Assassin’s Creed Shadows von Ubisoft auf Februar 2025 verschoben

Assassin’s Creed Shadows erscheint für PC, PlayStation 5 und Xbox-Systemen. Eine Version für ‚Nintendo Switch 2‘ ist noch nicht bestätigt.

Der ursprünglich für den 12. November 2024 angekündigte PC-, PlayStation- und Xbox-Blockbuster erscheint erst am 14. Februar 2025 – also mit dreimonatiger Verzögerung. Wer also gehofft hatte das Spiel zur Weihnachtszeit zu spielen, guckt in die Röhre.

Im Umfeld der Tokyo Game Show hatte Ubisoft geplant, den angereisten Journalisten die aktuelle Version von Assassin’s Creed Shadows zu zeigen. Doch die Präsentation wurde kurzfristig abgesagt – und spätestens mit dem heutigen Mittwoch ist auch klar, warum:

Die Verschiebung des kommerziell wichtigsten Ubisoft-Produkts wirft die komplette Finanz-Planung des französischen Publishers über den Haufen – zuvorderst natürlich mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft. Für das Geschäftsjahr 2024/25 geht das Management nun von Einnahmen im Volumen von 1,95 Milliarden aus. Für das laufende Quartal (Juli bis September) wird die Umsatz-Erwartung von 500 Mio. € auf 350 bis 370 Mio. € reduziert – was insbesondere auf den schwachen Verkaufs-Start von Star Wars Outlaws am 30. August 2024 zurückzuführen ist.

Infolge der damit einher gehenden Kritik von Spielern und Fachpresse gibt es massive Anpassungen am Geschäftsmodell von Assassin’s Creed Shadows, das laut Hersteller ‚feature-complete‘ ist – sprich: Alle Spielmechaniken sind grundsätzlich funktionstüchtig.

Sogar die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) hat bereits eine Altersfreigabe von 18 Jahren erteilt.

  • Drastische Gewalt: Die enthaltene Gewalt im Spiel ist deutlich visualisiert oder übertrieben stark fokussiert.
  • In-Game-Käufe: Das Spiel enthält Möglichkeiten zum direkten Kauf von zusätzlichen Inhalten. Häufig handelt es sich dabei um kleinere Zusatzgegenstände (Items), die für mehr Abwechslung im Spielverlauf sorgen, wie „Bonuslevel“, „Skins“ (Outfits für Spielcharaktere), virtuelle Münzen und andere Formen von spielinterner Währung, Abonnements und Upgrades (z. B. zur Deaktivierung von Werbung). In-Game-Käufe sind meist optional und somit nicht erforderlich, um im Spiel weiterzukommen.
  • Tipp: Auf allen gängigen Plattformen, Konsolen oder Geräten können In-Game-Käufe über Kontoeinstellungen oder Jugendschutzsysteme mit einem Passwort geschützt oder ganz deaktiviert werden. Treffen Sie mit Ihrem Kind darüber hinaus Vereinbarungen, ob Käufe getätigt werden dürfen und wenn ja, in welcher Höhe. Weitere Informationen für passende Spieleinstellungen gibt es auf unserer Ratgeber-Seite.

Die zusätzliche Zeit will das Entwicklerteam nun in das Feintuning investieren und insbesondere die Unterschiede der Protagonisten Naoe und Yasuke stärker herausarbeiten.

Ubisoft verabschiedet sich vom ‚Season Pass‘-Modell

Alle Kunden können zeitgleich auf das Spiel zugreifen – Vorbesteller erhalten die erste Erweiterung ohne Zusatzkosten. Und: Ubisoft wird neue Spiele künftig vom Start weg auf der PC-Plattform Steam anbieten – Star Wars Outlaws wird am 21. November 2024 freigeschaltet. Das Studio arbeitet an weiteren inhaltlichen und technischen Nachbesserungen für das Produkt.

Ungeachtet dessen, dass die Quartals-Ergebnisse unter den Erwartungen liegen, will Ubisoft-Gründer und -CEO Yves Guillemot abseits der kurzfristigen Korrekturen an der grundsätzlichen Ausrichtung des Konzerns festhalten und sich weiterhin auf Open-World-Abenteuer und Games-as-a-Service-Spiele fokussieren. Diese Ziele sollen effizienter erreicht werden – den Erwartungen der Spieler wolle man noch stärker gerecht werden. Weitere Details will Ubisoft im Rahmen der Halbjahreszahlen am 30. Oktober 2024 bekannt geben.

Mit Blick auf die „polarisierenden Kommentare“ und die scharfe Kritik an der Unternehmensführung stellt Guillemot klar, dass die Entwicklung von Spielen für eine möglichst breite Zielgruppe weiterhin oberste Priorität habe – es gehe nicht um die Umsetzung einer bestimmten „Agenda“.

Die Verschiebung von Assassin’s Creed Shadows dürfte die anhaltende Krise beim größten europäischen Spielehersteller zusätzlich verschärfen – zumal die Adhoc-Mitteilung nach Börsenschluss veröffentlicht wurde und noch nicht im aktuellen Aktienkurs ‚verarbeitet‘ ist. Der Börsenwert von Ubisoft hat sich seit Jahresbeginn halbiert – die Marktkapitalisierung beträgt nur noch knapp 1,5 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der US-Mitbewerber Electronic Arts wird mit rund 33 Milliarden Euro bewertet.

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