K-pop Idol Stories: Road to Debut im Test für Nintendo Switch

Wie golden ist der neue Idol-Manager?

Management-Spiele rund um Idol-Gruppen sind kein neues Genre. Mit Idol Manager erschien bereits 2022 ein entsprechender Vertreter. Seit dem 16. Juli 2026 ist K-pop Idol Stories: Road to Debut erhältlich und wagt sich damit für Publisher PQube an den derzeit nach wie vor boomenden K-Pop-Markt – entwickelt wurde der Titel von Wisageni Studio, einem kleineren Entwicklerteam, das mit diesem Spiel seinen ersten Schritt in die Welt der Management-Spiele wagt. Zuvor konzentrierte sich das Studio hauptsächlich auf Mobile- und interaktive Story-Spiele.

In K-pop Idol Stories: Road to Debut übernehmen wir die Rolle eines Managers, der seinen vorherigen Job verloren hat. Glücklicherweise erhalten wir schon kurz darauf eine neue Anstellung beim renommierten Unternehmen WG Entertainment, wo wir den Aufbau einer neuen K-Pop-Idol-Gruppe begleiten.

Unsere Aufgabe besteht darin, eine neue K-Pop-Idol-Gruppe aufzubauen und zum Erfolg zu führen. Dafür wählen wir aus 8 zukünftigen Stars unsere Talente aus, planen ihre Trainings, organisieren ihren Tagesablauf und kümmern uns um ihre Bedürfnisse. Gleichzeitig fungieren wir als Ansprechpartner für persönliche Probleme und müssen je nach Situation auch Krisenmanagement betreiben. Im Laufe der Geschichte tritt unsere Gruppe in Kämpfen im RPG-Stil gegen ein konkurrierendes Idol-Team an. An diesem Wettbewerb misst das Spiel letztlich unseren Erfolg.

Die Hauptgeschichte fällt zwar eher oberflächlich aus, wird aber durch zahlreiche charakterbezogene Handlungsstränge erweitert. Nach und nach schalten wir neue Ereignisse und Geschichten frei, die den Figuren mehr Persönlichkeit verleihen. Dabei geht es sowohl um private Probleme unserer Idols als auch um Altlasten aus der Vergangenheit unseres Managers, die ihn in seinem neuen Job wieder einholen.

Vielseitiges Management

Der Spielablauf von K-pop Idol Stories: Road to Debut ist abwechslungsreich und basiert auf zwei zentralen Gameplay-Säulen.

Im Mittelpunkt steht zunächst das Management. Aus einer stetig wachsenden Auswahl an Trainings, Jobs sowie Freizeit- und Gesundheitsaktivitäten erstellen wir Woche für Woche einen Zeitplan. Dabei gilt es, sowohl den eigenen Managerstil als auch die Fähigkeiten und Bedürfnisse der einzelnen Idols im Auge zu behalten.

Zu Beginn legen wir das Konzept unserer Idol-Gruppe fest. Soll sie eher süß, fantasievoll oder glamourös auftreten? Je nach Ausrichtung verschieben sich die Schwerpunkte auf Attribute wie Charme, Gesang, Tanz oder Ruhm.

Zusätzlich müssen wir jederzeit auf Ausdauer und Zufriedenheit achten.

Sinken diese Werte, gleichen wir sie mit Freizeitaktivitäten, Restaurantbesuchen oder Gesundheitschecks wieder aus. Charme verbessern wir durch Model- und Sprachkurse, während die übrigen Fähigkeiten durch passende Trainings und Jobs steigen.

Jeden Tag erhalten wir zwei Sozialpunkte. Diese investieren wir in Gespräche mit verschiedenen Charakteren. Dabei können wir Smalltalk führen, Diskussionen beginnen, Personen herausfordern oder sie einfach zu einem Treffen einladen.

Auf diese Weise verbessern wir unsere Beziehungen zu den Idols, unserem Chef, den Trainern und weiteren Figuren. Gleichzeitig schalten wir neue Trainingsmöglichkeiten, Jobs und Freizeitaktivitäten frei.

Je nach Training oder Freizeitaktivität lösen wir außerdem verschiedene Minispiele aus. Dazu gehören Rhythmus- und Tanzspiele, aber auch kleinere Geschicklichkeitseinlagen, bei denen wir beispielsweise das richtige Getränk aus einem Automaten auswählen oder in einer Bar Gläser korrekt einschenken müssen. Die Minispiele fallen zwar recht simpel aus, lockern den ansonsten stellenweise repetitiven Spielablauf jedoch angenehm auf.

Visual Novel mit kleinen Schwächen

Die zweite große Gameplay-Säule bildet der Visual-Novel-Anteil.

Während der Geschichte führen wir regelmäßig Gespräche mit den verschiedenen Charakteren und wählen dabei aus drei Antwortmöglichkeiten. Je nachdem, wie wir reagieren, verbessern sich unsere Beziehungen, wodurch wiederum neue Trainingsoptionen freigeschaltet werden.

