Nintendo beobachtet hohe RAM-Preise und Zollauswirkungen sehr genau – Präsident Furukawa äußert sich zu Switch-2-Margen

Nintendo behält die steigenden Speicherpreise und die Auswirkungen internationaler Zölle sehr genau im Blick. Das erklärte Unternehmenspräsident Shuntaro Furukawa in einem aktuellen Interview. Zu möglichen Preiserhöhungen äußerte er sich allerdings nicht und bezeichnete entsprechende Fragen als „hypothetisch“.

Gegenüber der japanischen Zeitung Kyoto Shimbun wurde Furukawa gefragt, welche Herausforderungen sich aus der im Vergleich zur ursprünglichen Nintendo Switch niedrigeren Gewinnmarge der Nintendo Switch 2 ergeben.

„Die Rentabilität von Hardware hängt von Faktoren wie den Beschaffungsbedingungen für Komponenten, Kostensenkungen durch Massenproduktion sowie den Auswirkungen von Wechselkursen und Zöllen ab“, erklärte Furukawa laut maschineller Übersetzung.
„Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich wollen wir dies durch eine vorausschauende Komponentenbeschaffung im mittel- bis langfristigen Zeitraum ausgleichen.“

Steigende RAM-Preise als mögliches Risiko

Furukawa wies außerdem darauf hin, dass die stark steigenden Preise für Arbeitsspeicher – vor allem verursacht durch die hohe Nachfrage von KI-Rechenzentren, die große Mengen an RAM aufkaufen – künftig problematisch werden könnten, falls sich dieser Trend fortsetzt.

„Wir beschaffen unsere Komponenten auf Basis unserer mittel- bis langfristigen Geschäftsplanung, aber der aktuelle Speichermarkt ist sehr volatil“, so Furukawa. „Es gibt derzeit keine unmittelbaren Auswirkungen auf unsere Erträge, aber wir müssen die Situation sehr genau beobachten.“

Auf die Frage, ob Nintendo abhängig von zukünftigen Beschaffungskosten die Preise erhöhen könnte, antwortete Furukawa, dies sei eine hypothetische Annahme, zu der er keinen Kommentar abgeben könne.

Zölle belasten Prognosen – Preise könnten weitergegeben werden

Im weiteren Verlauf des Interviews wurde Furukawa auch zu den hohen US-Zöllen auf japanische Produkte befragt. Er erklärte, dass Nintendo zu Beginn des Geschäftsjahres mit einer negativen Auswirkung in Höhe von mehreren zehn Milliarden Yen gerechnet habe und sich dieser Effekt in der ersten Jahreshälfte tatsächlich bemerkbar gemacht habe.

„Auch wenn es schwierig ist, die zukünftigen Auswirkungen exakt abzuschätzen, ist unsere grundsätzliche Politik, Zölle als Kosten zu betrachten und diese so weit wie möglich auf die Preise umzulegen – nicht nur in den USA“, sagte Furukawa.
„Gleichzeitig befinden wir uns in einer entscheidenden Phase für unser Spielegeschäft, da wir die Verbreitung neuer Hardware vorantreiben und die Dynamik unserer Plattformen aufrechterhalten wollen. Wir wägen diese Faktoren sehr sorgfältig gegeneinander ab.“

Switch-2-Zubehör bereits von Preisanpassungen betroffen

Nintendo hatte die Vorbestellungen der Switch 2 in den USA zunächst aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheiten zurückgehalten. Später wurde bestätigt, dass der Konsolenpreis zum Marktstart zwar stabil bleibt, einige Zubehörartikel jedoch bereits teurer werden.

Nintendo erklärte dazu:

Die Preise für Nintendo Switch 2 Zubehör werden aufgrund veränderter Marktbedingungen gegenüber den am 2. April angekündigten Preisen angepasst. Weitere Preisänderungen für Nintendo-Produkte sind je nach Marktentwicklung in Zukunft ebenfalls möglich.

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