Nach der Level-5 Vision 2026 II-Präsentation hatte es deutliche Kritik aus der Community gegeben. Fans bemängelten in mehreren Trailern, darunter zu Professor Layton und die Neue Welt des Dampfes, inkonsistente Details und ungewöhnlich wirkende Hintergründe, die viele als Anzeichen für generative KI werteten. Auf X kursierte in diesem Zusammenhang unter anderem das Schlagwort „AI Slop“; einzelne bekannte Stimmen aus der Community kündigten laut Berichten sogar einen Boykott künftiger Titel aus den Reihen Layton, Inazuma Eleven, Fantasy Life und YO-KAI WATCH an.
Level-5 hatte bereits Ende 2023 in einem bei einer japanischen Regierungsstudiengruppe zu KI und geistigem Eigentum eingereichten Dokument offengelegt, KI-Bildgenerierung unter anderem für Hintergründe in Inazuma Eleven sowie zur Stilfindung eines 3D-Charaktermodells in YO-KAI WATCH genutzt zu haben, wie ITmedia berichtete. Firmenchef Akihiro Hino hatte zudem bereits 2025 öffentlich erklärt, dass mittlerweile 80 bis 90 Prozent des Codes in modernen Spielen von KI geschrieben werde.

Firmenchef Akihiro Hino hat sich nun auf X zu den aktuellen Vorwürfen geäußert.
Hino: KI diente der „auffälligen“ Präsentation
Laut Hino wurde für die im Rahmen der Veranstaltung gezeigten Videoinhalte KI eingesetzt. Ziel sei es gewesen, die Präsentation aufwendiger zu gestalten, wofür man testweise aktuelle KI-Verfahren eingebaut habe. Wörtlich schreibt Hino dazu: „Dafür möchte ich mich bei allen, die sich unwohl gefühlt haben, aufrichtig entschuldigen.“
Kernbereiche der Spiele weiterhin von Menschenhand
Hino betont, dass Aspekte, die für den Charme und die Individualität der veröffentlichten Spiele entscheidend seien – etwa Szenario, Charakterdesign und grundlegende Konzepte – vollständig von Menschen erstellt würden. KI-gestützte Effizienzsteigerung ziele hauptsächlich auf Bereiche ab, in denen von Menschen geschaffene kreative Inhalte digitalisiert werden, etwa die möglichst originalgetreue Umsetzung von Konzeptzeichnungen in Polygonmodelle. In den fertigen Spielen selbst seien keine unbearbeiteten KI-Ausgaben enthalten.
Mehr Zeit für kreative Kernarbeit durch KI-Einsatz
Die durch KI-Effizienz gewonnene Zeit komme laut Hino stattdessen den Entwicklerinnen und Entwicklern zugute, die sich dadurch stärker auf den kreativen Kern der Spiele konzentrieren könnten. Langfristiges Ziel sei es, die aktuelle Entwicklungszeit großer Titel von fünf auf zwei Jahre zu verkürzen – ein Vorhaben, an dem das Unternehmen derzeit noch experimentiere.

Lehre für künftige Präsentationen
Hino räumt abschließend ein, dass für die diesmal bewusst auffällig gestaltete Präsentation KI in vielfältiger Weise zum Einsatz kam. Man wolle daraus lernen und bittet um Geduld für kommende Level-5-Präsentationen. Aber wie steht ihr zum Thema? Kauft ihr zukünftige Spiele des Unternehmens noch?
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