Kirby erkundet das vergessene Land in zuckersüßen 3D-Welten

In seinem ersten 3D-Jump-’n’-Run-Abenteuer Kirby und das vergessene Land muss unser kleiner Held in einer fremden Welt Waddle Dees retten. Die Story zum Spiel passt dabei wie immer auf einen Bierdeckel, wie man es von vielen Nintendo-Spielen dieser Art gewohnt ist:

Eines Tages erscheint ein seltsamer Wirbel am Himmel über Planet Pop und saugt alles in sich auf… auch Kirby! Er erwacht in einer verlassenen Welt, in der Natur und Zivilisation miteinander verschmolzen sind, und erfährt dort, dass die Waddle Dees vom so genannten Bestienrudel entführt wurden. Gemeinsam mit seinem eigenartigen neuen Freund Elfilin bricht Kirby auf, um die Waddle Dees zu retten und nach Hause zu holen.

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Am 25. März 2022 kehrt Kirby auf die Nintendo Switch zurück. Nach Kirby Star Allies, ist Kirby und das vergessene Land bereits das zweite Abenteuer mit dem rosa Traumländer vom Planeten Pop. Um vor der Veröffentlichung des Jump ’n’ Runs einen Eindruck des Spiels zu ermöglichen, hatte Nintendo im Switch-eShop eine kostenlose Demo-Version veröffentlicht. Diese umfasst zwei Welten, einen größeren Bosskampf und vermittelt dabei einen guten Eindruck davon, was uns in Kirbys erstem richtigen 3D-Abenteuer erwartet.

Kurz zu meiner Erfahrung mit Kirby: Die passt ebenfalls auf einen Bierdeckel. Ich nehme ihn gerne als Kämpfer in Ablegern der Super Smash Bros.-Reihe, habe mir selbst aber noch nie ein Kirby-Spiel gekauft oder gar durchgespielt. Klar, hin und wieder mal bei einem Freund über die Schulter geschaut, mir ein Let’s Play auf YouTube angesehen (gerade jetzt wo manch einer ältere Ableger nochmal hervorholt) oder auch mal kurz probegespielt. Ich befand mich jedoch nie sonderlich in der Position einen Titel voll ausschöpfen zu wollen.

Anders sieht dies nun nach der Demo-Version von Kirby und das vergessene Land aus. Auch wenn der “Wilder Modus” gar nicht so wild ist, wie er klingt, hatte ich Freude damit.

Ort der Ankunft

Der erste Abschnitt, den wir in der Demo spielen können, ist der Ort der Ankunft. Dort können sich eingefleischte Kirby-Fans, als euch völlige Noobs wie ich es bin, eine frische Brise um die Ohren wehen lassen. Der Ort der Ankunft deutet bereits eindrucksvoll an, wie viel Freiheit das Entwicklerteam bei HAL Laboratory in der Gestaltung der Level wohl gehabt haben muss, da man die Verspieltheit und Liebe zum Detail einfach sofort sehen kann.

Die gewohnten Level des Planeten Pop beziehungsweise des Traumlandes, aus den bisherigen Kirby-Spielen, wichen einem Dschungel und den Ruinen einer Großstadt. Wir durchstreifen ein verlassenes Einkaufszentrum oder erkunden einen ehemaligen Vergnügungspark. Kirby und das vergessene Land erhält dadurch schon fast eine postapokalyptische Stimmung – aber dennoch im einzigartigen Kirby-Stil. Bunt, fröhlich und zuckersüß. Nicht zuletzt erkennbar auch bei den Gegner-Designs.

Die unterschiedlichen Level von Kirby und das vergessene Land stecken voller Details, verbergen gut versteckte Münzen und zeigen deutlich, mit wie viel Liebe die Entwickler die 3D-Umgebungen gestaltet haben. Der Ersteindruck verspricht abwechslungsreiche Welten.

Wer jedoch gehofft hatte, dass man eine frei drehbare Kamera besitzt oder mit Kirby eine Open-World betreten darf, der könnte eventuell leicht enttäuscht werden. Die Kamera lässt sich nur ein kleines Stückchen in alle Richtungen schieben und vermittelt ein wenig den Eindruck, als würde man durch ein Fenster schauen, oder hätte ein Panorama vor sich. Das Spiel erinnert daher weniger an Super Mario Odyssey und mehr an Super Mario 3D World. Die Level sind – zumindest in der Demo – linear gehalten, bergen aber einige Geheimnisse.

