Telekinetische Kräfte, ein junger Krieger auf der Suche nach seinem Platz in der Welt und ein Kampfsystem, das Gegner selbst zur Waffe macht: Mit Denari haben Ninja Kiwi und Astronaut Diaries Limited auf der gamescom 2026 gezeigt, dass sich hinter dem Namen mehr verbirgt als nur ein weiteres isometrisches Action-Adventure. Wir konnten uns den Titel vor Ort anschauen und verraten euch, ob das Konzept auch im Detail überzeugt.
Denari auf einen Blick:
- Release: 24. März 2027
- Plattform: Nintendo Switch, PC (Steam)
- Entwickler: Astronaut Diaries Limited
- Publisher: Ninja Kiwi
- Genre: Isometrisches Action-Adventure
- Setting: Die Welt von Qira
Denari Kampfsystem: Wenn Gegner selbst zur Waffe werden
Was Denari von klassischen Action-Adventures abhebt, zeigt sich schon in den ersten Spielminuten: Statt Feinde nur mit dem Schwert zu bekämpfen, setzt Taiu, der Protagonist des Spiels, neben dem Schwert auch gezielt Telekinese ein. Kleinere Gegner werden kurzerhand gegen größere geschleudert, feindliche Projektile zurückgeworfen oder Bomben direkt zum Absender zurückbefördert. Wer richtig pariert, wird zusätzlich mit reflektiertem Schaden belohnt.
Das Ergebnis: Kämpfe, die sich nie repetitiv anfühlen, sondern das Gefühl vermitteln, die gesamte Umgebung als Werkzeug gegen die eigenen Feinde einzusetzen. Besonders das Aneinanderstoßen von Gegnern oder das gezielte Zurückwerfen von Angriffen sorgt immer wieder für kleine, aber befriedigende Erfolgsmomente.
Da ich mitten ins Spiel geworfen wurde, hatte ich zunächst Probleme mit der Steuerung, bin aber später richtig gut reingekommen. Vor Ort wurde sich richtig viel Zeit genommen, mir das Spiel zu erklären und kleine Kniffe im Kampf besser zu verstehen. Ihr werdet das alles schon im Tutorial des Spiels lernen.
Die Animationssprache des Spiels hat mich in seinen Bann gezogen. Treffer wirken nachvollziehbar und selbst die kurzen Momente vor gegnerischen Attacken lassen sich gut ablesen. Am meisten überzeugt haben mich die telekinetischen Fähigkeiten, womit Gegner und Objekte mit einer glaubwürdigen Druckwelle regelrecht durch die Szene geschoben wurden. So verschafft man sich einen Moment, um sich neu zu positionieren und kurz durchatmen zu können.

Ob dieses Prinzip aber auch über die gesamte Spielzeit hinweg frisch bleibt, muss sich erst noch zeigen. Sollten die Entwickler nicht regelmäßig neue Gegnertypen und Mechaniken nachlegen, könnte sich das Niederkämpfen größerer Gegnerwellen mit der Zeit abnutzen.
Es gibt im Kampf viele Möglichkeiten wie man die Gegner besiegt. Da dürfte für jeden Spieltyp die passende Mechanik dabei sein. Mehr dazu erfahren wir dann aber wohl erst, wenn das Spiel da ist.
Die Story von Denari: Vom Krieger zum Beschützer
Auch abseits der Kämpfe setzt Denari klar auf Erzählung. Im Zentrum steht Taius Wandel vom jungen Krieger zum Beschützer seines Volkes – unterstützt von Freunden und den Geistern seiner Vorfahren, die ihm neue Fähigkeiten vermitteln. Schon der erste Eindruck macht neugierig auf mehr, auch wenn sich erst mit dem finalen Release zeigen wird, ob die Geschichte ihr volles Potenzial ausschöpfen kann.
Bisher werden nur englische Bildschirmtexte unterstützt, man ist aber gewillt, dass wir europäer weiteren Sprachen – darunter auch Deutsch – erhalten werden. Seid ihr neugierig auf das Spiel? Je mehr Beführworter es gibt, desto höher ist natürlich die Chance auf eine Lokalisierung!
Grafikstil von Denari: Cel-Shading mit eigenem Charakter
Optisch hebt sich Denari deutlich vom Einheitslook vieler Indie-Titel ab. Statt auf Minimalismus zu setzen, punktet das Spiel mit einem markanten Cel-Shading-Stil: klare Linien, kräftige Konturen, ausdrucksstarke Figuren – und das, ohne jemals ins Kitschige abzudriften.
Auch die Farbgebung wirkt durchdacht: sattes Grün in den Wäldern, warme Erdtöne in den Städten, kühle Nuancen in gefährlicheren Gebieten. Das ist keine reine Spielerei, sondern zahlt direkt auf die Lesbarkeit ein – Gegner, Projektile und interaktive Objekte heben sich im Kampf jederzeit klar vom Hintergrund ab.
Übersicht trotz Kampfchaos
Auch im hektischsten Getümmel behält man in Denari den Überblick: Unterschiedliche Silhouetten, klare Farbakzente und eindeutige Angriffshinweise sorgen dafür, dass Gegner klar unterscheidbar bleiben – ein wichtiger Faktor gerade für die Hack-and-Slash-Elemente des Spiels. Die Benutzeroberfläche selbst hält sich dabei angenehm zurück: aufgeräumte Anzeigen, selbsterklärende Icons und Farbcodierungen sorgen dafür, dass der Blick meist dort bleibt, wo er hingehört – mitten im Geschehen.
Technisch hinterließ die auf der gamescom gezeigte Version bereits einen runden Eindruck: Die Kämpfe liefen durchgehend flüssig, größere Probleme fielen mir nicht auf. Spielen durfte ich sowohl auf Nintendo Switch (im Handheld-Modus) als auch auf dem PC mit einem Xbox-Controller.
Was mich bei der Steuerung auf Nintendo Switch noch gestört hatte: Texte mussten mit B weggedrückt werden. Das liegt daran, weil beim Xbox-Controller das A unten ist. Im finalen Spiel soll es aber die Möglichkeit geben, die Steuerung entsprechend anzupassen, damit alle glücklich sind.
Fazit: Ein Action-Adventure mit eigener Handschrift
Unser Hands-on auf der gamescom 2026 hat Lust auf mehr gemacht: Denari verbindet schnelle, telekinese-basierte Kämpfe mit einer vielversprechenden Geschichte und einem Grafikstil, der sich bewusst von der Masse abhebt. Ob dieses Versprechen über die komplette Spielzeit trägt, wird sich zeigen – die Grundlage dafür wirkt jedenfalls vielversprechend. Am 24. März 2027 erscheint Denari für Nintendo Switch.
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