Hattet ihr auch schon einmal Fernweh und den Gedanken, abseits von allem euer eigenes Reich aufzubauen, in welchem euch keiner stört? Dann werdet ihr Collector’s Cove mögen.
Pirate PR und VoodooDuck haben uns freundlicherweise vorab ein Testmuster zu Collector’s Cove zukommen lassen, damit wir für euch das Spiel testen und unsere Erfahrungen mit euch teilen können. Gespielt wurde die Nintendo-Switch-Version von Collector’s Cove auf der Nintendo Switch 2, die ab morgen im Nintendo eShop erhältlich ist.
In diesem Farmspiel-Abenteuer geht man mithilfe eines eigenen Dinos auf Reisen. Der Dino, dem man einen Namen geben kann (und vor allem – man kann ihn knuddeln!), zieht das Schiff durch das weite Meer, in welchem man Insel um Insel erkunden kann.

Gameplay und Spielprinzip
Was zählt, ist Sammeln, Angeln, Bauen, Erkunden. Wir erhalten zu Beginn ein Sammlerkompendium, welches wir nach und nach auffüllen sollten. Nur so können wir in der Story von Collector’s Cove voranschreiten. Die Story besteht darin, dass wir von unseren Eltern dieses Schiff samt Dino – oder im Spiel Mythenmatz genannt – geschenkt bekommen haben und nun unseren Eltern sozusagen nacheifern. Wir müssen unseren Sammlerrang wie auch die Verbindung zu unserem Mythenmatz stetig erhöhen, damit wir schneller reisen und auch mehr Gegenden erkunden können.
Die Verbindung zu unserem Mythenmatz können wir aber nicht einfach so erhöhen – wir benötigen dafür schon spezielles Futter. Und hier kommt die Sammelei ins Spiel. Wir müssen Inseln besuchen, um Materialien zu bekommen. Mit diesen Materialien bauen wir Zubereiter für Dünger und Fischköder. Gleichzeitig dürfen wir unseren Schiffsgarten nicht vernachlässigen. Sobald wir eine bestimmte Anzahl an Fischen und Gemüse/Obst gesammelt haben, erhalten wir die Informationen, wie wir den Dünger herstellen können.

Dann kommt die nächste Stufe, in der wir den Dünger nutzen, um eine bessere Qualität des Gemüses/Obstes zu erhalten, mit deren Hilfe wir die Information erhalten, wie wir an mythische Gemüse- und Obstsorten kommen. Diese haben spezielle Voraussetzungen. Zum Beispiel, dass man das Gemüse erst erntet, nachdem man einen Fisch dreimal wütend gemacht hat.
Gleiches gilt hier auch für Fische. Erst nachdem wir die Fische mit Ködern, welche freigeschaltet werden müssen, fangen, erhalten wir die Information, wie wir an die mythischen Versionen kommen. Diese mythischen Obst- und Gemüsesorten, wie auch die Fische, können wir einmalig unserem Mythenmatz füttern, wodurch unsere Bindung gestärkt wird und entsprechend Fähigkeiten freigeschaltet werden, wie zum Beispiel schnelleres Schwimmen.
Wer jetzt denkt, dass dies alles ist, der kann beruhigt sein.
Natürlich ist kein Cozy-Game-Abenteuer komplett ohne das Einrichten seines eigenen Wohnbereiches und das Sammeln von Outfits für seinen Mythenmatz.

Im Verlauf von Collector’s Cove kann man durch Tauschen von Gegenständen bei Händlern Outfits erhalten. Gegenstände, welche man zu viel hat, können bei diesen Händlern verkauft werden, um weitere Obst- und Gemüsesamen zu erhalten und zu pflanzen.
Das heißt, es gibt immer etwas zu tun und es gibt immer wieder etwas zu entdecken.
Nachdem man zuerst in einem tropischen Gebiet startet, erhält man – nach Erreichen eines bestimmten Sammlerranges – Zugang zu weiteren Klimazonen, in welchen es noch mehr zu entdecken gibt. Aber Obacht, dass ihr vor dem Wechsel der Klimazone auch alles Gemüse geerntet habt, welches ihr angebaut habt.
Grafik und Sound
Von der Darstellung ist Collector’s Cove sehr pastellfarben und hell gehalten. Dies wirkt in sich sehr stimmig, jedoch musste ich hier in einigen Situationen die Helligkeit anpassen, da es teils dann doch zu hell war im Handheld-Modus der Nintendo Switch 2, auf der ich die Switch-Version des Spiels getestet habe. Der Soundtrack ist, ähnlich wie bei anderen Cozy-Farmspielen, sehr im Hintergrund und ruhig. Dies hat den Vorteil, dass der Fokus ganz beim Sammeln liegt und nichts vom Spielfluss ablenkt.
Grafisch ist die Darstellung gerade in der Dämmerung, wenn es im Spiel diesig wird, etwas schwierig, da hier durch die festen Blickwinkel (diese sind begrenzt einstellbar) das Sammeln wie auch das Erkunden von Inseln erschwert wird.
Collector’s Cove ist ein ruhiges, grafisch ansprechendes, schönes Cozy Game, in welchem stressfreies Sammeln und Erkunden im Vordergrund stehen.
Hier soll man abschalten und runterkommen vom stressigen Alltag – und das macht Collector’s Cove richtig gut.

Für mich war hier die Schwierigkeit, dass ich durch das Setting und die ruhige Hintergrundmusik etwas zu stark entspannte und es schon vorkam, dass ich kurz weggedöst bin. Wer ähnliche Schwierigkeiten hat, dem empfehle ich, seine Lieblingsmusik nebenher laufen zu haben oder auch Podcasts – dann lässt es sich hervorragend spielen.
Collector’s Cove hat in seinem Trailer nicht zu viel versprochen und es macht Spaß, immer neue Inseln zu erkunden und langsam, aber stetig sein Boot auszubauen. Hier werde ich noch einige Stunden verbringen, das weiß ich jetzt schon.
Mankos sind für mich schlichtweg, dass die hellen Pastelltöne dieses Spiel zu hell wirken lassen und man je nach Helligkeit das Spiel nicht im Garten mit der Nintendo Switch 2 spielen kann. Auch dass es je nach Erkundungsstufe schon einmal repetitiv wirken kann, wenn man gegebenenfalls noch eine Insel mehr als geplant ansteuern muss, bis man die benötigte Anzahl an bestimmten Fischen gefangen hat.

Alles in allem jedoch ist Collector’s Cove sehr stimmig und es macht Freude, es zu spielen. Nimmt man dann noch den Kaufpreis von 19,99 Euro (oder bis zum 31.03.2025 die 10 % Rabatt) mit ins Bild, ergibt sich für mich ein stimmiges Gesamtkonzept, und Leute, die Spaß an Aufbau-Farming-Abenteuern haben, sollten hier einen Blick hineinwagen.
Pro
- Umfangreiche Inseln
- Abwechselungsreiche Sammel-Möglichkeiten
- Unaufgeregtes Game-Design
- Absolut Cozy und Entschleunigend
- Boot bauen und Dino knuddeln
Contra
- Etwas repetitiv
- Grafik manchmal zu pastell-hell, Verdunkelung dann notwendig
- Spiel wirkt besser im Docked Modus
- Soundtrack sehr ruhig