Nintendo weist Berichte über Lobbyarbeit gegen generative KI zurück – betont jedoch konsequenten Schutz geistigen Eigentums

Nintendo hat Berichte über angebliche Lobbyarbeit bei der japanischen Regierung entschieden zurückgewiesen. Das Unternehmen stellte klar, dass es „keinen Kontakt mit der japanischen Regierung in Bezug auf generative KI“ gehabt habe. Gleichzeitig betonte Nintendo, man werde weiterhin konsequent gegen Urheberrechtsverletzungen vorgehen – unabhängig davon, ob KI im Spiel ist oder nicht.

Hintergrund: Politiker Asano rudert zurück

Die Klarstellung folgt auf Aussagen des japanischen Politikers Satoshi Asano (Democratic Party for the People), der zuvor behauptet hatte, Nintendo würde aktiv bei der Regierung gegen den Einsatz generativer KI lobbyieren. Nach massiver Kritik in sozialen Medien entschuldigte sich Asano öffentlich und löschte den ursprünglichen Beitrag. In einem späteren Statement räumte er ein, seine Formulierung sei missverständlich gewesen.

Offizielle Stellungnahme von Nintendo

In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen:

Entgegen den jüngsten Diskussionen im Internet hatte Nintendo keinen Kontakt mit der japanischen Regierung bezüglich generativer KI. Unabhängig davon, ob es sich um generative KI handelt oder nicht, werden wir weiterhin die notwendigen Maßnahmen gegen die Verletzung unserer geistigen Eigentumsrechte ergreifen.

Nintendo betonte damit erneut, dass der Schutz von Marken, Figuren und Spielinhalten oberste Priorität habe – auch im Zeitalter von Künstlicher Intelligenz.

Nintendos Haltung zu KI in Spielen

Bereits zuvor hatte Doug Bowser, Präsident von Nintendo of America, erklärt, dass Nintendos Spiele immer eine „menschliche Note“ behalten sollen:

Wir glauben, dass das, was unsere Spiele besonders macht, unsere Entwickler sind – ihre künstlerischen Fähigkeiten und ihr Verständnis dafür, wie Menschen spielen. Es wird immer eine menschliche Beteiligung in der Entwicklung geben.

Auch Shigeru Miyamoto äußerte sich im vergangenen Jahr ähnlich vorsichtig über den Einfluss von KI auf kreative Prozesse.

Unterschiedliche Ansätze in der japanischen Spielebranche

Während Nintendo also eine zurückhaltende Haltung gegenüber generativer KI einnimmt, verfolgen andere japanische Studios offensivere Strategien:

  • Square Enix-CEO Takashi Kiryu kündigte 2024 an, man werde „aggressiv in den Einsatz von KI investieren“.
  • Level-5 nutzt das KI-Tool Stable Diffusion bei der Entwicklung neuer Projekte.
  • CAPCOM experimentiert ebenfalls mit generativer KI.
  • SEGA hat sogar ein eigenes internes KI-Team aufgebaut.

Laut einer aktuellen Umfrage der Computer Entertainment Supplier’s Association (CESA) – dem Veranstalter der Tokyo Game Show – setzen über die Hälfte der japanischen Spielestudios bereits in irgendeiner Form KI in der Entwicklung ein.

KI sollte niemals die Kunst und das Handwerk dahinter ersetzen, kann jedoch gezielt für nervige Zwischenschritte genutzt werden, um Prozesse zu beschleunigen! Was denkt ihr?

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