Nintendo ist bekannt dafür, in seinen Spielen kleine Geheimnisse und charmante Easter Eggs zu verstecken – besonders in Klassikern wie den Super Mario Galaxy-Titeln. Viele Fans erinnern sich etwa an die Pokéball-förmige Struktur in der Schwimmland-Galaxie oder an Captain Olimars Raumschiff, die S.S. Dolphin, das in der Sternenstaub-Galaxie zu sehen ist.
Doch nicht jedes Geheimnis ist gleich effizient programmiert – im Gegenteil. Wie Supper Mario Broth hervorhebt: In den ursprünglichen Wii-Versionen von Super Mario Galaxy werden die kompletten Abspann-Dateien permanent im RAM gehalten – selbst während des normalen Spielbetriebs, wo sie eigentlich gar nicht benötigt werden.
Credits ständig im Speicher
Dieser Ansatz belegt etwa 1/400 des gesamten Arbeitsspeichers – das entspricht der Speichermenge, die sonst für ein bis zwei In-Game-Objekte reichen würde.
Wie Supper Mario Broth erklärt, wurde dieser Umstand in Super Mario Galaxy 2 teilweise optimiert: Zwar bleibt die Datei technisch gesehen weiterhin geladen, doch die Ressourcennutzung wurde deutlich effizienter gestaltet.
Eine charmante Hommage – oder ineffizienter Code?
Trotz des offensichtlichen technischen Overheads lässt sich der Fund auch positiv deuten: Immerhin sind die Entwickler:innen der Super Mario Galaxy-Spiele damit gewissermaßen permanent im Speicher – eine charmante Form der Ehrung, wenn auch unbeabsichtigt.
Credits-Debatten bei Nintendo
Das Thema ist aktuell passender denn je: In jüngerer Vergangenheit stand Nintendo mehrfach in der Kritik, weil in Remasters wie Metroid Prime Remastered oder Donkey Kong Country Returns HD bestimmte Namen aus den Credits entfernt wurden. DK64-Komponist Grant Kirkhope hat den Super Mario Bros.-Film beispielsweise bis heute nicht gesehen – wegen des Credit-Debakels.
Damals hingegen – zu Zeiten der Wii – blieben die Super Mario Galaxy-Schöpfer durchgehend im Spiel verankert.