Square Enix hat kurz vor Weihnachten eine Überraschung für Nintendo-Fans geliefert: Die Demo zu Final Fantasy VII Remake Intergrade ist ab sofort auf der Nintendo Switch 2 verfügbar und erlaubt den ikonischen Einstieg in das Spiel – inklusive Mako-Reaktor-Mission. Parallel erschien die Demo auch für Xbox Series X|S, doch besonders spannend war die Frage: Wie gut schlägt sich die Switch-2-Version technisch wirklich? Digital Foundry hat genau das analysiert – und findet überraschend deutliche Antworten.
Grafikvergleich mit PS4 Pro und Steam Deck
Nah an der PS5 – mit wenigen Abstrichen
Die wichtigste Erkenntnis gleich zu Beginn: Trotz der Hardware-Limitierungen nähert sich die Switch-2-Version in vielen Bereichen verblüffend stark der PS5-Fassung von Intergrade an. Beleuchtung, volumetrische Effekte, Screen-Space-Reflections und die generelle Präsentation wirken deutlich moderner als auf PS4. Lediglich die Schattenauflösung fällt sichtbar weicher und stärker gedithert aus. Texturqualität scheint – zumindest in der Demo – näher an Intergrade (also der PS5- und nicht PS4-Version) zu liegen, muss sich aber im finalen Spiel erst noch in größeren Arealen beweisen.
DLSS „tiny“ sorgt für Schärfe – mit typischen Nebenwirkungen
Die größte Besonderheit ist die Bildrekonstruktion über das Switch-2-exklusive „tiny DLSS“-Modell. Während frühere Versionen auf Unreal Engine 4-TAA setzten, ermöglicht DLSS hier eine höhere Grundschärfe und klare Details, besonders in Standbildern. Bewegungen offenbaren jedoch typische DLSS-Artefakte: Aliasing an Kanten, Dithering in Haaren und kurzzeitiges Nachziehen. Dennoch bleibt das Bild sichtbar stabiler als bei anderen Spielen, die die Technik aggressiver einsetzen.
- Docked: Basis rund 1080p, hochskaliert, sehr sauberer Gesamteindruck
- Portable: meist 720p Basis, ebenfalls DLSS-Upscaling auf 1080p, gelegentliche Ausreißer darunter möglich
Interessant: In manchen Szenen wirkt die Switch 2 in Standbildern sogar schärfer als Xbox Series S in ihrem 1440p-Modus.
Performance: Stabil im Dock, etwas wacklig unterwegs
Im Dock arbeitet die Demo weitgehend solide mit stabilen 30 FPS, einzelne Frame-Drops bleiben die Ausnahme. Im Handheld-Modus sieht es etwas kritischer aus. Hier sind spürbare Einbrüche unter die 30-FPS-Marke möglich – vergleichbar mit PS4-Niveau, allerdings bei sichtbar modernisierter Präsentation. Ob das in späteren, offenen Gebieten so bleibt, kann die Demo naturgemäß noch nicht beantworten.
HDR, Videoqualität und kleine Schwächen
HDR gehört laut Digital Foundry zu den positiven Überraschungen: Highlights wirken brillant, Kontraste natürlich, dunkle Szenen nicht ausgewaschen. Weniger überzeugend sind die FMV-Sequenzen, die auf Nintendo Switch 2 spürbar stärker komprimiert wirken. Da große Teile des Spiels aber ohnehin in Echtzeit gerendert werden, dürfte das für das Gesamtpaket verkraftbar bleiben und spart am Ende des Tages sicherlich auch Speicherplatz.
Zwischenfazit von Digital Foundry
Digital Foundry spricht von einer „wirklich guten Erfahrung“ und zählt die Demo aktuell zu den technisch beeindruckendsten Switch-2-Titeln. Sie kommt erstaunlich nah an die PS5-Intergrade-Version heran, kombiniert starke Bildqualität, modernes Lighting, saubere Rekonstruktionstechnik und stabile Dock-Performance – mit ein paar klar benennbaren Abstrichen bei Schatten, FMVs und Handheld-Framerate.
Die Vollversion erscheint am 22. Januar 2026, und gespeicherter Fortschritt aus der Demo wird übernommen. Bleibt die gezeigte Qualität bestehen, könnte dies einer der bislang stärksten Belege dafür sein, welches technische Niveau Switch-2-Ports erreichen können.
Nintendo Connect bei Google
Markiere uns als bevorzugte Quelle und bekomme unsere Nintendo-News künftig häufiger in deinen Google-Suchergebnissen und Feeds angezeigt.
Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen