Ein bekannter Leaker aus der Fortnite-Community steht im Mittelpunkt einer neuen Klage von Epic Games. Wie ein Bericht von Kotaku aufzeigt, richtet sich die Klage gegen Hayden Cohen, der online unter den Namen AdiraFN bzw. AdiraFNInfo bekannt ist.
Besonders brisant: Cohen soll selbst für Epic Games gearbeitet haben, während er interne Informationen veröffentlichte.
Leaker arbeitete als Associate Producer
Laut Klageschrift, die beim United States District Court for the Eastern District of North Carolina eingereicht wurde, war Cohen als Associate Producer auf Vertragsbasis für Epic tätig.
Demnach habe er:
- am 11. September 2025 eine Geheimhaltungsvereinbarung (NDA) unterschrieben
- trotzdem im Januar und Februar 2026 vertrauliche Informationen öffentlich gemacht
Epic argumentiert, dass diese Leaks nur durch den internen Zugang zu Unternehmenssystemen möglich gewesen seien.
Laut Klage habe Cohen den ihm gewährten Zugang „missbraucht“ und seine Verpflichtung zur Geheimhaltung bewusst verletzt.
Leaks zu kommenden Fortnite-Kollaborationen
Zu den geleakten Informationen gehörten unter anderem damals noch nicht angekündigte Kooperationen in Fortnite, darunter Crossover mit:
- South Park (zwei Tage vor dem offiziellen Release)
- Solo Leveling (über einen Monat vor der Ankündigung)
- Kingdom Hearts und Game of Thrones
- Minecraft und Overwatch
- Projekte wie Ben 10 und He-Man

Der X-Account AdiraFNInfo hatte vor seiner Deaktivierung mehr als 13.000 Follower.
Unterlassungsaufforderung ignoriert
Nachdem Epic Games Cohen identifiziert hatte, erhielt er am 20. Februar 2026 eine Cease-and-Desist-Aufforderung. Laut Klage soll er den Forderungen des Unternehmens nicht vollständig nachgekommen sein, weshalb nun der juristische Schritt folgte.
Unterschied zu anderen Fortnite-Leakern
Andere bekannte Fortnite-Leaker wie Shiina oder HYPEX sind von der Klage nicht betroffen.
Der Grund: Diese beziehen ihre Informationen meist über Datamining, also das Auslesen öffentlich zugänglicher Spieldaten. Laut Epic konnten die von Cohen veröffentlichten Informationen nicht auf diesem Weg gewonnen werden, da sie ausschließlich über interne Systeme zugänglich waren.
Arbeitete zuvor für mehrere große Unternehmen
Bevor sein LinkedIn-Profil gelöscht wurde, soll Cohen laut Screenshots bereits für verschiedene bekannte Unternehmen tätig gewesen sein, darunter:
- American Express
- AMC Networks
- Peacock
- NBC Sports
Wie hoch mögliche Schadensersatzforderungen ausfallen könnten, ist derzeit noch offen.