The Pokémon Company hat angekündigt, in den offiziellen Pokémon Card Stores in Japan ein Gesichtserkennerungs-System einzuführen. Die Maßnahme zielt darauf ab, Scalping durch strenge Einlass- und Kaufbeschränkungen zu unterbinden.
Bei den betroffenen Standorten handelt es sich um die kleineren, TCG-fokussierten Pokémon Card Stores – nicht um die größeren Pokémon-Center-Filialen.
So funktioniert das System
Kunden, die einen Pokémon Card Store betreten möchten, müssen der Nutzung der Gesichtserkennung zustimmen und erhalten anschließend ein nummeriertes Einlassticket. Das System stellt sicher, dass jede Person nur einmal pro Tag ein solches Ticket erhält. Wird erkannt, dass jemand versucht, mehrere Tickets zu bekommen oder mehrfach einzutreten, kann das Personal den Einlass verweigern.
Die erhobenen Gesichtsbilddaten und Besuchszahlen werden laut The Pokémon Company gemäß der eigenen Datenschutzrichtlinie sicher und für einen bestimmten Zeitraum gespeichert.
Ausnahmen
Kleinkinder im Vorschulalter sind von der Gesichtserkennung ausgenommen und dürfen den Store ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen betreten. Zudem behält sich das Personal vor, Gruppen zu befragen, wenn der Verdacht besteht, dass Einlassregeln umgangen werden sollen.
Ausdehnung auf Pokémon Center?
Ob die Maßnahmen künftig auch auf Pokémon-Center-Filialen ausgeweitet werden, ist noch nicht bekannt. Bereits früher in diesem Jahr hatte The Pokémon Company angekündigt, dass ab August für bestimmte TCG-Käufe im Pokémon Center Online ein Personalausweis mit Lichtbild erforderlich sein wird.
Der Schritt ist die bislang drastischste Maßnahme im Kampf gegen das anhaltende Scalping-Problem rund um das Pokémon-Sammelkartenspiel – ein Thema, das Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa zuletzt auf der Hauptversammlung öffentlich angesprochen hatte.
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