Nintendo gewährte uns einen exklusiven Einblick in den Virtual Boy und dessen Rückkehr in moderner Form. Der Virtual Boy war Nintendos stereoskopische 3D-Konsole, die 1995 in Japan und den USA erschien. In Europa wurde das System nie veröffentlicht. Insgesamt wurden rund 770.000 Einheiten verkauft.
Veröffentlichung im Rahmen von Nintendo Switch Online
Virtual Boy – Nintendo Classics erscheint am 17. Februar 2026 und ist Teil von Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket. Mitglieder erhalten Zugriff auf ausgewählte Spiele der ursprünglichen Virtual-Boy-Plattform. Die Titel werden exklusiv über Nintendo Classics verfügbar sein.
Zum Spielen kommen Joy-Con- / Joy-Con-2- oder Pro-Controller in Verbindung mit speziellem Zubehör zum Einsatz, das sich an der originalen Virtual-Boy-Hardware orientiert. Optional wird es auch eine günstigere Karton-Ausführung geben.
Spieleangebot zum Start
Zum Start von Virtual Boy – Nintendo Classics stehen folgende Titel zur Verfügung:
- Galactic Pinball
- 3-D TETRIS
- Teleroboxer
- Virtual Boy Wario Land
- The Mansion of Innsmouth
- GOLF
- RED ALARM
Im weiteren Verlauf des Jahres 2026 sollen zusätzliche Spiele veröffentlicht werden:
- Mario Clash
- Mario’s Tennis
- Jack Bros.
- Space Invaders Virtual Collection
- Virtual Bowling
- Vertical Force
- V-Tetris
Darüber hinaus sind die zuvor unveröffentlichten Titel Zero Racers und D-Hopper ebenfalls für 2026 vorgesehen. Zusätzlich wird es möglich sein, die Farbe der Spielanzeige zu ändern; also zum Beispiel gelb oder grün statt rot.




Funktionen von Virtual Boy – Nintendo Classics
Nintendo integriert bekannte Funktionen aus anderen Nintendo-Switch-Online-Angeboten. Dazu gehört eine Rückspulfunktion, mit der sich Spielsituationen zurücksetzen und erneut spielen lassen. Außerdem können Spieler die Tastenbelegung einsehen und anpassen.
Erste Eindrücke aus der Praxis
Vor Ort konnten mehrere Titel ausprobiert werden, darunter Virtual Boy Wario Land.
Das Spielerlebnis entspricht sehr genau dem Eindruck des originalen Virtual Boys. Wer das System bereits früher selbst erlebt hat, erkennt das typische Spielgefühl sofort wieder.
Die Konsole verwandelt sich quasi in ein Virtual-Reality-Headset, wird jedoch nicht wie die meisten VR-Headsets am Kopf befestigt und auch nicht während der Benutzung bewegt. Stattdessen hat der Virtual Boy einen Ständer, um ihn während des Spielens auf einen Tisch zu stellen. Kopfschmerzen gab es keine, allerdings war die Sessions auch nicht all zu lang.

Ein kommerzieller Fehlschlag seiner Zeit
Der Virtual Boy gilt rückblickend als finanzieller Misserfolg. In Japan wurden statt der geplanten 250.000 Einheiten lediglich rund 140.000 Geräte verkauft. Auch der Marktstart in den USA blieb hinter den Erwartungen zurück.
Als mögliche Gründe für das Scheitern wurden unter anderem genannt:
- Längeres Spielen konnte Kopfschmerzen verursachen; der entsprechende Warnhinweis auf der Verpackung schreckte potenzielle Käufer ab.
- Eltern äußerten Sorgen über mögliche Auswirkungen auf die Sehstärke von Kindern.
- Viele hatten ein tragbares System erwartet; stattdessen war der Virtual Boy stationär und die Spielhaltung wurde als unbequem empfunden.
- Das Spieleangebot war überschaubar, und nur wenige Titel nutzten die 3D-Darstellung sinnvoll.
- Entwickler zögerten, für ein unerprobtes Konzept zu produzieren.
- Der Virtual Boy erschien in direkter Konkurrenz zu Atari Jaguar, Sega Saturn, PlayStation sowie kurz vor dem Start des Nintendo 64.
- Ein angekündigter Zweispielermodus zum Verbinden zweier Geräte wurde nie umgesetzt.
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