Das Pokémon-Sammelkartenspiel erlebt seit der COVID-19-Pandemie eine enorme Popularität. Doch mit dem Boom hat sich auch ein langjähriges Problem verstärkt: Scalping. Um dem entgegenzuwirken, hat das Pokémon Center Singapur nun eine Maßnahme ergriffen, die in Japan bereits Standard ist: Seit dem 13. März 2025 wird die Plastikverpackung von Pokémon TCG-Produkten noch vor dem Kauf entfernt.
Warum hilft das gegen Scalping?
Scalper kaufen Produkte zum regulären Preis und verkaufen sie zu stark überhöhten Preisen weiter. Durch das Entfernen der äußeren Versiegelung wird der Wiederverkaufswert drastisch gesenkt, da Käufer auf dem Zweitmarkt nicht sicherstellen können, dass die Packs unberührt sind. Die eigentlichen Booster-Packs bleiben jedoch weiterhin versiegelt, sodass reguläre Käufer keine Nachteile haben (via VGC).

Auswirkungen auf Sammler
Für Sammler versiegelter Produkte könnte diese Maßnahme problematisch sein, da originalverpackte Displays und Boxen an Wert verlieren. Doch für die Mehrheit der Spieler und Fans bedeutet dies eine fairere Chance, begehrte Sets zu erwerben.
Erstes Pokémon Center außerhalb Japans mit dieser Regelung
Während diese Praxis in japanischen Pokémon Centers schon länger üblich ist, markiert Singapur den ersten nicht-japanischen Standort mit dieser Regelung. Besonders betroffen ist das kommende Set Karmesin & Purpur – Reisegefährten (Pokémon Journey Together), das als eines der gefragtesten Releases des Jahres gilt.
Das Pokémon Center Singapur, das sich im größten Flughafen des Landes befindet, plant, diese Maßnahme „bis auf Weiteres“ beizubehalten. Ob weitere Regionen folgen werden, bleibt abzuwarten, aber angesichts der anhaltenden Scalping-Problematik wäre es keine Überraschung.
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