Nintendo und The Pokémon Company stehen aktuell in der Kritik: Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass sie sich ein Patent sichern ließen, das den Mechanismus beschreibt, eine Spielfigur zu beschwören und gegen eine andere antreten zu lassen – ein Konzept, das seit Jahrzehnten in zahlreichen Videospielen existiert.
Viele Fans reagierten mit Unverständnis und sehen darin ein Beispiel für überzogene Patentstrategien.

Videogame-IP-Anwalt äußert sich deutlich
Das Magazin PC Gamer sprach dazu mit dem auf Videospiele spezialisierten Patentanwalt Kirk Sigmon. Seine Einschätzung fällt ungewöhnlich scharf aus:
Sie hätten dieses Patent niemals erhalten dürfen. Punkt. Es ist ein peinliches Versagen des US-Patentsystems.
Sigmon betonte, dass seine Aussagen nicht die Meinung seiner Kanzlei oder seiner Mandanten widerspiegeln, er aber grundsätzlich die Kritik aus der Community teile:
Im Großen und Ganzen stimme ich den vielen Beschwerden über diese Nintendo-Patente zu. Sie sind ein beschämendes Beispiel für die Schwächen des US-Patentsystems.
Was bedeutet das für die Spieleindustrie?
Ob Nintendo und The Pokémon Company diese Patente tatsächlich aggressiv durchsetzen werden, bleibt abzuwarten. Sollte es dazu kommen, könnten Entwickler, die ähnliche Spielmechaniken nutzen, rechtliche Schwierigkeiten bekommen – auch wenn das Prinzip längst branchenüblich ist.
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