Ein Entwickler hat neue Einblicke in Nintendos Strategie für Spiele auf der Nintendo Switch 2 gegeben. Demnach geht das Unternehmen derzeit sehr selektiv vor, wenn es darum geht, welche Titel tatsächlich auf der Konsole veröffentlicht werden dürfen.
Entwickler wartet auf Freigabe für neuen Port
Die Aussagen stammen von Dave Oshry, Mitgründer des Indie-Publishers New Blood Interactive. Im Gespräch mit RPG Site erklärte er, dass sein Studio bereits Entwicklerkits für die Switch 2 besitzt.
Laut Oshry läuft eine neue Version des Shooters DUSK auf der Konsole bereits problemlos – sogar mit 120 FPS und Maussteuerung. Trotzdem hat Nintendo bisher noch keine Freigabe für eine Veröffentlichung erteilt.
Wir haben jetzt Switch-2-Devkits. Es unterscheidet sich nicht stark von der Switch 1. Wir haben DUSK mit 120 FPS und Maussteuerung zum Laufen gebracht. Es funktioniert großartig – wir warten nur noch darauf, dass Nintendo uns die Veröffentlichung erlaubt.
Nintendo will „Shovelware-Flut“ vermeiden
Der Grund für die vorsichtige Strategie: Nintendo möchte offenbar verhindern, dass sich der digitale Shop der Konsole ähnlich entwickelt wie beim Vorgänger.
Die Nintendo Switch-eShop wurde in den letzten Jahren häufig dafür kritisiert, mit zahlreichen minderwertigen („Slop“) oder schnell produzierten Spielen („Shovelware“) überflutet zu sein.
„Sie wollen nicht, dass es zu einem riesigen ‚Slop-Fest‘ wird, wie der Switch-1-eShop nach ein paar Jahren“, so Oshry.
Entwickler erhalten trotzdem Unterstützung
Trotz der strengen Auswahl betont Oshry, dass Nintendo gegenüber seinem Studio kooperativ und unterstützend sei. So habe Nintendo dem Team Entwicklerkits zur Verfügung gestellt und ermögliche weiterhin Updates für bestehende Spiele.
Die Aussagen deuten darauf hin, dass Nintendo beim Start der Nintendo Switch 2 stärker kuratierte Veröffentlichungen anstrebt – zumindest in der frühen Phase der Konsole.