Xenoblade Chronicles: Definitive Edition – Ersteindruck & Vorschau

Ende des Monats – genauer gesagt am 29. Mai 2020 – wird endlich die definitive Umsetzung des ursprünglich 2010 veröffentlichten Xenoblade Chronicles für Nintendo Switch erscheinen. Wir konnten bereits einen kleinen Einblick in das Rollenspiel erhalten und verraten euch, wie es auf uns gewirkt hat. Zusätzlich haben wir eine Video-Vorschau.

Eine wahrlich epische Reise

Damals auf Nintendo Wii war Xenoblade Chronicles nach etwas mehr als einem Jahr endlich lokalisiert nach Europa gekommen und hatte innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Fans finden können. Und auch heute gilt das (bis jetzt dreiteilige) Franchise als unglaublich beliebt. Jedes Spiel strotzt vor riesigen begehbaren Gebieten, wendungsreicher Story und sehr guter Musik. Xenoblade Chronicles erschien im Jahre 2015 zusätzlich für den New Nintendo 3DS und in der Virtual Console auf Wii U.


In Xenoblade Chronicles: Definitive Edition gibt es zwei Titanen, welche vor Äonen gegeneinander kämpften. Jedoch verlor während des Kampfes einer der Titanen (Mechonis) einen Arm und als Rache rammte er dem anderen (Bionis) ein Schwert in das Becken. Seitdem sind beide Titanen leblose Körper und es hat sich dort Leben angesiedelt. Auf Bionis leben die sogenannten Homs (Menschen) und andere Lebewesen, welche ihr später kennenlernen werdet. Mechonis ist die Heimat der Mechon. Diese versuchen ständig, aus unbekannten Gründen, die Homs auszulöschen. Allerdings ist die einzige wirksame Waffe der Homs gegen die Mechon das legendäre Schwert Monado, welches später von unserem Protagonisten Shulk geführt wird. Aus Rache, begründet im Verlust einer geliebten Person, will Shulk mit seinen Freunden den Bionis hinaufklettern, um die Macht zu erlangen, damit die Mechon endgültig vernichtet werden können.

Atemberaubende Kulisse

Dank besserer und neuerer Technik der Nintendo Switch erstrahlt Xenoblade Chronicles: Definitive Edition in noch nie dagewesenem Glanz. Das Spiel wirkt sehr scharf, die Texturen und besonders die Charaktermodels wurden komplett überarbeitet und zeigen jetzt mehr Emotionen (was bei der Wii-Version nur bedingt der Fall war). Während des Aufstiegs des Bionis durchquert man abwechslungsreiche Gebiete – sei es eine weite grüne Ebene, ein bildschöner Sumpf oder eine dunkle Mine. Wie weiter oben schon beschrieben, wurden insbesondere die Zwischensequenzen ordentlich aufgewertet durch die Überarbeitung der Charaktere. Zwar merkt man an einigen Stellen noch an, dass es sich um ein ehemaliges Wii-Spiel handelt (einige Animationen in Zwischensequenzen) aber insgesamt wirkt es viel schöner und zeitgemäßer.

Die Charaktere sind, im Gegensatz zu Xenoblade Chronicles 2, auch wesentlich erwachsener, da das Spiel insgesamt düsterer ist. Das Hauptspiel sieht, gerade im Vergleich zum direkten Nachfolger, gestochen scharf aus und läuft dauerhaft mit flüssigen 30 Bildern pro Sekunde. Der Zusatzinhalt hingegen kann schon gerne einmal ein wenig an Bildqualität verlieren, allerdings war dies bei den Szenen, welche ich bisher gesehen habe, nur sehr selten der Fall. Ich sollte dazu erwähnen, dass Xenoblade Chronicles: Die verbundene Zukunft für mich optisch schöner wirkte, als das Hauptspiel, da es exklusiv für erst für Nintendo Switch entwickelt wurde und noch nicht im Original-Spiel vorhanden war.

