnt, ist die Kamera nicht immer dein Freund. Man kann nicht immer erkennen, wo man hinspringt, geschweige denn landet, was dazu führt, dass man öfter als gewollt in den Abgrund springt und dann kurz vor Ende wieder zum Anfang des Raumes zurückteleportiert wird.

Hier benötigt man ein gewisses Maß an Frustrationstoleranz und Geduld. Vieles ist Trial-and-Error, aber hat man ein Rätsel oder einen Raum erst einmal gelöst, ist die Freude umso größer.
Auch Backtracking gibt es in dem Spiel. Im Laufe des Spielverlaufs erarbeitet man sich weitere Fähigkeiten, durch welche man dann weitere Rätsel in den Räumen lösen kann beziehungsweise manchmal Neues entdecken kann.
Das Spiel nimmt einen nicht an die Hand – man muss, ganz wie man es aus den alten Spielen der 80er- und 90er-Jahre kennt, alles selbst herausfinden.
Der kleine Haken an dem Spiel ist die grafische Darstellung. Bewegungen sind oftmals blurry, gerade in den farbigeren Levels. Durch den eingesetzten Patch wurde dies bereits reduziert, jedoch ist es noch nicht komplett weg. Dies kann manchmal etwas irritieren, je nachdem, wo man den Fokus beim Spielen in dem Moment hat.
In Lumo 2 gibt es viel zu erkunden:
- 100 Räume, mit Plattform-Herausforderungen und Rätseln
- Drei Mini-Spiele, die gemeistert werden müssen
- 25 Kassetten zum Sammeln
- 20 Enten zum Sammeln, für die man die Steuerung meistern muss
Kleiner Disclaimer vor dem Fazit: Ich bin zwar ein Kind der 80er, jedoch hatte ich keinerlei Berührungspunkte zu den Spielen, welche für die Hommage in Lumo 2 genutzt wurden. Daher könnten mir interessante Anspielungen an die britischen Retro-Spiele nicht aufgefallen sein.
Nichtsdestotrotz hat es mir viel Freude bereitet, ein Spiel zu spielen, welches mich nicht an die Hand nimmt und in welchem man sich seine Erfolge noch selbst erspielen muss.

Eine gelungene Hommage an die Spiele der 80er und 90er Jahre.
Lumo 2Pro
- Sammelgegenstände bieten eine zusätzliche Herausforderung
- Visueller Stil, wie auch die Musik, ist passend
- Stimmige und gut ausgebaute Steuerung
- Abwechslungsreiche Level
Contra
- Grafik ist manchmal etwas verschwommen
- Die Kameraführung kann etwas frustrieren
- Steuerung teils hakelig, wodurch man öfter stirbt, als einem lieb ist
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