Ein umstrittenes Patent von Nintendo und The Pokémon Company hat in den USA einen Rückschlag erlitten. Wie nun bekannt wurde, hat das zuständige Patentamt alle eingereichten Ansprüche zunächst zurückgewiesen – eine endgültige Entscheidung steht jedoch noch aus.
USPTO lehnt Patentansprüche vorläufig ab
Bereits im vergangenen Jahr sicherten sich Nintendo und The Pokémon Company ein Patent, das ein System beschreibt, bei dem Spieler Charaktere beschwören und gegeneinander kämpfen lassen. Die Reaktionen darauf fielen überwiegend kritisch aus, da mögliche Auswirkungen auf zukünftige Spiele diskutiert wurden.
Nach einer angeordneten Neubewertung durch John A. Squires gibt es nun ein Update:
Nintendo reagierte nicht auf die Anordnung, was zu erwarten war. Squires leitete das Überprüfungsverfahren ein, erließ letzte Woche einen vorläufigen Bescheid und wies alle 26 Patentansprüche zurück.
Entscheidung noch nicht endgültig
Wichtig: Die Ablehnung ist nicht final. Nintendo hat weiterhin mehrere Optionen:
- Stellungnahme innerhalb von zwei Monaten möglich
- Frist kann auf Antrag verlängert werden
- Berufung vor dem zuständigen Bundesgericht (Federal Circuit) möglich
Dass Nintendo bislang nicht direkt auf die Neubewertung reagiert hat, gilt als erwartetes Vorgehen im Patentprozess.
Bedeutung für die Branche
Das Patent sorgte insbesondere deshalb für Diskussionen, weil das zugrunde liegende System – das Beschwören und Kämpfenlassen von Figuren – als grundlegendes Gameplay-Element vieler Spiele gilt.
Die aktuelle Entwicklung bedeutet jedoch noch keine endgültige Entwarnung. Erst die nächsten Schritte von Nintendo werden zeigen, ob das Patent:
- angepasst wird
- weiterverfolgt wird
- oder endgültig scheitert
Sobald es weitere Entwicklungen gibt, dürfte sich zeigen, welche Auswirkungen dieser Fall langfristig auf die Spielebranche haben könnte. Wir halten euch auf dem Laufenden!