Zum Pokémon Day hat Apple mit Tsunekazu Ishihara, Präsident und CEO von The Pokémon Company, über Ursprung und Zukunft der Marke gesprochen. Drei Jahrzehnte nach dem Start ist Pokémon das umsatzstärkste Medienfranchise weltweit – und laut Ishihara basiert dieser Erfolg auf einem klaren Grundprinzip.
Nähe zur Realität als Schlüssel
Schon die ersten Spiele setzten auf eine enge Verbindung zur realen Welt. Die Kanto-Region orientierte sich an japanischen Landschaften, spätere Regionen folgten diesem Ansatz. Das Spielgefühl sollte vertraut wirken – vergleichbar mit Insektenfangen, Angeln oder dem Aufziehen von Haustieren.
„Ich war schon immer davon überzeugt, dass die Verbindung der Welt von Pokémon mit der realen Welt eröffnet noch aufregendere Möglichkeiten eröffnet“, erklärt Ishihara.
Mit zunehmender Internationalisierung fanden immer mehr reale Orte und kulturelle Einflüsse Eingang in die Spiele. Das habe es Spielern weltweit erleichtert, sich mit der Welt zu identifizieren.
Mehr als nur Videospiele
Um Pokémon stärker im Alltag zu verankern, entstanden früh das Sammelkartenspiel sowie Anime-Serien und Filme. Jede Kreatur werde dabei mit klar definierten Eigenschaften wie Größe, Verhalten und Entwicklungsbedingungen konzipiert, um eine glaubwürdige Welt zu schaffen.
Auch mobile Apps und Smartphone-Spiele hätten die globale Expansion beschleunigt – insbesondere in Regionen mit geringerer Konsolenverbreitung.
Leitmotiv für kommende Generationen
Trotz technologischer Fortschritte und inzwischen über 1.000 Pokémon bleibt Ishiharas Strategie bewusst einfach:
Ich glaube, wir müssen auch weiterhin unterhaltsame Spiele entwickeln. Das mag abstrakt klingen, aber letztendlich kommt es nur darauf an, ob die Leute unsere Spiele spielen und sie ihnen Freude bereiten. Das ist nichts, was wir vorschreiben können. Dieses Ziel zu erreichen ist das, was zählt – alles andere kann sich ändern.
„Ich finde, dass unser Weg in Zukunft darin bestehen sollte, Pokémon als komplexe, vielfältige Lebewesen darzustellen“, so Ishihara.
Ob neue Hardware, Plattformen oder Geschäftsmodelle – entscheidend sei allein, ob Spieler Freude an den Titeln haben. Dieses Prinzip habe Pokémon vom anfänglichen Trendphänomen zu einer dauerhaften globalen Marke gemacht – und soll auch künftig die Richtung vorgeben.
In den letzten 30 Jahren hat sich Pokémon Hand in Hand mit dem technologischen Fortschritt weiterentwickelt. Und ich finde, die Spiele und Tools, die wir im Laufe der Zeit entwickelt haben, haben sich bestens bewährt. Ich bin zuversichtlich, dass alle in der Zukunft von Pokémon etwas finden werden, das sie begeistert. Und zu guter Letzt: Verpasst auf keinen Fall die diesjährigen Pokémon-Weltmeisterschaften und das PokémonXP-Event in San Francisco, USA!