Dabei fällt allerdings auf, dass sich einige Dialoge nach einer gewissen Zeit wiederholen. Besonders deutlich wird dies bei der Diskussionsoption. Im Laufe des Spiels habe ich beim Tanztrainer mehrfach dieselbe Gesprächsoption gewählt. Obwohl sich die Leistung unserer Gruppe zwischenzeitlich sogar um einen Rang verbessert hatte, blieb der Dialog jedes Mal identisch. Situationsabhängige Dialoge hätten hier deutlich mehr Abwechslung geschaffen.

Grafik und Soundtrack treffen den Ton

Die grafische Präsentation und der Soundtrack versprühen jede Menge K-Pop-Flair.

Zwar bietet das Spiel nur wenige Animationen, dafür überzeugen die liebevoll gestalteten Charakterdesigns, detaillierten Hintergründe und die stimmungsvollen Story-Szenen. Fans von Visual Novels werden sich hier sofort zurechtfinden. Statt auf aufwendige Animationen setzt das Spiel auf hochwertig gezeichnete Illustrationen, die die Geschichte gekonnt in Szene setzen. Man merkt deutlich, wie viel Wert die Entwickler auf die Präsentation gelegt haben – und diese Qualität zieht sich konsequent durch das gesamte Spiel.

Doch wodurch entsteht eigentlich das typische K-Pop-Gefühl? Vor allem durch den gelungenen Soundtrack, der entspannte Lo-Fi-Hintergrundmusik mit eigens für das Spiel komponierten K-Pop-Songs kombiniert, die sofort im Ohr bleiben.

Die Musik stammt von Shorelle, Honi Studios, Mijil Pamungkas und Alvagracia Immanuel. Auch hier wird deutlich, wie wichtig den Entwicklern die authentische Umsetzung des K-Pop-Themas war. Besonders motivierend ist es, im Verlauf der Geschichte immer wieder neue Songs freizuschalten und anzuhören.

K-pop Idol Stories: Road to Debut ist nur zum Teil golden, macht aber trotzdem Spaß.

Wisageni Studio macht mit diesem Spiel vieles richtig. Grafik und Soundtrack treffen genau den richtigen Ton und vermitteln die typischen Vibes der K-Pop-Kultur hervorragend.

Beim Management, der Story und einigen Dialogen zeigt das Spiel jedoch Schwächen. Viele Abläufe verlieren nach einigen Stunden etwas an Reiz, weil sich Events und Dialoge zu häufig wiederholen. Auch die Entscheidungen innerhalb der Events bieten nur wenig Abwechslung. Hat man früh Geld in Krankenversicherung oder einen Fahrer investiert, führt dies häufig dazu, dass nahezu immer dieselbe optimale Antwort gewählt werden kann.

Darüber hinaus wird man im ersten Durchlauf nicht alle Ereignisse des Eventbaums freischalten. Auch das eigene Manager-Level steigt vergleichsweise langsam, da die benötigten Punkte stark vom Zufall der ausgelösten Events abhängen.

Gerade dadurch besitzt das Spiel aber einen ordentlichen Wiederspielwert, zumal unsere Entscheidungen zu unterschiedlichen Enden führen können. Wer Spaß an Visual Novels mit Management-Elementen hat, wird wahrscheinlich noch eine weitere Runde starten, um andere Gruppenkonzepte oder Manager-Typen auszuprobieren.

K-pop Idol Stories: Road to Debut
62 100 0 1
Am Ende bleibt K-pop Idol Stories: Road to Debut ein gelungenes Spiel für alle, die Visual Novels mögen und einen unkomplizierten Einstieg in das Genre der Management-Simulationen suchen. Angesichts des Preises von 19,99 € bietet der Titel ein insgesamt stimmiges Gesamtpaket, das trotz seiner Schwächen viele unterhaltsame Stunden bereithält.
Am Ende bleibt K-pop Idol Stories: Road to Debut ein gelungenes Spiel für alle, die Visual Novels mögen und einen unkomplizierten Einstieg in das Genre der Management-Simulationen suchen. Angesichts des Preises von 19,99 € bietet der Titel ein insgesamt stimmiges Gesamtpaket, das trotz seiner Schwächen viele unterhaltsame Stunden bereithält.
62/100
Total Score

Pro

  • Viele verschiedene mögliche Story-Sequenzen, die man freischalten kann
  • Soundtrack ist sehr catchy und on-point
  • Grafische Darstellung im Visual Novel Stil ist stimmig
  • Wiederspielwert aufgrund vieler verschiedener Möglichkeiten
  • eine gute Hommage an die K-Pop Kultur

Contra

  • Story zum Teil zu linear
  • Gameplay ziemlich repetitiv und nur ab und an unterbrochen von Minispielen
  • RNG-Faktor sehr zufallsbasiert, daher schwierig, zusätzliche Events und Trainings freizuschalten
  • Dialoge nicht sehr adaptiv gestaltet, teilweise etwas oberflächlich
Google Suche

Nintendo Connect bei Google

Markiere uns als bevorzugte Quelle und bekomme unsere Nintendo-News künftig häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und Feeds angezeigt.

Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Trustpilot
TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste
Total
0
Share