Der Ärger rund um das kontroverse Times-Square-Event zum 10. Jubiläum von Pokémon GO geht weiter: Einige der handverlesenen Teilnehmer verkauften ihr exklusives Mewtu auf eBay – für bis zu mehrere tausend Dollar. Abgeschlossene eBay-Listings zeigen Verkäufe von bis zu 5.000 US-Dollar, während eine laufende Auktion bereits auf 10.000 US-Dollar geklettert ist.

Das verstößt gleich mehrfach gegen die Spielregeln: Zum einen ist der Verkauf von Pokémon und Accounts laut den Nutzungsbedingungen von Scopely Explore strikt verboten. Zum anderen diskutieren viele das sogenannte „Spoofing“ – das Fälschen des eigenen Spielstandorts, um den In-Game-Handel abzuwickeln – was ebenfalls eine verbotene Aktivität darstellt.
Scopely Explore reagiert
Auf Anfrage von IGN meldete sich ein Sprecher von Scopely Explore zu Wort: „Wie in den Nutzungsbedingungen von Scopely Explore festgelegt, ist der Verkauf oder die Weitergabe von Accounts und Pokémon strengstens untersagt. Trainer, die dies tun, werden sofort gebannt und ihr Account wird entfernt.“
Community empört
Die Empörung in der Community ist groß – insbesondere da ein Großteil der rund 2.000 Teilnehmer sogenannte Community Ambassadors (CAs) waren: ehrenamtliche Superfans, die eng mit Scopely Explore zusammenarbeiten, um lokale Spielergemeinschaften zu fördern. Als Anerkennung für ihre Arbeit wurden viele von ihnen zum Event eingeladen und durften weitere Spieler aus ihrer Community mitbringen.
Nutzer SchaferQuest777 schrieb auf X: „Es ist Zeit, dass Scopely sich solche Dinge genauer ansieht. CAs werden bei TOS-Verstößen stärker unter die Lupe genommen, und ich bin ziemlich sicher, dass der Verkauf dagegen verstößt. Es dürfte auch nicht allzu schwer sein herauszufinden, wer es war. Als CA-lastiges Event – wie ich bereits sagte: überhaupt kein gutes Bild für das Programm.“
Tatsächlich dürfte es für Scopely Explore nicht allzu schwer sein, die verantwortlichen Accounts zu identifizieren: Bei nur rund 2.000 Teilnehmern lässt sich relativ leicht feststellen, wessen exklusives Mewtu plötzlich verschwunden ist – und wer verdächtig weite Kilometer zurückgelegt haben könnte. Ob Konsequenzen folgen, bleibt abzuwarten.
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