Nintendo ist in den USA von zwei Spielern verklagt worden. Diese argumentieren, dass das Unternehmen ungerechtfertigt profitieren könnte, falls es Zoll-Rückerstattungen von der US-Regierung erhält.
Hintergrund: Preiserhöhungen bei Nintendo-Produkten
Im April 2025 hatte Nintendo nach einer Verzögerung der Vorbestellungen der Nintendo Switch 2 angekündigt, dass Zubehörpreise in den USA „aufgrund veränderter Marktbedingungen“ steigen würden.
Während die Konsole selbst nicht teurer wurde, erhöhten sich die Preise für mehrere Zubehörprodukte um 5 bis 10 US-Dollar, darunter:
- Switch 2 Pro Controller
- Joy-Con 2 Controller
- Charging Grip
- Wheel Set
- Kamera
- Dock Set
- Tragetasche
- Netzteil
Im August 2025 wurden zudem die Preise der ursprünglichen Nintendo Switch-Hardware in den USA angehoben:
- Switch Lite: +30 US-Dollar
- Switch: +40 US-Dollar
- Switch OLED: +50 US-Dollar
Diese Preisänderungen wurden vielfach mit von Donald Trump verhängten Zöllen auf zahlreiche Länder in Verbindung gebracht, die später teilweise ausgesetzt wurden, mit weiterhin bestehenden Zöllen auf China.
Klage gegen US-Regierung und neue Klage gegen Nintendo
Nachdem der Supreme Court of the United States entschieden hatte, dass Trump nicht die Befugnis hatte, diese Zölle zu verhängen, reichte Nintendo zusammen mit mehr als 1.000 weiteren Unternehmen Klage gegen die US-Regierung ein, um Rückerstattungen zu erhalten.
Wie Game File berichtet, haben anschließend zwei Spieler – Gregory Hoffert (Kalifornien) und Prashant Sharan (Washington) – Klage gegen Nintendo eingereicht. Sie fordern, dass mögliche Rückerstattungen an Kunden weitergegeben werden.
Begründung der Kläger
Die Kläger argumentieren, dass die Zölle zu höheren Preisen für Nintendo-Produkte geführt hätten. Sollte Nintendo Rückerstattungen erhalten, würde das Unternehmen aus ihrer Sicht doppelt profitieren.
Sofern dieses Gericht dem nicht Einhalt gebietet, könnte Nintendo dieselben Zollzahlungen zweimal zurückerhalten – einmal von den Verbrauchern durch höhere Preise und ein weiteres Mal von der Bundesregierung durch Zollrückerstattungen, einschließlich darauf gezahlter Zinsen.
Aussage von Nintendo-CEO
Die Klage verweist zudem auf eine frühere Aussage von Shuntaro Furukawa gegenüber Investoren im Mai 2025:
Unsere grundlegende Politik ist, dass wir Zölle in jedem Land oder jeder Region als Teil der Kosten betrachten und sie in den Preis einbeziehen, sofern sie erhoben werden.
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halte ich ja nicht für aussichtsreich… selbst in den USA nicht