Leslie Swan, ehemalige Localization Managerin bei Nintendo of America, hat in einem Interview über die Entstehung des Namens Prinzessin Toadstool gesprochen. Swan war fast drei Jahrzehnte bei Nintendo tätig und prägte zahlreiche Lokalisierungen – darunter auch die von Super Mario 64.
In der japanischen Version von Super Mario Bros. hieß die Figur schlicht Prinzessin Peach (ピーチ姫 (Pīchi-hime)). Für die US-Version wurde der Name jedoch zu Princess Toadstool geändert – und das nicht von Nintendo selbst. Laut Swan sei die Bezeichnung von einer Werbeagentur erfunden worden, die das Handbuch erstellte und eigenmächtig Namen festlegte.

Miyamoto bevorzugte Peach
Im Gespräch mit Time Extension erinnert sich Swan, wie sie mit Mario-Schöpfer Shigeru Miyamoto über die Lokalisierung sprach:
Mr. Miyamoto fragte mich irgendwann: ‚Ist Peach ein schlechter Name?‘ – und ich musste ihm erklären, dass sie in den USA Princess Toadstool genannt wird. Er meinte dann: ‚Nun, ich mag Peach wirklich sehr als Namen.‘ Daraufhin schlug ich vor, sie Princess Peach Toadstool zu nennen.
So wurde in westlichen Veröffentlichungen Peach zum informellen Namen, während Toadstool als formelle Variante blieb. Das zeigte sich auch in Super Mario 64: Im Intro unterschreibt sie den Brief an Mario mit „Prinzessin Toadstool“, setzt darunter aber schlicht „Peach“.
Von Toadstool zu Peach
Seit den späten 1990er-Jahren wird die Figur international überwiegend als Prinzessin Peach bezeichnet. Der Zusatz Toadstool ist heute mehr ein Relikt der frühen Lokalisierungsgeschichte von Nintendo in den USA.
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