Im Ort der Ankunft lernen wir allerdings zunächst einmal die grundlegende Steuerung von Kirby. Springen und Schweben mit A, Gegner einsaugen mit B. Während wir so durch den Wald schlendern, entdecken wir dabei auch sogleich unseren ersten Gegner – der zudem völlig neu im Kirby-Universum ist: Kläffi.

Kläffi ist eine orangefarbene fuchsähnliche Kreatur, die zum ersten Mal in Kirby und das vergessene Land auftaucht. Ich habe den Eindruck, dass wir diesem Gegner wohl noch häufiger begegnen werden. Kläffi nimmt die allgemeine Form eines Fuchses mit einem großen Kopf, kurzen Gliedmaßen und einem langen Schwanz an. Während seine Hauptfellfarbe orange ist, sind seine Vorderpfoten, die Oberseite des Kopfes, die Ohrenspitzen sowie die Schwanzspitze rot. Seine Schnauze und sein Bauch sind weiß. Kläffi hat braune Augen, die denen von Kirby ähneln. Obwohl sie hauptsächlich vierbeinig sind, sieht man sie oft auch aufrecht stehen, wenn sie sich umschauen oder stillhalten.

Wenig später verlassen wir den Wald bereits und gelangen in eine von Mutter Natur zurückeroberte Großstadt. “Kreiert bitte einen Großstadtdschungel” haben die Entwickler hier wohl wörtlich genommen. Der Übergang zwischen dem Waldgebiet und Dschungel ist fließend, da wir uns noch immer in ein und demselben Level befinden. Keine Zwischensequenz oder Ladezeit vorhanden.

Beim Betreten eines Gebäudes sehen wir dann dennoch eine wunderschön anzusehende vorgerenderte Cutscene, die mir nicht nur ein breites Grinsen auf die Lippen zauberte, sondern auch eine brandneue Funktion ins Spiel brachte: Den Vollstopf-Modus.

Kirby saugt nämlich versehentlich, beim Versuch gegen ein Kläffi-Rudel zu überleben, ein Auto ein. Bevor ich aber dazu zu sprechen komme, sollte ich die grundlegende Verwandlungsmechanik vielleicht kurz ansprechen. Während Kläffi einfach nur eingesagt und wieder ausgespuckt werden können, um ein Hindernis oder einen Gegner aus dem Weg zu räumen, ist natürlich auch die altbekannte Spezial-Power von Kirby diesmal wieder mit dabei. Wenn wir also bestimmte Gegner einsaugen und schlucken, kann Kirby selbst ihre Kräfte einsetzen. Schwert, Bumerang, Bomben … ihr kennt es.

Auch bietet die Demo-Version, nachdem wir sie durchgespielt haben, einen Blick auf Spezial-Power-Upgrades. Im Verlauf des eigentlich Abenteuers bauen wir die Waddle-Dee-Stadt wieder auf und schalten damit neue Nebenbeschäftigungen in Form von Minispielen frei. Außerdem dürfen wir dort Kirbys Spezial-Power-Fähigkeiten verbessern. Mithilfe der Spezial-Power kann Kirby beispielsweise ein Schwert schwingen, einen Bumerang werfen oder Bomben einsetzen. Werten wir die Spezial-Power-Fähigkeiten auf, werden die durch Gegner erhaltenen Angriffe mächtiger und somit wird auch Kirby stärker. Wie unterschiedlich sich die verbesserten Fähigkeiten anfühlen, lässt die Demo bereits erahnen, da wir dort die Möglichkeit erhalten, unterschiedliche Fähigkeiten sowohl in ihrer Standard als auch in entwickelter Form zu verwenden – und der Unterschied ist spürbar.

In der Vollversion könnt ihr ab Freitag die Spezial-Power mithilfe sogenannter Blaupausen weiterentwickeln, um ihre Reichweite, Kraft oder Anzahl ausgeführter Angriffe zu erhöhen.

