Nintendo verliert 14 Milliarden US-Dollar an Marktwert – Sorge vor Memory-Engpässen wächst weiter

Nintendo sieht sich weiterhin mit erheblichen Auswirkungen des globalen Speicherchip-Mangels konfrontiert. Während die Technologiebranche insgesamt unter der angespannten Liefersituation leidet und Unternehmen wie Samsung ihre Produktionslinien umstellen und andere Marken Preiserhöhungen ankündigen, berichtet Bloomberg, dass Nintendo bereits 14 Milliarden US-Dollar an Börsenwert verloren hat.

Aktienkurs fällt auf niedrigsten Stand seit Mai 2025

Laut dem Bericht sind Nintendos Aktienkurse an nahezu jedem Handelstag im Dezember gefallen und haben inzwischen ihren niedrigsten Stand seit Mai 2025 erreicht. Grund dafür sind steigende Kosten im Komponentenmarkt:

  • Der Preis für die 12-GB-RAM-Chips, die in der Herstellung der Nintendo Switch 2 eingesetzt werden, sei um 41 Prozent gestiegen.
  • Auch NAND-Speicher verteuerte sich um 8 Prozent.

Angesichts des sinkenden Marktwerts stellt sich nun vermehrt die Frage, wann – und nicht mehr ob – Nintendo den Verkaufspreis der Switch 2 erhöhen wird.

Steigende Zubehörpreise belasten Verbraucher zusätzlich

Pelham Smithers von Pelham Smithers Associates erklärte gegenüber Bloomberg, Nintendo habe die höheren Kosten bereits indirekt an seine Kundschaft weitergegeben – etwa durch microSD-Express-Karten.

Smithers sagte:

Der Anstieg der NAND-Preise wirkt sich zunehmend auf Express-SD-Karten aus. Eine 256-GB-Express-SD-Karte kostet derzeit 89,99 US-Dollar bei Amazon. Dies ist effektiv ein Kostenfaktor, den Nintendo an die Spieler weitergegeben hat.

Zwar ist eine microSD-Express-Karte nicht zwingend notwendig, jedoch werden Speichermedien zunehmend relevanter:

  • Viele Entwickler setzen bei Switch-2-Titeln verstärkt auf Softwareschlüssel-Karten, die Speicher benötigen.
  • Digitale Spiele verbrauchen immer mehr Speicherplatz.
  • Die interne Kapazität der Switch 2 reicht daher für viele Nutzer nicht so weit wie gehofft.

Hinzu kommt, dass microSD-Express-Karten durch den globalen Engpass ohnehin schwerer erhältlich sind. Das erschwert den Preisvergleich, weil einige Verbraucher die hochpreisigen Karten schlicht nicht mehr finden.

Black-Friday-Rabatte werfen zusätzliche Fragen auf

Smithers betonte außerdem, dass die Black-Friday-Rabatte für das Switch-2-Bundle mit Mario Kart World zu den „Überraschungen“ der Saison gehört hätten:

Man würde nicht erwarten, dass ein solches Bundle so kurz vor der Feiertagssaison rabattiert wird.

Die Switch 2 war eines der meistverkauften Systeme am Black Friday – auch wenn in der EU in diesem Jahr größtenteils die PlayStation 5 an erster Stelle stand. Dennoch herrscht Unsicherheit darüber, ob Nintendo die Nachfrage langfristig decken kann, insbesondere angesichts der gestiegenen Herstellungskosten.

Furukawas Zusicherung – und dennoch wachsende Zweifel

Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa versicherte erst vor wenigen Wochen, dass der Preis des Konsolensystems „vorerst stabil“ bleiben werde. Doch mit Blick auf den anhaltenden Speicherchip-Mangel und die steigenden Produktionskosten könnte sich diese Situation nach den Feiertagen schneller ändern als erwartet.

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