Ein Terabyte an Pokémon-Geheimnissen – und Nintendo schlägt zurück
Nintendo hat eine Subpoena (gerichtliche Vorladung) gegen Discord eingereicht, um die Identität des Hackers zu ermitteln, der hinter dem berüchtigten GameFreak-„Teraleak“ steckt. Der Vorfall ereignete sich Ende 2024 und umfasste über 1 TB an vertraulichen Daten von GameFreak, dem Entwicklerstudio der Pokémon-Reihe.
Die Leaks enthielten unter anderem:
- Konzeptzeichnungen und ungenutzte Inhalte früherer Pokémon-Titel
- Frühe Betas von Pokémon-Legenden: Z-A
- Erste Entwicklungsdaten zu Pokémon Generation 10
Nintendo’s cybersecurity group is filing a subpoena to disclose the identity of teraleaker “GameFreakOUT”
byu/Icy-ConcentrationC inPokeLeaks
Wer ist „GameFreakOUT“?
Der mutmaßliche Hauptverantwortliche agierte unter dem Namen „GameFreakOUT“ auf Discord. Er betrieb einen Server, auf dem große Teile der gestohlenen Inhalte verbreitet wurden. Laut Nintendo handelt es sich dabei um urheberrechtlich geschützte Werke – „darunter Artworks, Charaktere und sogar Spielinhalte aus Pokémon-Legenden: Arceus„.
Nintendo will Namen und IP-Adresse erfahren
Mit der eingereichten Subpoena will Nintendo:
- Die echte Identität von GameFreakOUT herausfinden
- Zugriff auf dessen IP-Adresse, E-Mail-Adresse und Discord-Nachrichten erhalten
- Weitere Beteiligte ausfindig machen
Discord muss nun entscheiden, ob es den Forderungen nachkommt oder den Fall anfechtet.
Nintendo verfolgt eine klare Linie gegen Leaks
Dies ist nicht das erste Mal, dass Nintendo hart gegen Leaks durchgreift:
Nintendo verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber internen Datenlecks. 2019 konnte der Konzern mithilfe von Discord bereits die Personen hinter dem Pokémon Schwert/Schild-Strategieguide-Leak identifizieren und verklagen.
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