Sehr viele schöne Verbesserungen

Insgesamt wurde Xenoblade Chronicles: Definitive Edition nicht nur grafisch überarbeitet. Viele kleine Änderungen erhöhen den Spielspaß enorm und verringern unnötige Laufwege. Dazu gehört unter anderem die Überarbeitung des Questsystems, welches einem sofort auf der Weltkarte alle verfügbaren Missionen anzeigt. Ursprünglich musste man quasi 20 Meter neben der Person mit der Mission stehen, damit diese auf der Karte angezeigt wird. Dasselbe gilt ebenfalls für Questziele, wodurch man jetzt sofort sehen kann, wo man suchen muss. Das Kampfinterface sieht jetzt wesentlich kompakter aus und man sieht jetzt (nicht wie in Xenoblade Chronicles 2) sehr viel vom Geschehen und wird nicht mit unnötigen Anzeigen bombardiert. Ebenfalls wird es ständig möglich sein, die Sprachausgabe (ohne Zusatzdownload) zwischen Japanisch und Englisch zu ändern. Viele Kritikpunkte, welche ich beim Original damals gehabt habe, wurden in der Definitive Edition komplett ausgemerzt.

Die Zukunft wird verbunden

Eines der größten und neusten Features ist allerdings der Zusatzinhalt Xenoblade Chronicles: Die verbundene Zukunft, wo ihr Shulk und Melia noch einmal auf ein Abenteuer begleiten werdet. Wichtig ist allerdings, dass ihr diesen Zusatzinhalt erst nach dem Komplettieren des Hauptspiels anfangen solltet (sofern ihr das Spiel nicht schon einmal auf einer anderen Plattform beendet habt). Dieser verrät nämlich viele Storydetails des Hauptspiels, was den Spielspaß trüben wird, wenn ihr schon alle Storywendungen kennt. Ein kleiner Einblick in “Die verbundene Zukunft” genügte allerdings schon um zu sehen, dass sich die erzählerische Qualität auf dem selbem Niveau befindet wie auch bei Xenoblade Chronicles. Wenige Jahre nach dem Ende von Xenoblade Chronicles müssen Shulk und Melia erneut auf ein Abenteuer gehen, um die mysteriösen Vorkommnisse in der alten Stadt Alcamoth zu klären. Nachdem ihr Luftschiff allerdings abgeschossen wird, stranden sie erneut auf dem Bionis und müssen über Umwege zur Stadt gelangen. Kurz darauf treffen sie auf Nene und Kino, welche in großer Gefahr sind. Wie sich herausstellt, sind die beiden jungen Nopon die Kinder von Riki, dem heldenhaften Nopon aus Xenoblade Chronicles.

Die wohl wichtigste Neuerung im Kampf ist allerdings, dass man im Verlaufe des Abenteuers Nopon anheuern kann, die den Spezialangriff ausführen werden. Je mehr ihr besitzt, umso mächtiger wird der Angriff. Insgesamt 12 dieser Nopon gibt es zu finden und vielleicht winkt einem sogar eine besondere Belohnung, wenn man sie alle rekrutiert hat. Ebenfalls erfreulich ist der Fakt, dass die Original-Synchronsprecher Adam Howden und Jenna Coleman wieder dabei sind und die Rollen von Shulk und Melia erneut übernehmen. Gerade bei Melia traten im Vorfeld einige Zweifel auf, ob es hier wieder Coleman sei. Immerhin liegen zwischen dem Original und dem Zusatzinhalt fast ganze 10 Jahre und die Stimme sowie auch die Erfahrungen von Synchronsprechern können sich bis dahin ändern.

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Ersteindruck - Ein monumentales Rollenspielfest erwartet uns

Alles, was wir bis jetzt sehen durften, hat uns einfach nur überwältigt. Die Umsetzung scheint ein sehr gutes Spiel noch besser zu machen. Der neue arrangierte Soundtrack (welchen ihr jederzeit für Kämpfe und Oberwelt separat in den alten ändern könnt) klang, bis jetzt, ebenfalls stimmig. Ein paar Lieder klingen im Vergleich sehr anders, insgesamt ist die Quintessenz des Soundtracks allerdings erhalten geblieben.
Freut euch also, wenn Xenoblade Chronicles: Definitive Edition am 29. Mai 2020 hierzulande exklusiv für Nintendo Switch erscheinen wird.

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