Ubisoft stampft drei unangekündigte Spiele ein, Mario + Rabbids ist leider kein Verkaufshit

Der französische Videospielhersteller Ubisoft scheint in einer Krise zu stecken. Bereits im Juli 2022 hatte Ubisoft vier unangekündigte Spiele eingestellt. In einer aktuellen Finanzmeldung, teilt die Ubisoft-Führung nun mit, dass man erneut drei noch nicht angekündigte Spiele eingestellt habe. Grund hierfür sind zurückbleibende Verkaufszahlen im Weihnachtsgeschäft, während die nächsten großen Titel von Ubisoft noch ausstehen.

Mitunter sollen sich Just Dance 2023 und Mario + Rabbids Sparks of Hope schlechter verkauft haben als erwartet. Die Verkaufszahlen von Mario + Rabbids Sparks of Hope blieben unter Ubisofts Erwartung. Während der Erstling sich mittlerweile über zehn Millionen Mal verkaufen konnte, blieb der Nachfolger unter den Erwartungen von Ubisoft. Exakte Verkaufszahlen nannte Ubisoft leider nicht. 

Allgemein sollen die Verkäufe im Weihnachtsgeschäft für Ubisoft-Spiele, deutlich und überraschend niedriger ausgefallen sein, als der Publisher erwartet habe. Der schwache Start von Mario + Rabbids Sparks of Hope sei unerwartet gewesen, gerade weil das Spiel exzellente Bewertungen (-> unser Spieletest) und Spielerfeedback erhalten sowie einen ehrgeizigen Marketingplan gehabt habe. Ubisoft geht aber davon aus, dass die Verkäufe des Spiels über die nächsten Monat noch zunehmen werden. Immerhin sind für dieses Jahr mehrere DLCs geplant, die das Spiel um neue Inhalte erweitern.

Das von vielen Verschiebungen geplagte Skull & Bones, das 2017 erstmals angekündigt wurde, wurde zu allem Übel noch einmal mehr verschoben. Demnach soll das Spiel nun im Geschäftsjahr 2024 erscheinen. Dieser Zeitraum liegt zwischen April 2023 und März 2024. Ursprünglich sollte der Titel bereits 2018 erscheinen, bevor er um ein bis zwei Jahre verschoben und dann letztlich komplett überarbeitet wurde.

Wir haben uns entschlossen, die Veröffentlichung zu verschieben, um mehr Zeit zu haben, ein viel ausgefeilteres und ausgewogeneres Erlebnis zu präsentieren und den Bekanntheitsgrad zu steigern.

In der eingangs erwähnten Finanzmeldung heißt es, man wolle den strategischen Fokus auf seine größten Marken stärken, um langzeitiges Wachstum zu gewährleisten. „Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen, da sich die Branche immer mehr auf Megamarken und langlebige Titel verlagert, die Spieler:innen auf der ganzen Welt, über verschiedene Plattformen und Geschäftsmodelle hinweg erreichen können“, so Ubisoft.

Während Ubisoft an den nächsten Titeln von Marken wie Assassin’s CreedFar Cry oder The Division noch arbeitet, sollen die letzten Veröffentlichungen sich nicht so gut verkauft haben, wie erwartet. Das habe eine Neubewertungen der Aussicht auf die nächste Jahre ausgelöst, die zu mehr Vorsicht und damit der Einstellung der Projekte führt.

Ubisoft aktualisiert außerdem seine Finanzprognosen. Statt einem Plus von 10% der Nettobuchungen, wird für das Gesamtjahr nun ein Rückgang von -10% erwartet. Aufgrund der niedrigeren Nettobuchen, der Verschiebung von Skull and Bones, und der Abschreibung von Entwicklungs- und Forschungskosten, erwartet Ubisoft nun ein Betriebsergebnis von -500 Millionen Euro statt den erwarteten +400 Millionen Euro.

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