Claude Guillemot, einer der fünf Gründer von Ubisoft, ist bei einem Flugzeugabsturz im Westen Frankreichs ums Leben gekommen. Der 69-Jährige befand sich am Freitag, dem 19. Juni 2026, an Bord einer zweimotorigen Cessna 421 Golden Eagle die beim Anflug auf den Flugplatz La Baule-Escoublac abstürzte. Auch der zweite Insasse, bei dem es sich französischen Medien zufolge um einen Fluglehrer handelte, kam dabei ums Leben.
Die Maschine war zuvor in Rennes gestartet, wo Guillemot wohnte, und stürzte gegen 17 Uhr auf einem Feld nahe dem Flugplatz ab. Das Wrack stand bei Ankunft der Einsatzkräfte bereits in Flammen, was die Identifizierung der Opfer zunächst erschwerte. Guillemots Familie wurde noch am selben Abend informiert.
Guillemot war Eigentümer des Flugzeugs. Die zuständige Staatsanwältin leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung ein. Die genauen Umstände und die Ursache des Absturzes sind bislang nicht geklärt.
Mitgründer eines der größten Publisher der Branche
Gemeinsam mit seinen Brüdern Christian, Gérard, Michel und Yves gründete Claude Guillemot 1986 das Unternehmen Ubisoft. Aus einem kleinen französischen Spielevertrieb entwickelte sich daraus einer der größten Publisher der Branche, bekannt für Marken wie Assassin’s Creed, Far Cry, Rainbow Six und Just Dance.
Claude Guillemot gehörte dem Verwaltungsrat des Unternehmens an und war als stellvertretender Geschäftsführer für den operativen Bereich verantwortlich. Laut Ubisofts offizieller Biografie wurde insbesondere seine Erfahrung auf dem asiatischen Markt sowie sein Wissen über die Hardware- und Vertriebsbranche hervorgehoben, was dem Unternehmen geholfen habe, frühzeitig auf neue Konsolengenerationen zu reagieren.
Neben Ubisoft leitete Guillemot zudem die Guillemot Corporation, bekannt durch die Marken Thrustmaster und Hercules, die unter anderem Lenkräder, Flightsticks und weiteres Gaming-Zubehör entwickelt.
Ubisoft äußerte sich mit großer Trauer zum Tod Guillemots. Auch die französische Politik reagierte: Die für künstliche Intelligenz und Digitalisierung zuständige beigeordnete Ministerin Anne Le Hénanff bezeichnete Guillemot als einen der Pioniere der französischen Videospielbranche.
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