In Pasadena ist ein 45-jähriger Mann festgenommen worden, nachdem er sich offenbar in einer Filiale von Best Buy versteckt hatte, um sich einen Vorteil bei einem Pokémon-Karten-Restock zu verschaffen.
Versteckspiel nach Ladenschluss
Wie NBC Los Angeles berichtet, ging kurz nach 1 Uhr nachts am Mittwoch (Ortszeit) ein Notruf bei der Polizei ein. Mitarbeitende des Geschäfts hatten den Mann zuvor über eine Live-Überwachungskamera im Laden bemerkt, während dieser sich nach Geschäftsschluss noch im Inneren bewegte.
Die Polizei erhielt beim Eintreffen Unterstützung von einem Mitarbeiter mit Schlüssel, um Zugang zur Filiale zu bekommen. Im Geschäft wurde der 45-jährige Patrick Keys schließlich angetroffen und ohne Zwischenfälle in Gewahrsam genommen. Er wurde wegen des Verdachts auf Einbruch festgenommen.
Da keine Anzeichen für ein gewaltsames Eindringen festgestellt wurden, gehen die Ermittler davon aus, dass sich der Mann bereits vor Ladenschluss im Gebäude versteckt hatte.
Vermutetes Motiv: Pokémon-Karten
Zum Zeitpunkt des Vorfalls hatten sich vor der Filiale bereits Fans und mutmaßlich vor allem auch Scalper versammelt, um auf eine neue Pokémon-Kartenlieferung zu warten. Eine Zeugin vor Ort sagte gegenüber NBC: „Ich war nur wegen eines Pokémon-Drops hier, bin aber kurz auf die Toilette gegangen. Nicht einmal 15 Minuten später war überall Polizei.“
Vermutet wird, dass sich der Mann durch sein Versteck einen Vorteil beim Zugriff auf die begehrten Karten verschaffen wollte. Ein konkreter neuer Drop stand zuletzt mit den „Mega-Entwicklung – Erhabene Helden“-Booster Bundles am 24. April an, weshalb es sich offenbar um einen erwarteten Restock handelte.
Hohe Preise treiben Nachfrage an
Der Vorfall reiht sich in eine Serie ungewöhnlicher Ereignisse rund um Pokémon-Sammelkarten ein. Besonders seltene Exemplare erzielen teils enorme Preise – in Einzelfällen sollen Karten für bis zu 16 Millionen US-Dollar verkauft worden sein.
Dies führt immer wieder zu Spannungen zwischen Sammlern und Wiederverkäufern im Markt, da stark nachgefragte Produkte häufig schnell vergriffen sind oder zu deutlich überhöhten Preisen weiterverkauft werden.
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