Katamari-Damacy-Schöpfer Keita Takahashi ist nach Japan zurückgekehrt, nachdem sich sein jüngstes Spiel wirtschaftlich nicht wie erhofft entwickeln konnte. In einem aktuellen Interview äußerte der Entwickler zudem Zweifel an seiner weiteren Zukunft in der Spielebranche – betonte jedoch, dass er weiterhin Ideen für neue Katamari-Damacy-Titel habe.
Takahashi entwarf Anfang der 2000er Jahre das ursprüngliche Katamari Damacy sowie dessen Nachfolger bei Bandai Namco. Im Jahr 2010 verließ er das Unternehmen, gründete gemeinsam mit seiner Frau das Studio Uvula und zog später in die USA. Dort arbeitete er unter anderem mit Annapurna Interactive an Wattam (2019) und zuletzt an to a T (2025).
Im Gespräch mit GamesRadar erklärte Takahashi, dass „to a T“ sich nicht gut verkauft habe. Die enttäuschenden Verkaufszahlen hätten letztlich dazu geführt, dass er nach über zehn Jahren in den USA mit seiner Familie nach Japan zurückgekehrt sei.
„Ich glaube nicht, dass irgendjemand versucht, bewusst ein Nischenspiel zu machen“, sagte Takahashi mit Blick auf die Aufmerksamkeit, die seine Spiele erhalten. „Der Begriff ‚Nischenspiel‘ ist eher das Ergebnis. Ich weiß, dass meine Spiele weit vom Mainstream entfernt sind.“
Weiter erklärte er:
Ich bin kürzlich nach Japan zurückgekehrt, und einer der Gründe dafür war, dass sich ‚to a T‘ nicht gut verkauft hat. Das ist ein Risiko der Unabhängigkeit, und ich bin bereit, es einzugehen. Aber ich denke nicht, dass es eine Frage von Nische oder Tradition ist, sondern davon, ob den Menschen ein Spiel gefällt oder nicht.
Takahashi betonte, dass er weiterhin an neue Ideen glaube, räumte jedoch ein, dass to a T kein guter Fit gewesen sei. „Die Situation ist nun einmal, wie sie ist“, so der Entwickler.
Gleichzeitig gab Takahashi zu, dass es für ihn „definitiv schwieriger“ geworden sei, die experimentellen Spiele umzusetzen, für die er bekannt ist. Sein aktueller Fokus liege nun auf seiner Familie:
Mein nächstes Ziel ist es, meine Kinder zu unterstützen und eine Schule für sie in Japan zu finden. Danach werde ich sehen, ob ich weiterhin in die Spielebranche gehöre – und falls nicht, muss ich mich anders orientieren.
Auf die Katamari-Reihe, für die er bis heute am bekanntesten ist, angesprochen, erklärte Takahashi, dass er weiterhin konkrete Ideen für neue Ableger habe.
Ich wünschte, ich hätte die Katamari-Damacy-IP. Trotzdem bin ich froh, dass Spiel und Charaktere bis heute geliebt werden. In vielerlei Hinsicht habe ich interessante Ideen für Katamari Damacy, die nur ich entwickeln könnte. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, wieder mit Bandai Namco zu arbeiten, wäre das ein sehr spannendes Projekt.