Nintendo Switch 2: Chip-Analyse deutet auf fortschrittlichere Technik hin

Eine neue Analyse des Mainboards der Nintendo Switch 2 zeigt, dass die Konsole leistungsstärker sein könnte als erwartet. Der Nvidia-Chip basiert offenbar auf moderner Ada-Lovelace-Architektur und bietet bis zu acht Performance-Kerne.

Ein chinesischer YouTuber hat es geschafft, ein echtes Mainboard der Nintendo Switch 2 zu sichern, und gibt damit einen detaillierten Einblick in die Hardware der kommenden Konsole. Die Ergebnisse könnten einige überraschen – die Switch 2 scheint deutlich leistungsfähiger zu sein, als bisher vermutet wurde.

Mainboard-Details der Nintendo Switch 2

Das Mainboard der Nintendo Switch 2 ist deutlich größer als das der ersten Switch-Generation, was zum Teil daran liegt, dass der Spielmodul-Slot jetzt direkt auf dem Mainboard integriert ist. Zu den wichtigsten Komponenten gehören:

  • Nvidia Tegra T239 SoC: Mit einer Fläche von 207 mm² ist dieser Chip 75 % größer als der 20 nm Tegra X1 der ursprünglichen Switch und sogar mehr als doppelt so groß wie der 16 nm Chip der Switch OLED.
  • Arbeitsspeicher: Zwei 6 GB LPDDR5X-8.533-RAM-Module von SK Hynix, die eine deutlich höhere Bandbreite und Effizienz bieten.
  • Speicher: 256 GB UFS 3.1 TLC-Flash von SK Hynix, was eine schnelle Speicherlösung für kürzere Ladezeiten ermöglicht.
  • Stromversorgung: Zwei Power-Management-Chips, die 34,4 Watt bewältigen können, was auf eine höhere Gesamtleistung der Konsole hindeutet.
  • Drahtlose Kommunikation: Ein MTK MT3681AEN Bluetooth- und Wi-Fi-Chip, der vermutlich Wi-Fi 6E oder sogar Wi-Fi 7 unterstützt.

Nvidia Tegra T239: Mehr Power dank Ada-Lovelace-Architektur

Der Tegra T239 basiert auf der modernen Ada-Lovelace-Architektur, die auch in der GeForce-RTX-4000-Serie verwendet wird. Der Chip enthält:

  • 8 ARM Cortex-A78C Performance-Kerne mit 4 MB L3-Cache
  • 1.536 CUDA-Recheneinheiten, die für die Grafikberechnung verantwortlich sind

Obwohl die Ada-Lovelace-Architektur für ihre hohe Energieeffizienz bekannt ist, setzt Nvidia beim T239 offenbar auf die ältere Ampere-Architektur der RTX 3000-Serie, zumindest was einige Aspekte des Chips angeht. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass Nintendo die Balance zwischen Leistung und Energieverbrauch optimieren möchte.

Simulierte Benchmarks: Wie stark ist die Nintendo Switch 2 wirklich?

Um die Leistung der Nintendo Switch 2 abzuschätzen, hat der YouTuber Geekerwan die technisch ähnliche Nvidia GeForce RTX 2050 Laptop-GPU verwendet und deren Takt und Speichertakt reduziert. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Switch 2 im Docking-Modus etwa die Leistung einer GeForce GTX 1050 Ti und im Handheld-Modus die einer GeForce GTX 750 Ti erreichen könnte.

Zum Vergleich: Die GeForce GTX 1050 Ti bietet etwa doppelt so viel Grafikleistung wie die integrierte GPU der ersten Nintendo Switch. Dies würde einen deutlichen Sprung in der Grafikqualität und Bildrate für kommende Titel bedeuten, insbesondere wenn die Konsole im Dock betrieben wird.

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