Ein neuer Bericht von TV Tokyo zeigt: Sonys kürzlich angekündigte, Japan-exklusive PlayStation 5-Konsole entstand offenbar erst, nachdem Führungskräfte erfahren hatten, dass Nintendo eine Japan-only Nintendo Switch 2 plane – ein Modell, das sich seit seiner Veröffentlichung in Japan als sehr erfolgreich erwiesen hat.
Die neue PS5-Variante ist ein günstigeres Modell, das ausschließlich japanische Spracheinstellungen bietet. Sony hofft, damit die zuletzt schwachen PS5-Verkaufszahlen in Japan zu verbessern. Im Vergleich schneiden die Nintendo Switch und die Nintendo Switch 2 im japanischen Markt deutlich besser ab.

Nintendo Switch 2: Japan-only Modell sorgt für starken Marktstart
In Japan verkauft Nintendo eine ausschließlich japanische Version der Switch 2, die region-locked ist und nur japanische Veröffentlichungen abspielen kann.
Nintendo entschied sich für dieses Modell, um japanischen Kundinnen und Kunden eine deutlich günstigere Switch 2 anzubieten – und seit dem Launch kommt genau diese Variante extrem gut an.
Seit ihrem Erscheinen im Juni ist die Switch 2 durchgehend die #1-Hardware in Japan, während die PlayStation 5 von Sony spürbar unter Druck geraten ist.
Sony unterschätzte Nintendo jahrelang im Heimatmarkt
Laut dem Bericht von TV Tokyo war Sonys frühere Führungsebene über Jahre hinweg kaum besorgt über Nintendos Erfolg im japanischen Hardware-Markt. Stattdessen soll Sony die Region weitgehend ignoriert und den Fokus stärker auf andere internationale Märkte gelegt haben.
Der aktuelle PlayStation-CEO Hideaki Nishino sieht das jedoch anders: Er betrachtet die schwächelnde PS5-Präsenz in Japan als ernstes Signal und möchte eine klare Kehrtwende einleiten.
Neue Japan-only PS5: Günstiger, aber finanziell riskant
Wie bereits bekannt, plant Sony nun ebenfalls eine Japan-exklusive PS5, die im Vergleich zu aktuellen PlayStation 5-Modellen deutlich günstiger sein soll.
Dieser Schritt dürfte Sony beim Herstellungsaufwand Geld kosten, doch Nishino hält die Maßnahme für notwendig, um die Marktstellung und Markenwahrnehmung in Japan wieder zu stärken.
Third-Party-Unterstützung stärkt Nintendo – und setzt Sony unter Druck
Nintendo hat im Switch-Zeitalter große Fortschritte bei der Third-Party-Unterstützung gemacht – und dieser Trend setzt sich mit der Switch 2 nachdrücklich fort.
Dass immer mehr Third-Party-Titel auf Nintendo-Hardware erscheinen, dürfte Sony zunehmend Sorgen bereiten.
Ob Sony mit einer preisreduzierten Japan-only PS5 tatsächlich gegen die starke Dynamik der Nintendo Switch 2 ankommen kann, bleibt offen. Die kommenden Wochen dürften zeigen, wie sich der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Plattformen entwickelt.
Nachfolgend einige übersetzte Kernpunkte aus dem TV-Tokyo-Bericht:
- Hohe Nachfrage nach Japan-PS5 in China:
Auf dem chinesischen Wiederverkaufsmarkt wird die japanische PS5 zu hohen Preisen gehandelt, da die Festland-China-Version strikten Inhaltsvorschriften unterliegt und nur wenige Spiele abspielen kann. - Entscheidung fiel nach dem Switch-2-Beispiel:
Die Idee, ein Japan-only PS5-Modell zu verkaufen, entstand erst, nachdem Sony-Manager erkannten, dass Nintendo eine Japan-exklusive Switch 2 vorbereitete. Die Reaktion: „Wir sollten das Gleiche tun.“
Die Preisreduzierung wurde daraufhin in nur vier Monaten beschlossen. - Großes finanzielles Risiko:
Durch den niedrigen Preis könnte Sony die Konsole mit erheblichem Verlust verkaufen. - Marktanteilsverlust in Japan:
Obwohl die globalen PlayStation-Verkäufe wachsen, verliert die Marke in Japan zunehmend Marktanteile. Intern herrschte daher teils die Einstellung, dass es „akzeptabel sei, wenn der japanische Markt weiter schrumpft“. - Neuer PlayStation-Präsident drängt auf Japan-Fokus:
Der neue Präsident Nishino, selbst Japaner, sieht jedoch eine ernste Gefahr in der schwindenden PlayStation-Präsenz in Japan. Sein Drängen und der Einsatz des japanischen Teams beschleunigten die neuen, Japan-orientierten Maßnahmen.
Nintendo Connect bei Google
Markiere uns als bevorzugte Quelle und bekomme unsere Nintendo-News künftig häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und Feeds angezeigt.
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen