Normalerweise laufen Nintendo Directs streng nach Plan – doch 2018 gab es eine Ausnahme. Die Präsentation, ursprünglich für den 7. September 2018 geplant, wurde aufgrund eines Erdbebens in Hokkaidō, Japan, um eine Woche auf den 14. September verschoben.
In einer aktuellen Podcast-Folge haben die ehemaligen Nintendo-of-America-Mitarbeiter Kit Ellis und Krysta Yang nun spannende Hintergrunddetails verraten.
Zwei Ereignisse sorgten für Unruhe
Nur eine Woche vor dem geplanten Direct erschütterte ein tragischer Vorfall die Gaming-Branche: Beim Madden NFL-Turnier in Jacksonville kam es zu einer Schießerei. Laut Yang überlegte Nintendo of America, ob man die Direct trotzdem wie geplant durchführen sollte – zumal EA ebenfalls einen Programmpunkt hatte. Das Thema wurde auch mit den Teams in Japan besprochen.
Ellis und Yang betonen, dass es zu diesem Zeitpunkt zwar klare Abläufe für die Direct-Produktion gab, man jedoch keinen festen Plan für Krisensituationen hatte.
Schnelle Entscheidung von höchster Stelle
Als dann das Erdbeben in Hokkaidō passierte, kam die Entscheidung direkt von Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa: Die Direct wird verschoben – ohne langwierige Abstimmungen.
Danach begann ein logistischer Kraftakt: Alle internen Teams, externe Partner und Drittentwickler mussten informiert werden. Es gab Bedenken wegen möglicher Leaks – doch überraschenderweise gelang es, fast alle Inhalte geheim zu halten, bis die Präsentation eine Woche später stattfand.
Weitere Fälle
2018 war nicht das einzige Mal, dass äußere Umstände eine Nintendo Direct beeinflussten: Im September 2022 wurde die Direct aus Respekt vor dem Tod von Königin Elizabeth II. nicht live in Großbritannien ausgestrahlt – weltweit lief sie jedoch wie geplant.
Und vermutlich gibt es weitere Fälle verschobener Präsentationen, die jedoch nicht nach außen kommuniziert wurden, da ohnehin kein Datum vorab öffentlich genannt wurde.
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