Vorschau: Star Fox für Nintendo Switch 2 angespielt

Rückkehr nach Corneria fühlt sich vertraut und überraschend frisch an!

Nintendo Connect wurde kürzlich von Nintendo nach Frankfurt eingeladen und konnte dort Star Fox für Nintendo Switch 2 im Rahmen einer hands-on Preview ausprobieren.

Bald schon können Spieler:innen mit Fox und seiner Crew auf Nintendo Switch 2 selbst das All erkunden. Nintendo hat mit Star Fox ein rasantes Abenteuer angekündigt, das auf dem Nintendo 64-Spiel Lylat Wars basiert und am 25. Juni für Nintendo Switch 2 erscheinen wird. Brauchen wir wirklich noch einmal Lylat Wars oder wäre ein neuer Ableger besser?

Auf unserer Mission, das Lylat-System aus den Fängen des wahnsinnigen Wissenschaftlers Andross zu retten, stehen neben vertrauten auch neue Spielmodi zur Auswahl. Die rundum erneuerte Grafik lässt uns das verzweigte Sternensystem in völlig neuer Pracht erleben.

Vertraute Missionen, modern präsentiert

Begonnen habe ich bei Star Fox mit den Grundlagen, um mich mit der Steuerung Vertraut zu machen. Gespielt wurde ausschließlich im TV-Modus und mir standen sowohl ein Pro Controller als auch die Joy-Con zur Verfügung.

Das Spiel hat deutsche Bildschirmtexte und Synchronisation.

Das haptische Feedback trägt zur Wirkung der Gefechte bei. Treffer, Explosionen und stärkere Manöver werden angenehm spürbar vermittelt, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Laser feuern mit A, um Feinde zu besiegen, oder A gedrückt halten für einen aufgeladenen Schuss – Star Fox Fans fühlen sich gleich wie zu Hause.

Im Flug lassen sich auch Bomben einsammeln, die anschließend mit einem Druck auf Y abgeworfen und zum detionieren gebracht werden können.

Nicht selten ist es wichtig, dass man seinen Boost einsetzt oder auf die Bremse tritt, um nicht mit der Umgebung zu kollidieren. Die berühmte Fassrolle (Barrel Roll) ist aber natürlich auch wieder am Start, ebenso wie die Möglichkeit einen Looping zu fliegen.

Star Fox bietet im Auswahlmenü drei Schwirigkeitsgrade. Leicht, Normal und Experte.

  • Leicht
    • Fahrzeuge auf höchster stufe
    • Weniger Schaden durch Gegner
    • Bei jedem Missionsstart Team komplett
    • Keine Medaillen und Highscores
  • Normal
    • Ausgewogenes Spielerlebnis
    • Laser-Upgrade-Verlust bei Flügelschaden
  • Experte
    • Wird freigeschaltet, nachdem man sich auf „Normal“ alle Medaillen verdient hat

Im Einzelspieler-Kampagnenmodus standen mir drei frühe Abschnitte zur Verfügung: Corneria, Meteo und Fichina. Bereits nach wenigen Minuten wird deutlich, dass das Remake seine Wurzeln nicht versteckt. Der Spielablauf folgt weiterhin dem bekannten Muster: lineare Flugrouten, Gegnerwellen, Bosse und die typische Star-Fox-Kommunikation über Funk.

Die deutsche Synchronisation der Gespräche und in den hübsch anzusehenden Zwischensequenzen ist auf keinem bemerkenswert hohem Niveau, gefiel mir allerdings gut und erfüllte voll und ganz den gewünschten Zweck. So kann man sich auch auf das Fliegen und Schießen konzentrieren, ohne auf Untertitel achten zu müssen.

Aber nicht nur die Sprachausgabe überzeugt – das Hauptaugenmerk liegt auf der Grafik! Die Benutzeroberfläche wurde modernisiert. Das Radar ist übersichtlicher gestaltet und erleichtert gerade in hektischen Gefechten die Orientierung deutlich.

Die Zwischensequenzen wirken sehr hochwertig und geben Fox, Falco, Slippy sowie Peppy mehr Persönlichkeit. Dadurch fühlt sich die Reise durch das Lylat-System stärker wie ein zusammenhängendes Abenteuer an als noch zu Nintendo-64-Zeiten.

Corneria dient hier als Einstieg, der stark an das Original erinnert, jedoch visuell deutlich aufgewertet wurde. Die Städte, Schluchten und Raumstationen wirken klarer strukturiert, während Explosionen und Partikeleffekte wesentlich kräftiger inszeniert sind. Meteo setzt mit seinen Asteroiden stärker auf enge Hindernisse und schnelle Reaktionen. Das Meteo-Asterioidenfeld bildet einen natürlichen Schutzwall für Corneria. Unsere Aufgabe ist es, sicherzustellen, dass sich dort keine Feinde herumtreiben. Fichina hingegen ist ein Eisplanet im Lylat-System darstellt. Er ist vollständig mit Schnee und Eis bedeckt, weist dichten Nebel auf und beherbergt eine Basis der Cornerianischen Armee sowie einen Wettergenerator.

Die gewohnten optionalen Routen gibt es natürlich auch weiterhin zu entdecken. Je nach erreichten Missionszielen, der Zahl abgeschossener Gegner und anderen Faktoren ändert sich möglicherweise die Route durch das Lylat-System. Ein guter Grund also, das Planetensystem mehrfach mit verschiedenen Strategien zu erkunden.

