SEGA: Gute Reviews führen noch nicht automatisch zu höheren Verkaufszahlen

SEGA hat erklärt, dass die starken Kritiken für seine aktuellen Spiele bislang nicht automatisch zu höheren Verkaufszahlen führen. Das geht aus einer Fragerunde zum jüngsten Finanzbericht hervor. Als Konsequenz möchte das Unternehmen künftig Marketing- und Vertriebsstrukturen verbessern (via VGC).

Kritisch gefeierte Titel der letzten Monate

In den vergangenen 18 Monaten haben Sega und Atlus mehrere Spiele veröffentlicht, die bei Kritikern sehr gut ankamen. Dazu gehören unter anderem:

  • Shinobi: Art of Vengeance – Metacritic 87
  • Two Point Museum – Metacritic 84
  • Metaphor: ReFantazio – Metacritic 94
  • Sonic Racing: CrossWorlds – Metacritic 82

Trotz dieser „relativ hohen Bewertungen“ erklärte SEGA, dass sich diese bislang nicht in steigenden Verkaufszahlen widerspiegeln.

Konkrete Spiele wurden im Finanzbericht nicht genannt. Allerdings hatte der Publisher zuvor bereits mitgeteilt, dass Sonic Racing: CrossWorlds die ursprünglichen Verkaufserwartungen nicht erfüllt hat.

Verbesserungen bei Marketing und Vertrieb geplant

Laut SEGA liegt eine der größten Stärken des Unternehmens weiterhin in der Qualität seiner Spiele und den positiven Kritiken. Gleichzeitig sieht man jedoch noch deutliches Verbesserungspotenzial bei Marketing und Vertrieb.

Der Publisher erklärte zudem, dass man in Bereichen wie digitalen Verkaufsstrategien und datengetriebenem Marketing hinter anderen großen japanischen Spieleunternehmen zurückliege, etwa hinter Capcom.

Neue globale Strategie für zukünftige Releases

Aktuell überprüft SEGA seine Publishing-Struktur, die bisher stark nach Regionen organisiert ist. Künftig soll eine stärker vereinheitlichte globale Strategie umgesetzt werden.

Geplant sind unter anderem:

  • stärkere Datenanalysen zur Optimierung digitaler Preise nach Regionen
  • ein Marketingfokus auf bekannte Marken (IP) statt nur auf einzelne Veröffentlichungen
  • Maßnahmen zur Steigerung langfristiger Verkäufe und wiederkehrender Umsätze

Die Fragerunde zum Finanzbericht wurde gemeinsam von Haruki Satomi, Präsident von Sega Sammy Holdings, und CFO Koichi Fukazawa beantwortet.

Bereits zuvor hatte Shuji Utsumi erklärt, dass SEGA seine Entwicklungs- und Veröffentlichungsstrategie stärker global ausrichtet. In einem Interview mit The Game Business sagte er im vergangenen Sommer, dass das Unternehmen zunehmend gleichzeitige weltweite Releases auf allen Plattformen vorbereitet, statt Spiele zunächst nur in Japan zu veröffentlichen und später international zu vermarkten.

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