Switch 2: Square Enix verteidigt Game-Key Cards bei Final Fantasy VII Remake Intergrade

Die Softwareschlüssel-Karten der Nintendo Switch 2 bleiben ein heiß diskutiertes Thema. Viele Fans physischer Spiele lehnen sie ab, weil sich auf den Karten nicht das eigentliche Spiel, sondern lediglich ein Downloadschlüssel befindet. Entwickler und Publisher wiederum sehen darin oft die einzige Möglichkeit, besonders große Spiele überhaupt physisch anzubieten.

Final Fantasy VII Remake Intergrade als Beispiel

So auch bei Square Enix: Für die Switch-2-Version von Final Fantasy VII Remake Intergrade kommt eine Game-Key Card zum Einsatz. Eine klassische Switch-2-Cartridge ist mit maximal 64 GB schlicht zu klein, während das Rollenspiel fast 90 GB Speicher benötigt.

Im Gespräch mit JPGames erklärte Director Naoki Hamaguchi, warum man sich zu diesem Schritt entschlossen hat – und weshalb Game-Key Cards aus Entwicklersicht Vorteile bieten.

Sichtweise der Fans nachvollziehbar

„Ja, ich habe die Reaktionen der verschiedenen Nintendo-Spieler auf die Game-Key Cards gehört. Ich verstehe ihre Sichtweise, auf jeden Fall. Ich kann nachvollziehen, was sie vielleicht stört, warum sie sie vielleicht nicht mögen, und ich verstehe das, wirklich“, so Hamaguchi.

Trotzdem sei die Diskussion unter Entwicklern anders gelagert: „Die Speicherbeschränkung ist ein Thema, aber das größte Problem für High-End-HD-Spiele wie unseres ist tatsächlich die Ladegeschwindigkeit.“

Ladegeschwindigkeit als Schlüsselfaktor

Eine Switch-2-Cartridge sei im direkten Vergleich zu einem SSD-Laufwerk deutlich im Nachteil. „Wenn man hingegen ein Semi-Download-Spiel hat, kann man die SSD nutzen und sich darauf verlassen, dass das Laden reibungsloser verläuft“, erklärt Hamaguchi.

Für Entwickler sei das der entscheidende Punkt, da nur so eine optimale Performance erreicht werden könne.

Bitte um Akzeptanz seitens der Fans

Abschließend versucht Hamaguchi zu vermitteln:

Ich würde es gut finden, wenn Nintendo-Fans die Key Cards verstehen und vielleicht als Teil der Spielkultur auf der Switch akzeptieren würden, weil sie mehr Möglichkeiten bieten. Es ist eine Option, die nicht jeder nutzen muss, aber es ist eine weitere Möglichkeit, den Fans die Spiele zur Verfügung zu stellen.

Fans physischer Medien dürfen sich immerhin über Extras wie ein Wendecover und Magic-Booster freuen. Mit 49,99 € (aktueller Preis bei Amazon) ist das Spiel zudem erschwinglich.

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Die Kontroverse um die Softwareschlüssel-Karten dürfte damit nicht beendet sein – Hamaguchi zeigt aber auf, dass sie für Entwickler wie Square Enix derzeit eine gute Möglichkeit darstellen, Blockbuster-Spiele in physischer Form auf die Switch 2 zu bringen.

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