Wenn ein Teamkollege beispielsweise über Funk um Hilfe bittet, weil Gegner ihm direkt auf den Fersen sind, sollten wir wahrscheinlich einschreiten und ihm aus der Patsche helfen. Vielleicht zeigt er uns dann eine alternative Route, die wir ansonsten verpasst hätten.

Ko-op-Modus: vertrautes Gameplay mit Team-Fokus

Ein zweiter an diesem Tag für uns spielbarer Bereich war der Ko-op-Kampagnenmodus, mit den Abschnitten Corneria und Sektor Y.

Während ein Spieler als Pilot den Arwing mit einem quer gehaltenen linken Joy-Con lenkt, übernimmt der zweite unterstützende Funktionen innerhalb des Fluggeschehens. Der Richtschütze hat im Maus-Zielmodus die ehrenvolle Aufgabe alles abzuschießen.

Das verändert nicht die Missionsstruktur selbst, sorgt aber für eine andere Dynamik in der Bewältigung der Gegnerwellen.

Ich tat mir ein bisschen schwer einen Teil der Kontrolle abzugeben, aber ich kann mir vorstellen, dass es gerade für jüngere Spieler:innen leichter sein wird, sich erstmal nur auf eine der beiden Dinge zu konzentrieren – schnelle Flugmanöver oder präzise Schüsse.

Avatar-Optionen als leichte Individualisierung

Zwischen den Spielabschnitten konnten zudem die Avatar-Optionen von mir eingesehen werden. Mithilfe eines interaktiven Avatars, der Gesichtsausdrücke und Bewegungen spiegelt, kann man als Fox McCloud oder ein anderes Team-Mitglied erscheinen, wenn man sich via GameChat mit Freundinnen und Freunden unterhält.

Die Kopf- und Mundbewegungen wurden gut erkannt. Was mich überrascht hat: Sogar die Zunge der Charaktere kommt zum Vorschein, wenn man diese selbst rausstreckt. Das hatte ich so nicht auf dem Schirm und war recht witzig anzusehen.

Schlacht-Modus: Corneria als Arena

Der dritte zentrale Bestandteil unserer Anspielsession war der Schlacht-Modus, der ausschließlich auf einer Arena-Version von Corneria gespielt wurde. Daben haben wir uns in Team Star Fox und Team Wolf eingeteilt.

Hier verlässt das Spiel den reinen Rail-Shooter-Ansatz und öffnet sich für ein freieres Gefechtssystem. Statt vorgegebener Flugroute steht der direkte Kampf im Vordergrund. Die bekannte Umgebung wird dabei zur Arena für schnelle Dogfights, in denen Positionierung, Beobachtung und Zielerfassung stärker in den Mittelpunkt rücken.

In diesem brandneuen Modus treten die Pilotinnen und Piloten in actiongeladenen 4-gegen-4-Luftkämpfen gegeneinander an – entweder als Team Star Fox oder Team Star Wolf. Es gilt, sich in drei Leveln mit unterschiedlichen Zielen zu beweisen: Auf Corneria, den Abschnitt den wir spielen durften, muss man die Kontrolle über eine bestimmte Zone erlangen.

Nintendo verriet uns aber auch bereits mehr. Auf Fichina soll man Energiekristalle sammeln und in Sektor Y die Fracht der gewieften Weltraumpiraten zurückbeschaffen.

Man kann sich lokal mit Freundinnen und Freunden zusammentun oder online mit Spieler:innen aus aller Welt in die Lüfte schwingen.

Star Fox unterstützt zudem die GameShare-Funktion. Während GameShare online ausschließlich auf Nintendo Switch 2-Konsolen zur Verfügung steht, ermöglicht es mit lokalen Nutzern das Teilen kompatibler Spiele sowohl auf Nintendo Switch 2– als auch auf Nintendo Switch-Konsolen.

Ersteindruck zum Lylat Wars Remake

Nach dem Hands-on mit Star Fox würde ich die anfängliche Frage, ob wir wirklich noch einmal Lylat Wars brauchen mit ‚Ja‘ beantworten. Zwar hätte ich mich langfristig über ein komplett neues Abenteuer gefreut, doch die technische und spielerische Überarbeitung zeigt eindrucksvoll, wie zeitlos das ursprüngliche Konzept auch heute noch funktioniert.

Entsprechend bleibt der Eindruck eines gelungenen Remakes, das sich eng an Lylat Wars orientiert, aber gezielt an drei Punkten erweitert wurde: visuelle Modernisierung, Ko-op-Integration und ein spannender Arena-Schlachtmodus.

Die Stärken liegen weiterhin im klassischen Gameplay-Loop. Die Steuerung wirkt präzise, die Missionen machen Spaß und die Inszenierung der bekannten Planeten und Charaktere profitiert sichtbar von der neuen Hardware-Generation.

Gleichzeitig macht das Spiel keinen Versuch, das Grundkonzept zu revolutionieren – vielmehr wird es geschärft und punktuell erweitert. Ein Pfeiler auf den man aufbauen kann, damit die Star Fox-Reihe hoffentlich in Zukunft gänzlich neue Ableger spendiert bekommt.

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