Final Fantasy VII Remake: Director äußert sich zu Nintendo Switch 2 Game-Key Cards

Naoki Hamaguchi, Director von Final Fantasy VII Remake, hat sich gegenüber Automaton ausführlich zum umstrittenen Game-Key-Card-Format der Nintendo Switch 2 geäußert. Hintergrund ist die Diskussion um die neue Vertriebsform der Softwareschlüssel-Karten, die insbesondere bei großen, grafisch aufwendigen Produktionen für Debatten sorgt.

Kein Weg führt an Key Cards vorbei!

Hamaguchi macht deutlich, dass die Entscheidung gegen eine klassische Modulveröffentlichung technische Gründe habe. Eine herkömmliche 64-GB-Cartridge hätte demnach nicht ausgereicht, um das vollständige Spiel unterzubringen.

Zudem verweist er auf erhebliche Unterschiede bei den Ladegeschwindigkeiten. Das Laden direkt von einer Game-Cartridge, die sämtliche Spieldaten enthält, sei im Vergleich zum Zugriff auf den internen Speicher der Switch 2 etwa doppelt so langsam. Für ein modernes Spieldesign stelle das ein zentrales Problem dar.

Spieldesign setzt auf kontinuierliches Streaming

Laut Hamaguchi ist das Game-Design von Final Fantasy VII Remake nicht darauf ausgelegt, sämtliche Daten vorab in den Speicher zu laden. Stattdessen würden während des laufenden Spiels permanent Daten nachgeladen und ausgetauscht. Unter diesen Voraussetzungen wäre die Ladegeschwindigkeit eines klassischen Moduls unzureichend und würde zu spürbaren Unterbrechungen führen.

Neben der Performance nennt er auch die Speicherkapazität als limitierenden Faktor: Selbst mit derzeit verfügbaren Modulen ließe sich das vollständige Spiel nicht unterbringen.

SSD-Tempo als Voraussetzung

Entscheidend sei der Zugriff auf schnelle Speichertechnologien wie SSD oder UFS, wie sie in der Nintendo Switch 2 zum Einsatz kommen. Nur mit entsprechenden Transferraten lasse sich das angestrebte technische Niveau im Rahmen plattformspezifischer Optimierung realisieren.

Mit Blick auf den dritten Teil der Remake-Trilogie betont Hamaguchi, dass das Entwicklerteam weiterhin ein groß angelegtes Spielerlebnis auf dem Niveau von Final Fantasy VII Rebirth anstrebe.

Frühere Nintendo-Absagen aus technischen Gründen

In der Vergangenheit habe man sich bei unlösbaren Einschränkungen hinsichtlich Ladezeiten und Speicherkapazität gegen Veröffentlichungen auf Nintendo-Systemen entscheiden müssen. Die Leistungsfähigkeit der Nintendo Switch 2 sowie das Game-Key-Card-Format hätten nun jedoch den Ausschlag gegeben, die Spiele doch auf die Plattform zu bringen.

Abschließend betont Hamaguchi, er sehe es als seine Aufgabe, diese technischen Hintergründe offen gegenüber den Nutzerinnen und Nutzern zu kommunizieren.

Die Diskussion um Softwareschlüssel-Karten dürfte damit vorerst nicht abebben – insbesondere bei umfangreichen AAA-Produktionen, die hohe Anforderungen an Speicher und Streaming-Performance stellen.

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