Vollgestopfter Vielfraß

Größeres Schwert, effektivere Bomben, die sich zu einer Kettenreaktion miteinander verbinden lassen […] was uns nun endlich zum Vollstopf-Modus und dem oben erwähnten Auto führt. Dies ist ein weiterer neuer Aspekt von Kirby und das vergessene Land, den wir in der Demo-Version ausgiebig testen durften, was auch tatsächlich ziemlich spaßig war.

Kirby verschlingt ganze Autos, Getränkeautomaten oder Verkehrskegel (auch als Leitkegel, Pylon oder VLC-Player-Icon bekannt) ein und nimmt dadurch deren Form an. Auf diese Weise erhalten wir in Kirby und das vergessene Land ganz neue Möglichkeiten. Als Auto rasen wir durch die Level, zertrümmern Felsen und Wände, als Getränkeautomat schießen wir mit Dosen um uns und als Pylon rammen wir Gegner ungespitzt in den Boden. Trailer zeigen bereits weitere kreativ genutzte Vollstopf-Gegenstände wie etwa Glühbirnen. Der Vollstopf-Modus verspricht eine angenehme Abwechslung in die Level zu bringen und macht auch abweichende Pfade oder zusätzliche Geheimnisse möglich.

Im Level Urbane Graslande dürfen wie zum Beispiel auch den Getränkeautomaten in uns aufnehmen oder als “Kegel-Stopfer” mit dem Pylon nach rissigen Stellen im Boden suchen. Zudem erhalten wir im zweiten Demo-Level nicht nur die Aufgabe den Abschnitt abzuschließen und die drei versteckte Waddle Dees zu retten, sondern können etwa auch fünf Tulpen zum Blühen bringen. Mit jeder erfüllten Aufgabe retten wir weitere Waddle Dees, die wiederum beim Aufbau der Waddle-Dee-Stadt helfen werden.

In-Game-Achievements & Missionen

Schließe den Abschnitt ab, rette die versteckten Waddle Dees, bringe 5 Tulpen zum Blühen, zerstöre den Rollladen des Gebäudes und gelange über das heraussprudelnde Wasser aus den Balkon – um nur ein Teil der Aufgaben zu nennen, die es in Kirby und das vergessene Land zu absolvieren gilt. Darüber hinaus findet man in den Leveln auch Plastik-Kapseln, die wir sammeln können, weil… warum nicht? Wir sammeln doch gerne kleine Figürchen!

Ersteindruck

Kirby und das vergessene Land präsentiert sich in der Demo-Version als überaus spaßig, detailverliebt, niedlich und liebenswert. Hätte nicht gedacht, dass mich ein Kirby-Spiel dann doch mal so in seinen Bann zieht – vielleicht hat mich Nintendo damit nun aber. Der schicke Grafikstil geht Hand in Hand mit dem lebendig-stimmungsvollen Soundtrack und unterstreicht, wie hochwertig die audiovisuelle Präsentation ist.

Ich werde mir Kirby und das vergessene Land auf jeden Fall zur Veröffentlichung anschauen und mich dann später nochmals zu Wort melden, wie mein Gesamteindruck sowie finales Fazit lautet und ob ich mir auch zukünftige Kirby-Spiele mal genauer anschauen möchte. Bis dahin entlasse ich euch erstmal mit dem Anfang März veröffentlichten Übersichtstrailer:

Auch wenn ich keine große Hoffnung habe, wünsche ich mir, dass der wilde Spielmodus in der Vollversion vielleicht ein wenig mehr Herausforderungen bietet – als es in der Demo war. Jump-’n’-Run-Fans dürfen sich aber in jedem Fall bereits auf den 25. März 2022 freuen, wenn Kirby und das vergessene Land exklusiv für Nintendo Switch erscheinen wird. Unentschlossenen empfehle ich einen Blick in die kostenlose Demo-Version des Spiels.

Nur um es nicht unerwähnt zu lassen: Es gibt auch einen Modus für zwei Spieler. Den habe ich in der Demo-Version aber nicht getestet und kommt bei mir wohlmöglich an Ostern erstmals zum Einsatz wenn ich meine Familie wieder besuche, da ich das dann gerne mit meinem Neffen zusammen probieren würde. Bleibt gesund und habt viel Spaß mit Kirby!

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