Nintendo: Steigende RAM-Kosten beeinflussen Switch-2-Preis vorerst nicht

Nintendo hat klargestellt, dass der Preis der Nintendo Switch 2 aktuell nicht angehoben wird, obwohl die Kosten für Arbeitsspeicher (RAM) deutlich gestiegen sind. Das erklärte Nintendo-Präsident Shuntaro Furukawa im Rahmen einer Fragerunde nach der jüngsten Finanzkonferenz des Unternehmens.

Steigende RAM-Preise durch hohe Nachfrage

Die weltweit steigenden Preise für RAM werden vor allem auf die starke Nachfrage durch KI-Rechenzentren zurückgeführt, die große Mengen an Speicher aufkaufen und damit das Angebot verknappen. In mehreren Branchen wird befürchtet, dass dies langfristig zu höheren Preisen für elektronische Geräte führen könnte.

Keine Auswirkungen auf Profitabilität im laufenden Geschäftsjahr

Auf die Frage eines Aktionärs, ob Nintendo den Preis der Switch 2 anpassen könnte, falls die Komponentenpreise weiter steigen, erklärte Furukawa, dass Nintendo zwar keine Details zu einzelnen Bauteilen offenlege, aber intensive Gespräche mit Zulieferern führe, um eine langfristig stabile Versorgung sicherzustellen.

Laut Furukawa habe der jüngste Anstieg der Speicherpreise die Hardware-Profitabilität im dritten Quartal des Geschäftsjahres (Oktober bis Dezember 2025) nicht signifikant beeinflusst. Auch für das vierte Quartal erwarte Nintendo derzeit keine nennenswerten Auswirkungen.

Neubewertung bei anhaltendem Kostenanstieg möglich

Sollten die steigenden Preise jedoch über das nächste Geschäftsjahr hinaus anhalten, könnte dies laut Furukawa langfristig Auswirkungen auf die Profitabilität haben. In einem solchen Fall werde Nintendo den Markt analysieren und geeignete Maßnahmen prüfen.

Der Nintendo-Präsident betonte jedoch ausdrücklich, dass derzeit keine Entscheidung über eine Preisänderung der Switch 2 getroffen wurde.

Preisentscheidungen basieren auf mehreren Faktoren

Furukawa machte deutlich, dass eine mögliche Preisänderung nicht allein von der Profitabilität abhänge:

Preisänderungen werden ganzheitlich entschieden – unter Berücksichtigung nicht nur der Profitabilität, sondern auch der Verbreitung der Plattform, der Verkaufstrends und der Marktsituation.

Er ergänzte, dass insbesondere das zweite und dritte Jahr im Lebenszyklus der Switch 2 entscheidend für den langfristigen Erfolg der Plattform seien.

Nintendo wolle vermeiden, jede Konsole mit Verlust zu verkaufen, gleichzeitig solle das Unternehmen aber nicht übermäßig auf kurzfristige Marktbewegungen reagieren. Sollte es möglich sein, den Hardware-Preis stabil zu halten, könnten höhere Verkaufszahlen langfristig durch Software-Verkäufe kompensiert werden.

Rückblick: Zubehörpreise bereits angepasst

Bereits im vergangenen Jahr hatte Nintendo die Vorbestellungen der Switch 2 in den USA aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten – darunter auch Zollregelungen – zeitweise ausgesetzt. Später bestätigte das Unternehmen, dass der Konsolenpreis zum Launch stabil bleibt, jedoch Preisanpassungen bei Zubehör vorgenommen werden.

Nintendo erklärte damals:

Nintendo Switch 2-Zubehör unterliegt Preisänderungen gegenüber den am 2. April 2025 angekündigten Preisen aufgrund veränderter Marktbedingungen. Weitere Preisanpassungen für Nintendo-Produkte sind je nach Marktentwicklung künftig möglich.

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